[VIERZEHNTES KAPITEL]
A. Smiths Renttheorie

[1. Widersprüche in der Problemstellung]

[619] Wir gehn hier nicht ein auf S[mith]s interessante Darstellung, wie die Rente des hauptvegetativen Lebensmittels alle andren strictly agricultural rents1 (Viehzucht, Holz, Handelspflanzen) beherrscht, weil die Produktionsweisen wechselseitig ineinander verwandelbar. Er nimmt den Reis aus, wo er die principal vegetable means of subsistence2, weil die Reismarschen nicht convertible in Grasland, Weizenland etc. und vice versa.

Smith bestimmt die Rente richtig als „prix payé pour l'usage de la terre"3 („Recherches sur la nature et les causes de la richesse des nations…", Paris 1802], t. I, p. 299), wo unter terre jede Naturkraft als solche zu verstehn, also auch Wasser etc.

Gegen Rod[bertus]' sonderbare Vorstellung zählt Smith gleich im Eingang die Items des agricultural capitals auf:

„Das Kapital, das das Saatgut" (Rohstoff) „verschafft, Arbeit bezahlt sowie Vieh und andere landwirtschaftliche Geräte kauft bzw. unterhält." (l.c.)

Was ist nun dieser prix payé pour l'usage de la terre?

„Was vom Produkt oder dessen Preis über diesen Anteil hinausgeht" {qui paie le capital avancé4 „und die üblichen Profite"}, „versucht der Grundeigentümer natürlich, sich als Rente seines Bodens selbst anzueignen." (l.c. p.300.)

„Dieser Teil kann als natürliche Grundrente betrachtet werden." (p.300.)

Smith weist ab, die Rente mit dem Zins des im Boden angelegten Kapitals zu verwechseln.

„Der Grundeigentümer verlangt sogar für unkultivierten Boden Rente" (p. 300, 301),

und selbst diese zweite Form der Rente5, setzt er hinzu, hat das Eigentümliche, daß der Zins von Ameliorationskapital der Zins von einem Kapital ist, das nicht der propriétaire6, sondern der farmer angelegt hat.

„Er" (le propriétaire) „verlangt zuweilen Rente für etwas, dessen Verbesserung durch den Menschen völlig ausgeschlossen ist." (p. 301.)

Bei Smith sehr betont, daß es die propriété7 ist, der propriétaire, der als propriétaireexige la rente"8. Als solch bloßer Ausfluß der propriété ist die Rente Monopolpreis, was vollständig richtig, da es nur durch die Intervention der propriété ist, daß das Produkt mehr als den Kostenpreis zahlt, sich zu seinem Wert verkauft.

„Die Grundrente, aufgefaßt als Preis, der für die Benutzung von Grund und Boden gezahlt wird, ist natürlicherweise ein Monopolpreis." (p. 302.)

Es ist in der Tat ein Preis, der nur durch das Monopol der propriété erzwungen wird und darin als Monopolpreis sich vom prix der industrial products unterscheidet.

Der Kostenpreis vom Standpunkt des Kapitals aus – und das Kapital beherrscht die Produktion – erheischt nur, daß das Produkt außer den Avancen, den average profit9 zahlt. In diesem Fall kann das Produkt, sei es produit de la terre10 oder andres, „être portée au marché"11.

„Beträgt der gewöhnliche Preis mehr als das, so geht der überschießende Teil natürlicherweise in die Grundrente ein. Falls er nicht mehr beträgt, so kann die Ware, wenngleich sie auf den Markt gebracht werden kann, dem Grundbesitz keine Rente abwerfen. Ob der Preis höher oder nicht höher ist, hängt von der Nachfrage ab." (t. I, p. 302, 303.)

Die Frage ist, warum geht die Rente anders in den Preis ein als Salair und Profit? Smith hatte ursprünglich richtig die valeur12 aufgelöst in salaires, profits und rentes (abgesehn von dem konstanten Kapital). Aber er verfällt sofort auf den umgekehrten Weg, valeur et prix naturel (durch die Konkurrenz bestimmten Durchschnittspreis oder Kostenpreis der Waren) zu identifizieren und letztern zu komponieren aus salaire, profit und rente.

