||X-422| 5000 millions de produit brut annuel (livres tournois)2
| En avances primitives et annuelles, les fermiers dépensent3 | En fermages, les propriétaires fonciers touchent4 | La classe stérile dispose d'un fonds de5 |
| a') 2000 millions | a) 2000 millions | a'') 1000 millions |
| b) 1000 millions | c) 1000 millions | |
| b'') 1000 millions | b') 1000 millions | |
| d) 1000 millions | ||
| 5000 millions | .2000 millions dont moitié reste comme un fonds appartenant à la classe stérile6 |
Um das tableau deutlicher zu machen, bezeichne ich das, was sich Quesnay jedesmal als Ausgangspunkt einer Zirkulation denkt, mit a, a', a'', das folgende Glied in der Zirkulation mit b, c, d, und respektive b', b''.
Was zunächst an diesem tableau zu bemerken und den Zeitgenossen imponieren mußte, ist die Art, wie die Geldzirkulation bloß bestimmt erscheint durch die Warenzirkulation und Warenreproduktion, in fact durch den Zirkulationsprozeß des Kapitals.
Der Pächter zahlt zunächst in Geld 2000 Millionen frs. an den landlord, propriétaire. Dieser kauft damit vom Pächter für 1000 Millionen Lebensmittel. Fließen also zum Pächter zurück 1000 Millionen in Geld, während über 1/5 des produit brut disponiert ist, das aus der Zirkulation definitiv in die Konsumtion fällt. Ferner kauft der Landlord für 1000 Millionen in Geld 1000 Millionen Manufakturwaren, nichtagrikole Produkte. Damit fällt ein zweites 1/5 der (jetzt façonnierten) produits aus der Zirkulation in die Konsumtion. Diese 1000 Millionen Geld nun in der Hand der classe stérile, die damit Lebensmittel für 1000 Millionen vom Pächter kauft. Die zweiten 1000 Millionen, die der Pächter an den landlord gezahlt hat, in der Form der Rente, fließen damit zu ihm zurück. Andrerseits ist ein andres 1/5 seines Produkts der classe stérile anheimgefallen, aus der Zirkulation in die Konsumtion. Am Ende dieser ersten Bewegung also haben wir die 2000 Millionen Geld wieder in der Hand des Pächters. Sie haben viererlei Zirkulationsprozesse verrichtet.
Erstens dienten sie als Zahlungsmittel der Rente. In dieser fonction zirkulieren sie keinen Teil des jährlichen Produkts, sondern sind nur zirkulierende Anweisung auf den der Rente gleichen Teil des produit brut.
Zweitens. Mit einer Hälfte der 2000 Millionen, mit 1000 Millionen kauft der propriétaire Lebensmittel vom Pächter, realisiert also seine 1000 Millionen in Lebensmitteln. Der Pächter erhält in den 1000 Millionen Geld in fact bloß die Hälfte der Anweisung zurück, die er dem landlord auf 2/5 seines Produkts gegeben hat. Diesmal zirkulieren die 1000 Millionen, da sie als Kaufmittel dienen, Ware zu ihrem Betrag, die in die definitive Konsumtion fällt. Dem landlord dienen die 1000 Millionen hier nur als Kaufmittel; er rückverwandelt das Geld in Gebrauchswert (Ware, die aber in die definitive Konsumtion geht, die als Gebrauchswert gekauft wird).
Betrachten wir bloß den vereinzelten Akt, so spielt das Geld für den Pächter hier nur die Rolle, die es als Kaufmittel stets für den Verkäufer spielt, nämlich die verwandelte Form seiner Ware zu sein. Der landlord hat seine 1000 Millionen Geld in Getreide, der Pächter hat Getreide zum Preis [von] 1000 Millionen in Geld verwandelt, den Preis realisiert. Betrachten wir aber diesen Akt im Zusammenhang mit dem vorhergehenden Zirkulationsakt, so erscheint das Geld hier nicht als bloße Metamorphose der Ware des Pächters, nicht als goldnes Äquivalent seiner Ware. Diese 1000 Millionen Geld sind ja nur eine Hälfte der 2000 Millionen Geld, die der Pächter dem ||423| landlord in der Form der Rente gezahlt hat. Er erhält für 1000 Millionen in Ware zwar 1000 Millionen in Geld, aber er kauft damit in der Tat nur das Geld zurück, worin er dem landlord die Rente zahlte, oder der Landlord kauft mit 1000 Millionen, die er vom Pächter erhalten hat, 1000 Millionen Ware vom Pächter. Er zahlt dem Pächter mit dem vom Pächter ohne Äquivalent7 erhaltenen Geld.
Dies Rückströmen des Geldes zum Pächter läßt es d'abord8, im Zusammenhang mit dem ersten Akt, nicht als einfaches Zirkulationsmittel für ihn erscheinen. Dann aber ist es wesentlich verschieden vom Rückströmen des Gelds zum Ausgangspunkt, soweit diese Bewegung einen Reproduktionsprozeß ausdrückt.
