[Ergänzung zum Kapitel über die Physiokraten]

[a) Ergänzende Bemerkung über das Tableau Économique]

||XXIII-1433|

Productives Propriétaires Stériles
2 milliards 2 milliards 1 milliard
1 milliard
1 milliard 1 milliard
1 milliard 1 milliard
Dépenses annuelles1
2 milliards
Total 5 milliards Total 2 milliards

Dies die einfachste Form des Tableau Économique.

1. Geldzirkulation (vorausgesetzt, es werde nur jährlich gezahlt). Die Geldzirkulation geht aus von der spending class2, den propriétaires, die keine Waren zu verkaufen haben, kaufen, ohne zu verkaufen.

Sie kaufen für 1 milliard von den Produktiven, denen sie3 die milliard Geld für Zahlung der Rente zurückschicken. (Damit zugleich über 1/5 des agricultural produce verfügt.) Sie kaufen für 1 milliard von den stériles, denen also 1 milliard Geld zufließt. (Damit über 1/2 des Manufakturprodukts verfügt.) Die stériles kaufen mit der 1 milliard Lebensmittel von den Produktiven, denen damit wieder 1 milliard in Geld zurückfließt. (Damit über ein zweites 1/5 des agricultural produce verfügt.) Die productives kaufen mit derselben milliard Geld für 1 milliard Manufakturprodukte, womit sie die Hälfte ihrer avances ersetzen. (Damit über das zweite 1/2 des manufacturing produce verfügt.) Die stériles kaufen ||1434|| mit derselben milliard Geld Rohstoffe. (Damit über 1 andres 1/5 des Agrikulturprodukts verfügt.) Die [2] Milliarden Geld so zurückgeströmt zu den productives.

Es bleiben so 2/5 für agricultural produce. 1/5 in natura verzehrt, aber das zweite 1/5, worin akkumuliert? Das ist später vorzuführen.

2. Selbst von Quesnays Standpunkt aus, wonach in der Tat die ganze Klasse der stériles nur Lohnarbeiter sind, sieht man aus dem Tableau schon die Falschheit der Voraussetzungen.

Bei den productives sind die avances primitives (capital fixe)4 vorausgesetzt als 5mal der Betrag der avances annuelles5. Bei den stériles wird dieses Item gar nicht erwähnt, was es natürlich nicht daran verhindert, zu existieren.

Ferner falsch, daß die Reproduktion = 5 milliards. Sie ist nach dem Tableau selbst = 7 milliards; 5 auf seiten der productives und 2 auf seiten der stériles.

[b) Rückfall der Physiokraten in das Merkantilsystem.
Forderung nach freier Konkurrenz]

Das Produkt der stériles = 2 milliards. Dies Produkt zusammengesetzt aus 1 milliard Rohstoffen (die also teils in das Produkt eingehn, teils den déchet6 der in den Wert des Produkts eingegangenen Maschinerie ersetzen) und 1 milliard Lebensmittel, die in ihrer Bearbeitung verzehrt worden sind.

Dieses ganze Produkt verkaufen sie an propriétaires und productives7, um erstens den avance (in Rohstoffen) zu ersetzen, zweitens Agrikulturlebensmittel zu erhalten. Es bleibt also kein Deut der Manufakturprodukte für ihren eignen Konsum, und noch weniger Zins oder Profit. Das sieht zwar Budeau (oder [Le] Trosne) ein und erklärt die Sache, daß die stériles ihr Produkt über seinem Wert verkaufen, also was sie zu 2 milliards verkaufen = 2 milliards minus x ist. Der Profit und sogar ihr Konsum an notwendigen Lebensmitteln in Manufakturwaren wird also nur durch Erhöhung des Preises der Waren über ihren Wert erklärt. Und hier fallen die Physiokraten also notwendig in das Merkantilsystem zurück, den profit upon alienation8.

Daher so sehr nötig die freie Konkurrenz unter den manufacturers, damit sie die productives, die agriculturists, nicht zu sehr übers Ohr hauen.

Andererseits diese freie Konkurrenz nötig, damit das agricultural produce zu „bon prix9 verkauft wird, d.h. durch Verkauf ins Ausland über seinen native price10 steigt, da ein Land vorausgesetzt, which exports wheat etc.11

[c) Quesnay: Keine wirkliche Vermehrung des Wertes beim Austausch]

„Jeder Kauf ist Verkauf, und jeder Verkauf ist Kauf.“ (Quesnay.Dialogues sur le commerce et sur les travaux des artisans etc.“ éd. Daire, p. 170.) „Kaufen heißt Verkauf und verkaufen heißt Kauf.“ (Quesnay bei Dupont de NemoursOrigine etc.“ 1767, p. 392).

Der Preis geht immer den Käufern und Verkäufern voraus. Wenn die Konkurrenz der Verkäufer und Käufer keine Veränderung herbeiführt, besteht er, so wie er ist, aus anderen, vom Handel unabhängigen Gründen.“ (p. 148).

„Es ist immer anzunehmen, daß er“ (échange12) „für alle beide“ (contractants13) „gewinnbringend ist; denn sie verschaffen sich gegenseitig den Genuß von Reichtümern, die sie nur durch den Austausch erlangen können. Aber stets handelt es sich nur um den Austausch von Reichtümern, die einen bestimmten Wert haben, gegen andere Reichtümer von gleichem Wert, und folglich nicht um wirkliche Vermehrung von Reichtümern“ (sollte heißen: point d’augmentation réelle de valeur14). (l. c. p. 197.).

Avances und Kapital ausdrücklich als identisch. Akkumulation der Kapitalien als Hauptbedingung.

Die Vermehrung der Kapitalien ist also das Hauptmittel, die Arbeit zu vermehren, und der größte Nutzen der Gesellschaft“ usw. (Quesnay bei Dupont de Nemours, l.c. p. 391.)} ||XXIII-1434||