„Diese drei Teile scheinen entweder unmittelbar oder in letzter Instanz den gesamten Preis auszumachen." (t. I, l. I, ch. VI, p. 101.)

„Auch in den am weitesten fortgeschrittenen Gesellschaften gibt es immer einige Waren, deren Preis sich nur in zwei Teile aufspaltet, nämlich in die Arbeitslöhne und die Kapitalprofite, und eine noch kleinere Zahl, deren Preis ganz und gar aus Arbeitslöhnen besteht. Beispielsweise zahlt ein Teil vom Preis der Seefische die Arbeit der Fischer und der andere die Profite des im Fischfang angelegten Kapitals. Die Rente macht nur sehr selten einen Teil ||620|| davon aus… In einigen Teilen von Schottland machen arme Leute es sich zum Geschäft, die bunten Steinchen entlang der Küste zu sammeln, die unter dem Namen schottische Kiesel bekannt sind. Der Preis, den ihnen die Steinschneider dafür zahlen, besteht nur aus ihrem Arbeitslohn, da weder Bodenrente noch Profit irgendeinen Teil davon ausmachen. Aber der Gesamtpreis einer Ware muß letzten Endes doch in einen oder den anderen oder in alle diese drei Teile zerfallen." (t. I, l. I, ch. VI, p. 103, 104.)

In diesen Stellen ist das résoudre de la valeur en salaires13 etc. und die composition du prix par le salaire14 etc. durcheinandergewürfelt (überhaupt noch in diesem ch. VI, handelnd „des parties constituantes du prix des marchandises"15). (Erst ch. VII handelt von prix naturel und prix de marché.)

l. I, ch. I, II, III handeln von „division du travail"16, ch. IV vom monnaie17. In diesen wie in den folgenden wird beiläufig der Wert bestimmt. Ch. V handelt vom prix réel und prix nominal des marchandises, von der Verwandlung von Wert in Preis; ch. VIDes parties constituantes du prix des marchandises"; ch. VII vom prix naturel und prix de marché. Dann ch. VIII von salaires, ch. IX von profit des capitaux; ch. X von den salaires und profits dans les divers emplois du travail et des capitaux18; endlich ch. XI von der rente de la terre19.

Worauf wir aber hier zunächst aufmerksam machen wollen: Nach den eben angeführten Sätzen gibt es Waren, deren Preis bloß aus Salair besteht, wie andre, deren Preis bloß aus Salair und Profit besteht, und dritte endlich, deren Preis aus Salair, Profit und Rente besteht. Daher

muß der Gesamtpreis einer Ware … doch in einen oder den anderen oder in alle diese drei Teile zerfallen."

Hiernach wäre also kein Grund vorhanden zu sagen, daß die Rente in einer andren Weise in den prix eingeht als Profit und Salair20, sondern daß Rente und Profit anders eingehn als Salair, da dies immer eingeht, jene nicht immer. Woher also der Unterschied?

Ferner hätte Smith untersuchen müssen, ob es möglich, daß die wenigen Waren, worin nur Salair eingeht, zu ihrem Wert verkauft werden, oder ob jene pauvres gens21, die die cailloux d'Écosse22 sammeln, nicht vielmehr die Lohnarbeiter der lapidaires23 sind, die ihnen für die Ware nur das gewöhnliche Salair zahlen, ihnen also für einen ganzen ihnen scheinbar gehörigen Arbeitstag nur soviel zahlen, als der Arbeiter in den andren trades24 erhält, wo ein Teil seines Arbeitstags den Profit bildet, nicht ihm, sondern dem Kapitalisten gehört. Smith hätte dies entweder bejahen müssen oder anderseits behaupten, in diesem Fall erscheine nur der Profit nicht distinguiert vom Salair. Er sagt selbst:

„Wenn diese drei verschiedenen Arten von Einkommen verschiednen Personen zufallen, sind sie leicht zu unterscheiden; fallen sie aber derselben Person zu, so werden sie, wenigstens in der alltäglichen Sprache, häufig durcheinandergeworfen.“ (t. I, l. I, ch. VI, p. 106.)