Zum Beispiel: Der Kapitalist oder, um das Charakteristische der kapitalistischen Reproduktion ganz wegzulassen, ein Produzent legt 100 l. aus in Rohmaterial, Arbeitsinstrument und Lebensmittel für die Zeit, während er arbeitet. Wir wollen voraussetzen, daß er den Produktionsmitteln nicht mehr Arbeit hinzufügt, als er in den Lebensmitteln, seinem sich selbst gezahlten Salair, ausgelegt hat. War das Rohmaterial etc. = 80 l., die aufgezehten Lebensmittel = 20 l. und die zugesetzte Arbeit ditto = 20 l., so ist das Produkt = 100 l. Verkauft er dasselbe wieder, so strömen ihm die 100 l. in Geld zurück usf. Dies Rückströmen des Geldes zu seinem Ausgangspunkt drückt hier nichts aus als die beständige Reproduktion. Die bloße Metamorphose hier G–W–G, Verwandlung von Geld in Ware und Rückverwandlung von Ware in Geld – dieser bloße Wechsel der Formen Ware und Geld stellt hier zugleich den Reproduktionsprozeß dar. Verwandlung des Geldes in Waren – Produktionsmittel und Lebensmittel; ferner das Eingehn dieser Waren als Elemente in den Arbeitsprozeß, ihr Herauskommen aus demselben als Produkt; so Ware wieder als Resultat des Prozesses, sobald nämlich das fertige Produkt wieder in den Zirkulationsprozeß eingeht und damit wieder als Ware dem Geld gegenübertritt und schließlich seine Rückverwandlung in Geld, da die fertige Ware nur wieder gegen ihre Produktionselemente ausgetauscht werden kann, sobald sie sich vorher in Geld verwandelt hat.
Das beständige Rückströmen des Geldes zu seinem Ausgangspunkt drückt hier nicht nur die formelle Verwandlung von Geld in Ware und Ware in Geld aus – wie sie sich im einfachen Zirkulationsprozeß darstellt oder im bloßen Warenaustausch –, sondern zugleich die beständige Reproduktion der Ware auf seiten desselben Produzenten.9 Der Tauschwert (Geld) wird gegen Waren verwandelt, die in die Konsumtion eingehn, als Gebrauchswerte vernutzt werden, aber [eingehn] in die reproduktive oder industrielle Konsumtion, daher den ursprünglichen Wert wiederherstellen und daher in derselben Geldsumme (beim obigen Beispiel, wo der Produzent nur arbeitet für seinen Lebensunterhalt) sich wieder darstellen. G – W – G zeigt hier an, daß G sich nicht nur formell in W verwandelt, sondern W wirklich als Gebrauchswert konsumiert wird, aus der Zirkulation in die Konsumtion fällt, aber in die industrielle Konsumtion, so daß sein Wert sich in der Konsumtion erhält und reproduziert, daher G wieder am Ende des Prozesses zum Vorschein kommt, sich erhält in der Bewegung G – W – G.
Dagegen in dem obigen Rückströmen des Geldes vom landlord zum Pächter findet kein Reproduktionsprozeß statt. Es ist, als hätte der Pächter dem landlord Marken oder tickets für 1000 Millionen Produkte gegeben. Sobald der landlord diese tickets auslöst, strömen sie zum Pächter zurück, löst dieser sie wieder ein. Hätte der landlord sich die Hälfte der Rente gleich in natura zahlen lassen, so hätte gar keine Geldzirkulation stattgefunden. Die ganze Zirkulation hätte sich beschränkt auf einfachen Händewechsel, Übergehn des Produkts aus der Hand des Pächters in die des landlords. Erst gibt der Pächter statt der Ware dem landlord das Geld, und dann gibt der landlord dem Pächter das Geld zurück, um die Ware selbst zu nehmen. Das Geld dient dem Pächter als Zahlungsmittel an den landlord; es dient dem landlord als Kaufmittel vis-à-vis dem Pächter. In der ersten Funktion entfernt es sich von dem Pächter, in der zweiten kehrt es zu ihm zurück.
Diese Art Rückströmung des Gelds zum Produzenten muß jedesmal stattfinden, wo er, statt einen Teil seines Produkts, den Wert dieses Produkts in Geld an seinen Gläubiger zahlt; und als Gläubiger erscheint hier ein jeder, der coproprietor10 seines surplus ist. Z.B.: Alle Steuern werden in Geld von den Produzenten gezahlt. Das Geld ist hier für sie Zahlungsmittel an den Staat. Der Staat kauft damit Waren von den Produzenten. Es wird Kaufmittel in seiner Hand und strömt so zu den Produzenten zurück, im Maß, wie ihre Waren von ihnen fortgehn.
Dies Moment der Rückströmung – diese eigentümliche, nicht durch die Reproduktion bestimmte Rückströmung des Gelds – muß überall stattfinden im Austausch von Revenue gegen Kapital. Was das Geld hier zurückströmen macht, ist nicht die Reproduktion, sondern die Konsumtion. Die Revenue ist gezahlt in Geld; sie kann aber nur konsumiert werden in Waren. Das Geld, das als Revenue erhalten ist von den Produzenten, muß also an sie zurückgezahlt werden, um denselben Wertbetrag in Waren zu erhalten, also um die Revenue zu konsumieren. Das Geld, worin Revenue gezahlt wird, also Rente z.B. oder Zins oder Steuern {der ||424| industrielle Kapitalist zahlt sich selbst im Produkt seine Revenue, oder aus dem Verkauf des Produkts den Teil desselben, der seine Revenue bildet}, hat die allgemeine Form des Zahlungsmittels. Der, der die Revenue zahlt, est supposé11, von seinem Gläubiger einen Teil seines eignen Produkts erhalten zu haben, z.B. der Pächter die 2/5 des Produkts, die nach Quesnay die Rente konstituieren. Er ist nur ihr nomineller oder de-facto-Besitzer.