Indessen kommt die Sache in der Form bei ihm heraus:
Wendet ein unabhängiger Arbeiter (wie jene pauvres gens en Écosse25) bloß Arbeit an (ohne daß er dazu Kapital braucht), überhaupt nur seine Arbeit und die Elemente, so löst sich der Preis bloß in Salair auf. Wendet er auch ein kleines Kapital an, so macht er Salair und Profit in einer Person. Wenn er endlich seine Arbeit, sein Kapital und sein Grundeigentum anwendet, so vereinigt er in sich die caractères de propriétaire, de fermier et d'ouvrier26.

{Der ganze Blödsinn Smiths kommt heraus in einer der Schlußphrasen von ch. VI, l. I:

„In einem zivilisierten Land gibt es nur wenige Waren, deren Tauschwert allein von der Arbeit abstammt“ (hier travail et salaire identifiziert). „Da Rente und Profit zu den allermeisten Waren sehr viel beisteuern, wird das Jahresprodukt der Arbeit eines solchen Landes“ {hier also doch die marchandises gleich produit du travail, obgleich toute la valeur de ce produit ne procède du travail seulement27} „immer ausreichen, ein beträchtlich größeres Arbeitsquantum zu kaufen oder zu kommandieren, als zur Hervorbringung und Herstellung dieses Produkts sowie zu seiner Beförderung zum Markt beschäftigt wurde.“ (l.c. p.108, 109.)

Das produit du travail nicht gleich der valeur de ce produit28. Vielmehr (kann man verstehn) diese valeur surchargée par l'addition du profit et de la rente29. Daher kann das produit du travail mehr Arbeit kommandieren, kaufen, d. h. größren Wert in Arbeit zahlen, als Arbeit in ihm enthalten ist. Der Satz wäre richtig, wenn er so hieße:

||621|| Smith sagt:

„In einem zivilisierten Land gibt es nur wenige Waren, deren Tauschwert allein von der Arbeit abstammt. Da Rente und Profit zu den allermeisten Waren sehr viel beisteuern, wird das Jahresprodukt der Arbeit eines solchen Landes immer ausreichen, ein beträchtlich größeres Arbeitsquantum zu kaufen oder zu kommandieren, als zur Hervorbringung und Herstellung dieses Produkts sowie zu seiner Beförderung zum Markt beschäftigt wurde.

Sollte heißen nach ihm selbst:

„Comme dans un pays civilisé il n'y a que très-peu de marchandises dont toute la valeur échangeable se résout en salaires seulement, et que, dans la très-majeure partie d'entr'elles, une forte portion de cette valeur se résout en rente et profits, il en résulte que le produit annuel du travail de ce pays suffira toujours pour acheter et commander une quantité de travail beaucoup plus grande que celle qu'il a fallu payer“ (also auch employer) „pour faire croître ce produit, le préparer et l'amener au marché.“30

(Smith kommt hier wieder zu seiner zweiten Vorstellung vom Wert zurück, von dem es im selben Kapitel heißt:

„Es ist zu beachten, daß der reale Wert all der verschiedenen Bestandteile des Preises durch die Arbeitsmenge gemessen wird, die jeder einzelne davon kaufen oder kommandieren kann. Arbeit“ (in diesem Sinn) „ist nicht nur das Maß für den Teil des Preises, der sich in Arbeit auflöst“, soll heißen: in Arbeitslöhnen, „sondern auch für denjenigen, der sich in Rente und Profit auflöst." (t. I, l. I, ch.VI, p.100.)

(In dem Abschnitt VI herrscht noch vor das résoudre de la valeur en salaires, profits et rentes31. Erst im ch.VII über den prix naturel und prix de marché gewinnt die Vorstellung der composition du prix par ces éléments constitutifs32 die Oberhand.)