Der Teil des Produkts des Pächters also, der seine Rente konstituiert, bedarf zu seiner Zirkulation zwischen Pächter und landlord nur einer Geldsumme gleich dem Wert des Produkts, obgleich dieser Wert zweimal zirkuliert. Erst zahlt der Pächter die Rente in Geld; dann kauft der landlord mit demselben Geld das Produkt. Das erste ist einfacher transfer von Geld, da das Geld nur als Zahlungsmittel fungiert, also vorausgesetzt ist, daß die Ware, wofür es gezahlt wird, sich schon im Besitz des Zahlenden befindet und ihm nicht als Kaufmittel dient, er kein Äquivalent dafür erhält, dies Äquivalent vielmehr vorweg hat. Das zweite Mal dagegen wirkt es als Kaufmittel, Zirkulationsmittel von Ware. Es ist, als hätte der Pächter mit dem Geld, worin er seine Rente zahlt, dem landlord seinen Anteil am Produkt abgekauft. Der landlord mit demselben Geld, das er so vom Pächter erhalten (der aber in der Tat es ohne Äquivalent weggegeben), kauft vom Pächter das Produkt wieder zurück.
Dieselbe Geldsumme also, die von den Produzenten an die Besitzer von Revenue in der Form des Zahlungsmittels verabreicht wird, dient den Besitzern der Revenue als Kaufmittel für die Waren der Produzenten. Dieser zweimalige Stellenwechsel des Gelds, aus der Hand des Produzenten in die Hand des Besitzers der Revenue und aus der Hand des letztern rückwärts in die Hand des Produzenten, drückt so nur einen einmaligen Stellenwechsel der Ware aus, nämlich aus der Hand des Produzenten in die Hand des Besitzers der Revenue. Da der Produzent est supposé, zu schulden dem Revenuebesitzer einen Teil seines Produkts, zahlt er ihm in der Geldrente in der Tat nur nachträglich den Wert der bereits in seinen Besitz übergegangenen Ware. Die Ware befindet sich in seiner Hand. Aber sie gehört ihm nicht. Mit dem Geld, das er in der Form der Revenue zahlt, kauft er sie also in sein Eigentum ein. Die Ware wechselt daher nicht die Hand. Wenn das Geld die Hand wechselt, so drückt dies nur den Wechsel des Eigentumstitels an der Ware aus, die nach wie vor in der Hand des Produzenten bleibt. Daher dieser zweimalige Stellenwechsel des Gelds bei bloß einmaligem Händewechsel der Ware. Das Geld zirkuliert zweimal, um die Ware einmal zirkulieren zu machen. Aber es zirkuliert auch nur einmal als Zirkulationsmittel (Kaufmittel), während es das andre Mal als Zahlungsmittel zirkulierte, bei dessen Zirkulation, wie ich früher entwickelt, kein gleichzeitiger Stellenwechsel von Ware und Geld stattfindet.
In der Tat, wenn der Pächter, außer seinem Produkt, kein Geld hat, so kann er sein Produkt nur zahlen, nachdem er vorher seine Ware verkauft hat, sie also schon ihre erste Metamorphose durchlaufen hat, bevor er sie als Geld an den landlord fortzahlen kann. Auch dies eingerechnet, mehr Stellenwechsel auf seiten des Geldes als der der Ware. Erst wird W – G [vollzogen]; 12/5 der Ware wird verkauft und in Geld verwandelt. Hier ist gleichzeitiger Wechsel von Ware und Geld. Dann aber geht dies selbe Geld, ohne daß Ware wechselt, aus der Hand des Pächters in die des landlords über. Hier ist Stellenwechsel des Gelds ohne Stellenwechsel der Ware. Es ist dasselbe, als hätte der Pächter einen copartner. Er hat das Geld angenommen, aber er muß es teilen mit seinem copartner. Oder es ist für die 12/5 vielmehr dasselbe, als hätte ein servant12 des Pächters das Geld angenommen. Dieser servant muß es dem Pächter geben, kann es nicht in der eignen Tasche behalten. Das Übergehn des Gelds aus einer Hand in die andre drückt hier gar keine Metamorphose der Ware aus, sondern bloßen transfer des Geldes aus der Hand seines unmittelbaren Besitzers in die Hand seines Eigentümers. Dies kann also der Fall sein, wenn der erste Empfänger des Geldes bloß Kolporteur des Geldes für his employer13 ist. Dann ist das Geld auch nicht Zahlungsmittel, einfaches Übergehn aus der Hand des Empfängers, dem es nicht gehört, in die Hand des Eigentümers.
Diese Art Stellenwechsel des Gelds hat mit der Metamorphose der Ware absolut nichts zu tun, sowenig wie der Stellenwechsel, der aus bloßem Umwechseln einer Geldsorte gegen die andre hervorgeht. Aber beim Zahlungsmittel immer unterstellt, daß der Zahlende Ware erhalten hat, für die er nachträglich zahlt. Bei dem Pächter etc. hat er diese Ware nicht erhalten; sie ist in seiner Hand, ehe sie in der Hand des landlords ist, und sie ist ein Teil seines Produkts. Aber juristisch erhält er ihr Eigentum erst, indem er das dafür erhaltne Geld dem landlord übergibt. Sein Rechtstitel an der Ware wechselt; diese selbst findet sich nach wie vor in seiner Hand. Aber sie befand sich erst in seiner Hand als Besitz, deren Eigentümer der landlord. Sie befindet sich jetzt in seiner Hand als sein eignes Eigentum. Der Wechsel der juristischen Form, worin die Ware sich in derselben Hand befindet, hat natürlich die Ware selbst nicht die Hand wechseln lassen.
||425| {Man sieht hieraus zugleich, wie abgeschmackt die Phrase, den Profit des Kapitalisten daraus „zu erklären“, daß er dem Arbeiter Geld vorschießt, bevor er die Ware in Geld verwandelt hat.
Erstens: Wenn ich Ware zu meiner Konsumtion kaufe, so erhalte ich keinen „Profit“, weil ich der Käufer und der Besitzer der Ware der „Verkäufer“ ist, meine Ware die Form des Geldes hat und sich seine erst in Geld verwandeln muß. Der Kapitalist zahlt die Arbeit erst, nachdem er sie konsumiert hat, während andre Waren bezahlt werden, bevor sie konsumiert sind. Dies entspringt aus der eigentümlichen Natur der Ware, die er kauft und die in der Tat erst geliefert ist, nachdem sie konsumiert ist. Das Geld tritt hier als Zahlungsmittel auf. Der Kapitalist hat sich stets die Ware „Arbeit“ angeeignet, bevor er sie zahlt. Daß er sie aber nur kauft, um einen Profit aus dem Wiederverkauf ihres Produkts zu machen, ist kein Grund, daß er diesen Profit macht. Es ist ein Motiv. Und es hieße nichts als: Er macht im Ankauf der Lohnarbeit einen Profit, weil er aus ihrem Wiederverkauf einen Profit machen will.
Zweitens: Aber er schießt doch dem Arbeiter den Teil des Produkts, der ihm als Arbeitslohn zufällt, in der Form des Gelds vor und erspart diesem so selbst die Mühe und das Risiko und die Zeit, den ihm als Salair gebührenden Teil der Ware selbst in Geld zu verwandeln. Soll der Arbeiter ihn nicht für diese Mühe, dieses Risiko und diese Zeit zahlen? Also dafür weniger vom Produkt empfangen, als ihm sonst zukäme?
Damit wird das ganze Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital über den Haufen geworfen und die ökonomische Rechtfertigung der surplus value vernichtet. Das Resultat des Prozesses ist in der Tat, daß der fonds, woraus der Kapitalist den Lohnarbeiter zahlt, in der Tat nichts als dessen eignes Produkt ist und daß so faktisch Kapitalist und Arbeiter sich zu aliquoten Teilen in das Produkt teilen. Aber dies faktische Resultat hat mit der Transaktion zwischen Kapital und Lohn (worauf die ökonomische Berechtigung, die aus den Gesetzen des Warenaustauschs selbst hervorgehende Berechtigung des Surplus beruht) absolut nichts zu schaffen. Was der Kapitalist kauft, ist die temporäre Verfügung über das Arbeitsvermögen; er zahlt sie erst, sobald dies Arbeitsvermögen gewirkt, sich in Produkt vergegenständlicht hat. Wie überall, wo das Geld als Zahlungsmittel wirkt, gehn hier Kauf und Verkauf der realen Entäußerung des Gelds von seiten des Käufers voraus. Aber die Arbeit gehört dem Kapitalisten nach jener Transaktion, die vorbei ist, ehe der wirkliche Produktionsprozeß beginnt. Die Ware, die als Produkt aus diesem Prozeß herauskömmt, gehört ihm ganz. Er hat sie produziert mit ihm gehörigen Produktionsmitteln und von ihm gekaufter, wenn auch noch nicht bezahlter –, also ihm gehöriger Arbeit. Es ist dasselbe, als hätte er gar keine fremde Arbeit zu ihrer Produktion konsumiert.
Der Gewinn, den der Kapitalist macht, der Surpluswert, den er realisiert, stammt eben daher, daß der Arbeiter ihm nicht in Ware realisierte Arbeit, sondern sein Arbeitsvermögen selbst als Ware verkaufte. Wäre er ihm in der ersten Form als Warenbesitzer gegenübergetreten, so hätte der Kapitalist keinen Gewinn machen, keinen Surpluswert realisieren können, da nach dem Gesetz der Werte sich Äquivalente austauschen, gleiche Quantität Arbeit gegen gleiche Quantität Arbeit. Das Surplus des Kapitalisten stammt eben daher, daß er nicht Ware von dem Arbeiter, sondern sein Arbeitsvermögen selbst kauft und dies geringren Wert hat als das Produkt dieses Arbeitsvermögens oder, was dasselbe ist, sich in mehr vergegenständlichter Arbeit realisiert, als in ihm selbst realisiert ist. Aber nun, um den Profit zu rechtfertigen, wird seine Quelle selbst verschüttet und die ganze Transaktion aufgegeben, aus der er entspringt. Weil in fact – sobald der Prozeß ein kontinuierlicher ist – der Kapitalist den Arbeiter nur aus seinem eignen Produkt zahlt, der Arbeiter nur mit einem Teil seines eignen Produkts bezahlt wird, die avance14 also bloßer Schein ist, – heißt es nun: Der Arbeiter hat seinen Anteil am Produkt dem Kapitalisten verkauft, bevor es in Geld verwandelt war. (Vielleicht bevor es fähig war, in Geld verwandelt zu werden, denn obgleich sich die Arbeit des Arbeiters in einem Produkt materialisiert hat, ist vielleicht nur noch ein Stück der vendible commodity15 realisiert, z. B. Stück eines Hauses.) So hört der Kapitalist auf, Eigentümer des Produkts zu sein, und damit wird der ganze Prozeß aufgehoben, wodurch er sich fremde Arbeit gratis angeeignet hat. Jetzt stehn sich also Warenbesitzer gegenüber. Der Kapitalist hat das Geld, und der Arbeiter verkauft ihm nicht sein Arbeitsvermögen, sondern Ware, nämlich den Teil des Produkts, worin seine eigne Arbeit realisiert ist.