Also: Die valeur échangeable des produit annuel du travail33 besteht nicht nur aus Salair der travail, die angewandt, um dies Produkt hervorzubringen, sondern auch aus Profit und Rente. Kommandiert oder gekauft aber ist jene Arbeit bloß mit dem Teil des Werts, der sich in salaire auflöst. Es ist also möglich, eine viel größere Masse Arbeit in Bewegung zu setzen, wenn nämlich ein Teil von Profit und Rente zum Kommandieren oder Kaufen von Arbeit verwandt wird, d.h. in Salair verwandelt wird. Es kömmt also darauf hinaus: la valeur échangeable du produit annuel du travail se résout en travail payé (salaires) et travail non payé (profit et rente)34. Verwandelt man also einen Teil des Teils der valeur, qui se résout en travail non payé35, in Salair, so kann man acheter une plus grande quantité de travail36, als wenn man bloß den aus Salair bestehenden Teil dieser valeur zum Neukauf von Arbeit bestimmt.}

Also zurück.

„Ein selbständiger Manufakturist, der genug Kapital besitzt, um Material zu kaufen und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, bis er seine Produkte auf den Markt bringen kann, wird sowohl den Lohn eines bei einem Meister arbeitenden Gesellen als auch den Profit, den dieser Meister durch den Verkauf der durch seinen Gesellen hergestellten Produkte erzielt, selbst einstecken. Jedoch sein Gesamtverdienst wird gewöhnlich Profit genannt, und auch in diesem Falle wird der Lohn mit dem Profit zusammengeworfen. Ein seinen eigenen Garten selbst bearbeitender Gärtner vereinigt in seiner Person die drei unterschiedlichen Wesenszüge des Grundherrn, des Pächters und des Arbeiters. Sein Produkt verschafft ihm daher die Rente des ersteren, den Profit des zweiten und den Lohn des dritten. Aber das Ganze wird im allgemeinen als Vergütung seiner Arbeit betrachtet. Sowohl Rente als auch Profit werden in diesem Fall mit dem Lohn in einen Topf geworfen." (t. I, l. I, ch. VI, p. 108.)

Hier in der Tat Konfusion. Ist das tout37 nicht „le fruit de son travail"38? Und ist es nicht umgekehrt die Übertragung der Verhältnisse der kapitalistischen Produktion – worin mit der Trennung der Arbeit von ihren objektiven Bedingungen, der ouvrier, capitaliste und propriétaire39 sich als trois différents caractères40 gegenübertreten – auf diesen jardinier41, daß der fruit de son travail or rather the value of that produce is regarded, part of it as wages, in payment of his labour, part of it as profit, on account of the capital employed, and part of it as rent, as the portion falling due to the land or rather the proprietor of the land42? Innerhalb der kapitalistischen Produktion ganz richtig für die Arbeitsverhältnisse, worin diese Elemente nicht getrennt sind (faktisch nicht), sie als getrennt vorauszusetzen, so diesen jardinier als seinen eignen ||622|| journalier43 und so seinen eignen propriétaire44 in una persona45 zu betrachten. Es läuft aber hier offenbar bei Smith schon die vulgäre Vorstellung unter, daß das salaire aus der Arbeit stammt, der profit und rente – unabhängig von der Arbeit des ouvrier – aus dem Kapital und dem Land als selbständigen Quellen, nicht für die Aneignung fremder Arbeit, sondern des Reichtums selbst. In dieser tollen Weise laufen bei Smith durcheinander die tiefsten Anschauungen mit den verrücktesten Vorstellungen, wie sie sich das gemeine Bewußtsein aus den Erscheinungen der Konkurrenz abstrahiert bildet.