Er [der Arbeiter] wird ihm nun sagen: „Von diesen 5 lbs. Twist z. B. stellen 3/5 capital constant vor. Die gehören dir. 2/5, also 2 lbs., stellen meine neuzugesetzte Arbeit vor. Du hast mir also 2 lbs. zu zahlen. Du zahlst mir also den Wert von 2 lbs.“ Und damit würde er nicht nur das Salair pocket16, sondern auch den Profit, kurz eine Summe Geld gleich dem Quantum der von ihm in Form von 2 lbs. neuzugesetzter, materialisierter Arbeit.
„Aber“, sagt der Kapitalist, „hab' ich nicht das capital constant vorgeschossen?“
„Well“, sagt der Arbeiter, „dafür ziehst du 3 lbs. ab und zahlst mir nur 2.“
„Aber“, insists the capitalist17, „du konntest deine Arbeit nicht materialisieren, nicht spinnen, ohne meine Baumwolle und meine Spindel18! Dafür mußt du extra zahlen.“
„Well“, sagt der Arbeiter, „die Baumwolle wäre verfault und die Spindel verrostet, hätte ich sie nicht zum Spinnen vernutzt. ||426| Die 3 lbs. Twist, die du abziehst, stellen zwar nur den Wert deiner Baumwolle und der Spindeln vor, die in den 5 lbs. Twist konsumiert, also enthalten sind. Aber meine Arbeit allein, indem sie diese Produktionsmittel als Produktionsmittel verbrauchte, hat den Wert von Baumwolle und Spindel erhalten. Für diese Wert erhaltende Kraft meiner Arbeit chargiere ich dir nichts, weil sie mir, außer dem Spinnen selbst, wofür ich die 2 lbs. habe, keine extra Arbeitszeit gekostet hat. Es ist dies eine Naturgabe meiner Arbeit, die mich nichts kostet, die aber den Wert des capital constant erhält. Sowenig ich dir dafür chargiere, sowenig hast du mir dafür zu chargieren, daß ich ohne Spindel und Wolle nicht hätte spinnen können. Ohne Spinnen wären aber deine Spindel und Wolle keinen Pfifferling wert.“
Der in die Enge getriebne Kapitalist: „Die 2 lbs. Twist sind in der Tat 2 sh. wert. Soviel Arbeitszeit von dir repräsentieren sie. Aber ich soll sie dir zahlen, eh ich sie verkauft habe? Vielleicht verkaufe ich sie gar nicht. Das ist Risiko Nr. I. Zweitens verkaufe ich sie vielleicht unter ihrem Preis. Das ist Risiko Nr. II. Und drittens, unter allen Umständen, kostet es noch Zeit, sie zu verkaufen. Soll ich für dich umsonst beide Risikos und den Zeitverlust into the bargain19 übernehmen? Umsonst ist der Tod.
„Wait a bit“20, antwortet der Arbeiter, „welches ist unser Verhältnis? Wir stehn uns als Warenbesitzer gegenüber, du als Käufer, wir als Verkäufer, denn du willst uns unsren Anteil am Produkt, die 2 lbs., abkaufen, und sie enthalten in der Tat nichts als unsre eigne vergegenständlichte Arbeitszeit. Nun behauptest du, wir müßten dir unsre Ware unter ihrem Wert verkaufen, so daß du als Resultat mehr Wert in Ware erhältst, als du jetzt in Geld besitzest. Der Wert unsrer Ware = 2 sh. Du willst nur einen sh. dafür geben, wodurch du – da 1 sh. soviel Arbeitszeit enthält als 1 lb. Twist – noch einmal soviel Wert eintauschtest, als du austauschst. Wir dagegen erhielten statt eines Äquivalents die Hälfte eines Äquivalents, statt eines Äquivalents für 2 lbs. nur ein Äquivalent für 1 lb. Twist. Und worauf stützt du diese Forderung, die dem Gesetz der Werte und des Austauschs der Waren im Verhältnis ihrer Werte widerspricht? Worauf? Daß du Käufer und wir Verkäufer sind, daß unser Wert in der Form des Twistes, der Ware, und dein Wert in der Form des Geldes besteht, derselbe Wert in der Form von Twist demselben Wert in der Form von Geld gegenübersteht. Aber bester Freund! Das ist ja ein bloßer Formwechsel, der die Darstellung des Wertes betrifft, aber die Wertgröße unverändert läßt. Oder bist du der kindischen Ansicht, daß jede Ware unter ihrem Preis verkauft werden muß, d. h. unter der Geldsumme, die ihren Wert darstellt, weil sie in der Form des Geldes einen größren Wert erhält? Aber nein, Bester, sie erhält keinen größren Wert; ihre Wertgröße ändert sich nicht, stellt sich nur als Tauschwert dar.