Nachdem er erst die valeur auflöst in salaires, profits, rentes, setzt er dann umgekehrt aus unabhängig von der valeur bestimmtem salaire, profit und rent die valeur zusammen. Nachdem er so den von ihm selbst richtig entwickelten Ursprung von profit und rent vergessen, kann er sagen:

„Lohn, Profit und Rente sind die drei ursprünglichen Quellen allen Einkommens ebenso wie allen Tauschwerts." (t. I, l. I, ch. VI, p. 105.)

Seiner eignen Entwicklung gemäß hätte er sagen müssen:

La valeur d'une marchandise procède exclusivement du travail (de la quantité du travail) fixé dans cette marchandise. Cette valeur se résout en salaire, profit et rente. Salaire, profit et rente sont les formes primitives, dans lesquelles l'ouvrier, le capitaliste, et le propriétaire participent à la valeur créée par le travail de l'ouvrier. Dans ce sens ils sont les trois sources primitives de tout revenu, quoique aucune de ces soit-disant sources entre dans la constitution de la valeur."46

Aus den angeführten Stellen sieht man, wie Smith ch.VI über die „parties constituantes du prix des marchandises"47 dazu kommt, den Preis zu résoudre in salaire48, wenn nur Arbeit (immediate49) in die Produktion ein geht, in salaires und profit, wenn statt des independent workman50 ein journalier von einem Kapitalisten employed51 wird (also Kapital), endlich salaires, profits und rent, wenn die „terre"52 in die production eingeht, außer Kapital und Arbeit, wobei aber vorausgesetzt, daß die terre appropriée53, also neben dem ouvrier und capitaliste auch der propriétaire auftritt (obgleich er bemerkt, daß möglicherweise alle drei oder zwei von diesen Charakteren in einer Person vereinigt sein können).

In ch.VII nun über prix naturel und prix de marché wird die Rente ganz in derselben Weise (wenn die terre in die production eingeht) als partie constituante des prix naturel54 dargestellt wie Salair und Profit. Es wird dies bewiesen durch folgende Stellen:

(I, I, ch.VII)

„Wenn der Preis irgendeiner Ware weder größer noch kleiner als jener Betrag ist, der ausreicht, um die Grundrente, den Arbeitslohn und den Profit des bei ihrer Hervorbringung, Herstellung und ihrem Transport zum Markt beschäftigten Kapitals zu bezahlen, und zwar jeweils nach der natürlichen Rate, dann wird die Ware zu ihrem sogenannten natürlichen Preis verkauft. Sie wird genau dafür veräußert, was sie wert ist." (p. 111, I.) (Hier zugleich die Identität des prix naturel und der valeur der marchandise konstatiert.)
„Der Marktpreis jeder einzelnen Ware wird bestimmt durch das Verhältnis zwischen der Menge, welche tatsächlich auf den Markt gebracht worden ist, und der Nachfrage jener Leute, die den natürlichen Preis der Ware bzw. den Gesamtwert von Rente, Arbeit und Profit, die bezahlt werden mußten, um sie dorthin zu bringen, entrichten wollen." (I, p. 112.)
„Wenn die angebotene Menge irgendeiner Ware hinter der wirksamen Nachfrage zurückbleibt, können all diejenigen, welche den Gesamtwert von Rente, Lohn und Profit, die bezahlt werden mußten, um sie auf den Markt zu schaffen, entrichten wollen, nicht mit dem von ihnen benötigten Quantum versorgt werden... Der Marktpreis steigt mehr oder weniger über den natürlichen Preis, je nachdem ob die Größe des Mangels oder die Wohlhabenheit und Verschwendungssucht der Käufer die Heftigkeit der Konkurrenz mehr oder weniger anstachelt." (I, p. 113.)
„Falls die auf den Markt gebrachte Warenmenge die wirksame Nachfrage übersteigt, kann nicht alles an diejenigen abgesetzt werden, welche willens sind, den Gesamtwert von Rente, Lohn und Profit zu entrichten, die zu bezahlen waren, um die Produkte dorthin zu bringen... Der Marktpreis sinkt mehr oder weniger unter den natürlichen Preis, je nachdem ob die Größe des Überangebots die Konkurrenz der Verkäufer mehr oder weniger verstärkt bzw. ob es mehr oder weniger bedeutsam für sie ist, die Ware sofort loszuwerden." (I, p. 114.)

„Wenn die auf den Markt gebrachte Menge gerade ausreicht, um die wirksame Nachfrage zu versorgen, so stimmt der Marktpreis ganz genau … mit dem natürlichen Preis überein … Die Konkurrenz zwingt die verschiedenen Händler in ihrer Gesamtheit, diesen Preis zu akzeptieren. Aber sie zwingt sie nicht, sich mit einem geringeren zufriedenzugeben." (I, p. 114, 115.)

||623|| Smith läßt den propriétaire withdraw his land or transfer it from the production of one commodity (as wheat) to that of another (as pasture f.i.) if, in consequence of the state of the market, his rent sinks below, or rises above, its natural tax55.

„Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt das Warenquantum" (amenée au marché56) „über die effektive Nachfrage hinausgeht, müssen einige Preisbestandteile unter ihrer natürlichen Rate bezahlt werden. Ist es die Rente, so werden die Grundbesitzer sofort veranlaßt, einen Teil ihres Grund und Bodens dieser Beschäftigung zu entziehen." (I, p. 115.)

„Falls dagegen die auf den Markt gebrachte Menge zu irgendeinem Zeitpunkt hinter der effektiven Nachfrage zurückbleibt, müssen einige Preisbestandteile über ihre natürliche Rate klettern. Ist es die Rente, so werden selbstverständlich alle übrigen Grundeigentümer veranlaßt, mehr Grund und Boden als bisher zur Erzeugung dieser Ware vorzubereiten." (I, p. 116.)

„Die zufälligen und zeitweiligen Erhöhungen oder Verminderungen des Marktpreises irgendeiner Ware berühren hauptsächlich den Preisanteil, der sich in Lohn und Profit aufspaltet. Der sich in Rente auflösende Teil wird hierdurch weniger beeinflußt." (I, p. 118, 119.)

„Der Monopolpreis ist in jedem Fall der erzielbare Höchstpreis. Dagegen stellt der natürliche oder der Preis der freien Konkurrenz den niedrigsten Preis dar, den man annehmen kann – zwar nicht in allen Fällen, aber doch über längere Zeiträume hinweg." (I, p. 124.)

„Der Marktpreis irgendeiner einzelnen Ware kann zwar lange über ihrem natürlichen Preis liegenbleiben, aber nur selten lange darunter. Welcher Teil auch immer unterhalb seiner natürlichen Rate bezahlt wird, diejenigen, deren Interesse beeinträchtigt wird, fühlen sofort den Verlust und werden der Produktion der betreffenden Ware unmittelbar danach soviel Boden oder soviel Arbeit oder soviel Kapital entziehen, daß die auf den Markt gebrachte Menge bald nur noch ausreicht, um die wirksame Nachfrage zu decken. Ihr Marktpreis wird daher schnell auf den natürlichen Preis ansteigen. Zumindest würde das überall dort geschehen, wo vollkommene Freiheit herrscht." (I, p. 125.)

Nach dieser Darstellung im ch.VII sehr schwer einzusehen, wie Smith [im] ch.XI, b.I „De la rente de la terre" rechtfertigen kann, daß die Rente nicht immer in den Preis eingeht, wo une terre appropriée57 in die Produktion eingeht; wie er die Art, wie die Rente in den Preis eingeht, unterscheiden kann von der Art, wie Profit und Salair in ihn eingeht, nachdem er [im] ch.VI und VII die Rente ganz in derselben Weise zur partie constituante des prix naturel58 gemacht wie profits und salaires. Nun zurück zu diesem ch.XI (b. I).

Wir haben gesehn, daß dort die Rente bestimmt als das Surplus, das übrigbleibt vom Prix des Produkts, nachdem die avances59 des capitalist (farmer) + the average profit60 gezahlt sind.