Bedenke sonst, Bester, welchen Unannehmlichkeiten du dich selbst aussetzt. Deine Behauptung kömmt nämlich darauf hinaus, daß der Verkäufer die Ware immer unter ihrem Wert dem Käufer verkaufen muß. Bei dir war es früher, als wir dir noch nicht unsre Ware, sondern unser Arbeitsvermögen selbst verkauften, allerdings der Fall. Du kauftest es zwar zu seinem Wert, aber du kauftest unsre Arbeit selbst unter dem Wert, worin sie sich darstellt. Doch lassen wir diese unangenehme Erinnerung fahren. Wir sind gottlob aus dieser Position heraus, seitdem wir dir – infolge deines eignen Entschlusses – nicht mehr unser Arbeitsvermögen als Ware, sondern die Ware selbst, die das Produkt unsrer Arbeit ist, zu verkaufen haben. Kommen wir zurück zu den Unannehmlichkeiten, denen du dich aussetzt. Das neu von dir aufgestellte Gesetz, daß der Verkäufer für die Verwandlung seiner Ware in Geld nicht mit seiner Ware, durch den Austausch seiner Ware gegen das Geld zahlt, sondern daß er dafür zahlt, daß er die Ware unter ihrem Preis verkauft – dies Gesetz, wonach der Käufer immer den Verkäufer prellt, übervorteilt, muß für jeden Käufer und Verkäufer im selben Maß gelten. Gesetzt, wir gehn auf deinen Vorschlag ein, aber unter der Bedingung, daß du dich selbst dem von dir neu kreierten Gesetz fügst, nämlich dem Gesetz, daß der Verkäufer einen Teil seiner Ware umsonst weggeben muß an den Käufer dafür, daß dieser sie ihm in Geld verwandelt. Du kaufst also unsre 2 lbs., die 2 sh. wert sind, zu 1 sh. und profitierst so 1 sh. oder 100 p.c. Aber nun befinden sich in deiner Hand 5 lbs. Twist zum Wert von 5 sh., nun, nachdem du uns die uns gehörigen 2 lbs. abgekauft hast. Nun denkst du einen guten Schnitt zu machen. Die 5 lbs. kosten dir nur 4 sh., und du willst sie zu 5 sh. verkaufen. ‚Halt!‘ sagt dein Käufer. ‚Deine 5 lbs. Twist sind Ware, du bist Verkäufer. Ich besitze denselben Wert in Geld, ich bin Käufer. Also, nach dem von dir anerkannten Gesetze muß ich 100 p.c. an dir profitieren. Du mußt mir also die 5 lbs. Twist 50 p.c. unter ihrem Wert verkaufen, zu 21/2 sh. Ich gebe dir dann 21/2 sh. und erhalte dafür Ware zum Wert von 5 sh. und profitiere so 100 p.c. an dir, denn was dem einen recht ist, ist dem andern billig.‘
Du siehst also, bester Freund, wozu dein neues Gesetz führt; du hättest bloß dich selbst geprellt, da du zwar einen Augenblick Käufer, aber nachher wieder Verkäufer bist. Im gegebnen Fall würdest du als Verkäufer mehr verlieren, denn du als Käufer gewonnen hast. Und besinne dich doch recht! Ehe die 2 lbs. Twist da waren, die du uns jetzt abkaufen willst, hast du nicht vorher andre Käufe gemacht, ohne die die 5 lbs. Twist überhaupt ||426a| nicht zustande gekommen wären? Hast du nicht vorher Baumwolle und Spindel gekauft, die jetzt in 3 lbs. Twist repräsentiert sind? Damals traten dir der cotton jobber21 in Liverpool und der throstle fabricant22 in Oldham als Verkäufer gegenüber, du ihnen als Käufer; sie repräsentierten Ware, du Geld – ganz dasselbe Verhältnis, worin wir augenblicklich die Ehre oder den Verdruß haben, einander gegenüberzustehn. Hätten dich der sharp cotton jobber23 und dein jovialer compère24 von Oldham nicht ausgelacht, wenn du die Forderung gestellt, sie sollten dir einen Teil Baumwolle und Spindel umsonst ablassen oder, was dasselbe, dir diese Waren unter ihrem Preis (und ihrem Wert) verkaufen, weil du ihnen Ware in Geld, sie dir aber Geld in Ware verwandelten, weil sie Verkäufer, du Käufer? Sie riskierten nichts, denn sie bekämen das bare Geld, den Tauschwert in reiner, selbständiger Form. Dagegen du, welches Risiko! Erst aus Spindel und Baumwolle Twist machen, alle Risikos des Produktionsprozesses durchlaufen und dann schließlich das Risiko, den Twist wieder zu verkaufen, ihn in Geld zurückzuverwandeln! Das Risiko, ob er zu seinem Wert, über oder unter seinem Wert sich verkaufen werde? Das Risiko, ihn gar nicht zu verkaufen, ihn gar nicht in Geld zurückzuverwandeln; and as to its quality as Twist, you didn't care a straw for it. You did not eat Twist, nor drink it, not have any use whatever for it except selling it!25 Und jedenfalls der Zeitverlust, den Twist wieder in Geld zu verwandeln, also implicit26 Spindel und Wolle in Geld zu verwandeln! Old boy27, würden dir deine compères antworten, ‚don't make a fool of yourselves. Don't talk nonsense. What the devil do we care what you propose turning our cotton and our spindles to? What use you destine them for! Burn them, hang them, if you like, throw them to the dogs, but pay them! The idea! We are to make you a present of our goods because you have set up as a cotton spinner, and seem not to feel quite at your ease in that line of business, and magnify yourself its risks and perilous chances! Give up cottonspinning, or don't come into the market with such preposterous ideas!28“
Auf diese Apostrophe der Arbeiter erwidert der Kapitalist vornehm lächelnd: „Man sieht, daß ihr Leute es habt läuten hören, aber nicht wißt, wo die Glocke hängt. Ihr sprecht von Dingen, die ihr nicht versteht. Glaubt ihr, ich habe dem Liverpooler ruffian29 und dem Oldham chap30 bares Geld gezahlt? The devil I did.31 In Wechseln habe ich sie gezahlt und das cotton des Liverpooler ruffian was in point of fact spun and sold before his bill fell due32. Mit euch ist das was ganz andres. Ihr wollt bares Geld haben.“
„Very well“, sagen die Arbeiter, „und was taten der Liverpool ruffian und der Oldham chap with your bills?33“
"What they were doing therewith", says the capitalist. "Stupid question! They lodged them with their bankers and got them there discounted."34
"Wieviel zahlten sie dem banker?"
"Let me see! Money is now very cheap. In think they paid something like 3 p. c. discount; that is to say not 3 p. c. on the sum, but they paid so much on the sum for the time the bill was running as would have come up to 3 p. c. on the whole matter if the bill had run for a whole year."
"Still better", say the working men. "Pay us two sh., the value of our commodity - or say 12 sh. as we have dealt to-day per day, but we will deal per week. But take away from that sum 3 p. c. per annum for fourteen days."
"But this bill is too small", says the capitalist, "to be discounted by any banker."
"Well", reply the working men, "we are 100 men. Thus you have to pay to us 1200 sh. Give us a bill for them. This makes 60 l. and is not too small a sum to be discounted; but besides, as you discount it yourself the sum must not be too small for you, since it is the identical sum whence you pretend to derive your profit upon us.34"
"Der Abzug wäre nicht nennenswert. Und da wir so den größten Teil unsres Produkts ganz erhalten, wären wir bald so weit, daß wir deines Diskonts nicht mehr bedürften. Wir werden dir natürlich nicht mehr Kredit geben, als der stock jobber35 dir gibt, für vierzehn Tage."
Wird der Arbeitslohn (mit gänzlicher Umstülpung des Verhältnisses) aus dem Diskont auf den ihnen [den Arbeitern] gehörigen Wertteil des Gesamtprodukts hergeleitet - daraus, daß der Kapitalist ihnen diesen Teil voraus in Geld zahlt -, so müßte er ihnen sehr kurze Wechsel geben, wie er sie zum Beispiel selbst zahlt dem cotton jobber etc. Der Arbeiter erhielte den größten Teil seines Produkts, und der Kapitalist hätte bald aufgehört, Kapitalist zu sein. Aus dem Eigentümer des Produkts wäre er den Arbeitern gegenüber nur zum Bankier geworden.
Übrigens, wie der Kapitalist das Risiko hat, die Ware unter ihrem ||427| Wert zu verkaufen, hat er ebenso die Chance, sie über ihrem Wert zu verkaufen. Ist das Produkt unverkaufbar, so wird der Arbeiter auf die Straße geworfen. Fällt es für längre Zeit unter den Marktpreis, so wird sein Arbeitslohn unter den Durchschnitt herabgesetzt und short time36 gearbeitet. Er hat also das größte Risiko.
Drittens: Es fällt niemand ein, daß der Pächter, weil er die Rente in Geld zu zahlen hat, oder der industrielle Kapitalist, weil er den Zins in Geld zu zahlen hat – also, um sie zu zahlen, sein Produkt vorher in Geld verwandelt haben muß – deswegen einen Teil seiner Rente oder seines Zinses abziehn kann.}
In dem Teil des Kapitals, der zwischen capitaliste industriel und Arbeiter zirkuliert (also dem Teil des zirkulierenden Kapitals, der gleich dem variablen Kapital), findet auch eine Rückströmung des Geldes statt zu seinem Ausgangspunkt. Der Kapitalist zahlt dem Arbeiter den Arbeitslohn in Geld; der Arbeiter kauft damit Ware vom Kapitalisten, und so strömt das Geld zurück zum Kapitalisten. (In der Praxis zum Bankier des Kapitalisten. Aber in der Tat vertreten die bankers das Gesamtkapital den einzelnen Kapitalisten gegenüber, das Gesamtkapital, soweit es als Geld sich darstellt.) Diese Rückströmung drückt an sich keine Reproduktion aus. Der Kapitalist kauft mit Geld Arbeit vom Arbeiter, der Arbeiter kauft mit demselben Geld Ware vom Kapitalisten. Dasselbe Geld erscheint zuerst als Kaufmittel der Arbeit, später als Kaufmittel der Ware. Daß es zum Kapitalisten zurückströmt, [kommt] daher, daß er zuerst als Käufer und dann wieder, gegenüber denselben parties37, als Verkäufer erscheint. Als Käufer entfernt es sich von ihm, als Verkäufer kehrt es zu ihm zurück. Der Arbeiter dagegen erscheint zuerst als Verkäufer und dann als Käufer, also erst erhält er das Geld, und dann gibt er es aus, während der Kapitalist ihm gegenüber es erst ausgibt und dann einnimmt.