Smith schlägt in diesem ch. XI absolut um. Die Rente geht nicht mehr in den prix naturel. Oder vielmehr A. Smith nimmt Zuflucht zu einem prix ordinaire61, der von dem prix naturel normaliter verschieden ist, obgleich wir in ch.VII hörten, daß der prix ordinaire nie für längere Zeit unter dem prix naturel stehn und nie für längere Zeit fortfahren kann, irgendeinen konstituierenden Teil des prix naturel unter seiner natural tax und nun gar, gar nicht zu zahlen, wie es jetzt mit Bezug auf die Rente behauptet wird. Smith sagt uns auch nicht, ob das Produkt unter seinem Wert verkauft wird, wenn es keine Rente zahlt, oder ob es über seinem Wert verkauft wird, wenn es sie zahlt.

Vorhin war der prix naturel der marchandise

„der Gesamtwert von Rente, Lohn und Profit, die bezahlt werden mußten, um sie auf den Markt zu schaffen“ (I, p. 112).

Jetzt hören wir:

„Nur jene Teile des Produkts des Bodens können üblicherweise auf den Markt gebracht werden, deren gewöhnlicher Preis ausreicht, das Kapital, das aufgewendet werden muß, um sie dorthin zu bringen, zu ersetzen und den gewöhnlichen Profit abzuwerfen." (p. 302, 303.)

Also der prix ordinaire ist nicht der prix naturel, und der prix naturel braucht nicht gezahlt zu werden, um diese Waren auf den Markt zu bringen.

||624| Vorhin hörten wir, daß, wenn der prix ordinaire (damals der prix de marché) nicht hinreicht, die ganze Rente zu zahlen („la valeur entière de rente“62 etc.), soviel Land entzogen wird, bis der prix de marché steigt auf den prix naturel und die ganze Rente zahlt. Jetzt dagegen:

„Beträgt der gewöhnliche Preis mehr als das63 (um remplacer le capital et payer les profits ordinaires de ce capital63), „so geht der überschießende Teil natürlicherweise in die Grundrente ein. Falls er nicht mehr beträgt, so kann die Ware, wenngleich sie auf den Markt gebracht werden kann, dem Grundbesitzer keine Rente abwerfen. Ob der Preis höher oder nicht höher ist, hängt von der Nachfrage ab." (ch. XI, I. I.) (I, p. 302, 303.)

Aus einem konstituierenden Teil des prix naturel verwandelt sich die Rente plötzlich in ein Surplus über den prix suffisant64, dessen Existenz oder Nichtexistenz vom state of demand65 abhängt. Der prix suffisant aber ist der Preis, nötig, damit die Ware auf den Markt kömmt, also damit sie produziert wird, also der Produktionspreis der Ware. Denn der Preis, der nötig ist für die supply66 der Ware, nötig ist, damit sie überhaupt wird, als Ware auf dem Markt erscheint, is of course67 ihr Produktionspreis oder Kostenpreis. Das [ist die conditio] sine qua non68 ihres Daseins. Die Nachfrage ihrerseits muß bei einigen Erdprodukten stets so beschaffen sein, daß ihr prix ordinaire ein Surplus über den Produktionspreis zahlt, also eine Rente. Bei andren kann oder kann sie nicht so beschaffen sein.

„Es gibt einige Teile des Bodenprodukts, nach denen die Nachfrage stets so stark sein muß, daß sie einen höheren Preis ergibt als den, der ausreicht, um sie auf den Markt zu bringen. Und es gibt andere, nach denen die Nachfrage so stark sein kann oder auch nicht, daß sie diesen höheren Preis ergibt. Die ersteren müssen den Grundbesitzern immer eine Rente abwerfen. Je nach den verschiedenen Umständen können die letzteren dies zuweilen tun oder zuweilen auch nicht." (l. c. I, p. 303.)