Bei dem Kapitalisten findet hier die Bewegung G – W – G statt. Er kauft mit Geld Ware (Arbeitsvermögen); mit dem Produkt dieses Arbeitsvermögens (Ware) kauft er Geld, oder er verkauft dies Produkt wieder an seinen ehemaligen Verkäufer38, den Arbeiter. Der Arbeiter dagegen stellt die Zirkulation W–G–W vor. Er verkauft seine Ware (Arbeitsvermögen), und mit dem Geld, wofür er sie verkauft39 hat, kauft er einen Teil seines eignen Produkts (Ware) wieder zurück. Man könnte zwar sagen: Der Arbeiter verkauft Ware (Arbeitsvermögen) für Geld, gibt dies Geld in Ware aus und verkauft sein Arbeitsvermögen dann wieder, so daß er ebenfalls G–W–G vorstellt; und man ebensogut –, da das Geld beständig zwischen ihm und dem Kapitalisten fluktuiert, je nachdem man sich auf die Seite des einen oder des andren stellt, – sagen könnte: er sowohl wie der Kapitalist stelle die Bewegung G–W–G vor. Indes ist der Kapitalist der Käufer. Die Erneuerung des Prozesses geht von ihm, nicht von dem Arbeiter aus, während der Rückströmen des Geldes notwendig, da der Arbeiter Lebensmittel kaufen muß. Es zeigt sich darin, wie in allen Bewegungen, wo G–W–G die Form der Zirkulation auf der einen Seite und W–G–W die Form auf derandren ist, daß der Zweck des Austauschprozesses auf der einen Seite Tauschwert, Geld, und daher seine Vermehrung, auf der andren Seite Gebrauchswert, Konsumtion ist. Dies findet auch bei dem Rückströmen des Geldes im erstgedachten Fall statt, wo G–W–G auf Seite des Pächters ist, W–G–W auf Seite des landlords, in Anbetracht, daß das G, womit er vom Pächter kauft, die Geldform der Grundrente, also schon das Resultat von W–G, die verwandelte Form des dem landlord au fond40 in natura gehörigen Teils des Produkts ist.
Dies G–W–G, wo es zwischen Arbeiter und Kapitalist bloßer Ausdruck des Rückströmens des Geldes für das von ihm in Arbeitslohn ausgelegte Geld ist, drückt an und für sich keinen Reproduktionsprozeß aus, sondern nur, daß der Käufer denselben parties gegenüber wieder Verkäufer wird. Auch drückt es nicht das Geld als Kapital aus, so nämlich, daß [wie bei] G–W–G' das zweite G' eine größere Geldsumme wäre als das erste G, also G sich verwertenden Wert (Kapital) darstellte. Vielmehr ist es bloß Ausdruck der formellen Rückströmung derselben Geldsumme (oft noch weniger) zu ihrem Ausgangspunkt. (Unter Kapitalist ist hier die Kapitalistenklasse, of course41, zu verstehen.) Es war also falsch von mir, im ersten Teil zu sagen, daß die Form G–W–G durchaus = G–W–G' sein müsse. Sie kann die bloße Form der Rückströmung des Geldes ausdrücken, wie ich dort selbst schon angedeutet, indem ich das Zirkellaufen des Geldes zum selben Ausgangspunkt daraus erklärt, daß der Käufer wieder Verkäufer wird.
Es ist nicht durch diese Rückströmung, daß der Kapitalist sich bereichert. Er hat z. B. 10 sh. für Arbeitslohn gezahlt. Für diese 10 sh. kauft der Arbeiter Ware von ihm. Er hat dem Arbeiter Ware für 10 sh. für sein Arbeitsvermögen gegeben. Hätte er ihm Lebensmittel zum Preis von 10 sh. in natura gegeben, so fände gar keine Geldzirkulation, also auch keine Rückströmung des Gelds statt. Dies Phänomen der Rückströmung hat also nichts mit der Bereicherung des Kapitalisten zu tun, die nur daraus hervorgeht, daß im Produktionsprozeß selbst der Kapitalist mehr Arbeit aneignet, als er in Salair ausgegeben hat, und daß daher sein Produkt größer als die Produktionskosten seines Produkts, während das Geld, was er dem Arbeiter zahlt, in keinem Fall weniger42 sein kann als das Geld, womit der Arbeiter Ware von ihm kauft. Diese formelle Rückströmung hat hier sowenig mit der Bereicherung zu tun, drückt also sowenig G als Kapital aus, wie in dem Rückströmen des in Rente, Zins und Steuer ausgelegten Geldes zu dem Zahler der Grundrente43, Zinses, Steuer eine Vermehrung oder Ersetzung des Werts enthalten ist.
G – W – G, soweit es das formelle Rückströmen des Geldes zum Kapitalisten darstellt, drückt nur aus, daß seine in Geld ausgestellte Anweisung in seiner eignen Ware realisiert worden ist.
Als Beispiele der falschen Auslegung dieser Geldströmung – dieses Rücklaufs des Geldes zu seinem Ausgangspunkt – sieh oben Destutt de Tracy44. Als zweites Beispiel, mit besondrer Anwendung auf die Geldzirkulation zwischen Arbeiter und Kapitalist, hier nachher Bray zu zitieren. Endlich in bezug auf den geldausleihenden Kapitalisten Proudhon45.
Diese Form der Rückströmung G – W – G überall, wo der Käufer wieder Verkäufer, also bei dem ganzen Handelskapital, wo alle Kaufleute gegeneinander kaufen, um zu verkaufen, und verkaufen, um zu kaufen. Es ist möglich, daß der Käufer – G – die Ware, Reis z.B., nicht teurer verkaufen kann, als er sie gekauft hat; er muß sie vielleicht unter ihrem Preis verkaufen. So fände hier nur einfaches Rücklaufen des Gelds statt, weil der Kauf in Verkauf umschlägt, ohne daß das G sich als verwertender Wert, [als] Kapital bewährt hätte.
Ebenso z.B. in dem Austausch von konstantem Kapital. Der Maschinist kauft Eisen vom Eisenproduzent und verkauft Maschine an ihn. In diesem Falle fließt das Geld zurück. Es wurde ausgegeben als Kaufmittel von Eisen. Es dient dann dem Eisenmann als Kaufmittel für Maschine und fließt so