Also statt des prix naturel haben wir hier den prix suffisant. Der prix ordinaire ist wieder verschieden von diesem prix suffisant. Der prix ordinaire steht über dem prix suffisant, wenn er die Rente einschließt. Er ist ihm gleich, wenn er sie ausschließt. Es ist sogar charakteristisch für den prix suffisant, daß er die Rente ausschließt. Der prix ordinaire steht unter dem prix suffisant, wenn er beyond the replacement of capital69 nicht den average profit zahlt. Der prix suffisant ist also in der Tat der Produktionspreis oder Kostenpreis, wie ihn Ricardo sich aus A. Smith abstrahiert hat und wie er sich in der Tat vom Standpunkt der kapitalistischen Produktion darstellt, d. h. der Preis, der außer den avances du capitaliste paye les profits ordinaires70; der Durchschnittspreis, wie ihn die Konkurrenz der Kapitalisten in den different employments of capital71 erzeugt. Es ist diese Abstraktion aus der Konkurrenz, die den Smith dahin bringt, seinem prix naturel den prix suffisant entgegenzustellen, obgleich seine Darstellung des prix naturel umgekehrt nur den Preis ordinaire für suffisant auf die Dauer erklärt, der die konstituierenden Teile des prix naturel, Rente, Profit, Salair, zahlt. Da der Kapitalist die Warenproduktion dirigiert, ist der prix suffisant [der], der für die kapitalistische Produktion, der vom Standpunkt des Kapitals aus suffisant ist, und dieser für das Kapital sufficient price does not include rent, but does, in the contrary, exclude it72.

Anderseits: Dieser sufficient price ist aber nicht sufficient bei einigen Erdprodukten. Bei ihnen muß der ordinary price so hoch stehn, um ein Surplus über den sufficient price, eine Rente für den Grundeigentümer abzuwerfen. Bei andren hängt es von Umständen ab. Der Widerspruch, daß der sufficient price nicht sufficient ist, der Preis, der hinreicht, das Produkt auf den Markt zu bringen, nicht hinreicht, es auf den Markt zu bringen, geniert Smithen nicht.

Wohl aber – ohne jedoch auch nur einen Augenblick zurückzusehn auf ch.V, VI und VII – gesteht er sich (nicht als einen Widerspruch, sondern als eine neue Entdeckung, auf die er plötzlich stößt), daß er mit dem sufficient price seine ganze Lehre vom natural price über den Haufen geworfen hat.

„Demnach ist zu beachten" (dies ist die außerordentlich naive Form, worin Smith von einer Behauptung zu ihrem Gegenteil fortgeht), „daß die Rente in die Zusammensetzung des Warenpreises in einer vom Lohn und Profit verschiedenen Art eingeht. Hohe oder niedrige Löhne und Profite sind die Ursache von hohen oder niedrigen Preisen ||625||, hohe oder niedrige Renten sind die Folge davon. Weil hohe oder niedrige Löhne und Profite gezahlt werden müssen, um den Markt mit einer bestimmten Ware zu beliefern, ist deren Preis hoch oder niedrig. Aber weil ihr Preis hoch oder niedrig ist, weil er beträchtlich, wenig oder überhaupt nicht über jenem Betrag liegt, der zur Zahlung dieser Löhne und Profite ausreicht, deshalb wirft er eine hohe, niedrige oder gar keine Rente ab." (p. 303, 304.)

Zunächst der Schlußsatz. Also der prix suffisant, der Kostenpreis, qui ne paye que salaires et profits73, schließt die Rente aus. Zahlt das Produkt viel mehr als den prix suffisant, so zahlt es eine hohe Rente. Zahlt es etwas mehr, so zahlt es eine schwache Rente. Zahlt es exakt nur den prix suffisant, so zahlt es keine Rente. Fällt der wirkliche prix des produit mit seinem prix suffisant zusammen, der Profit und Salair zahlt, so zahlt es keine Rente. Die Rente ist stets ein Surplus über dem prix suffisant. Der prix suffisant schließt seiner Natur nach die Rente aus. Dies ist Ricardos Theorie. Er akzeptiert die idée des prix suffisant, des Kostenpreises von A.Smith; vermeidet die Inkonsequenz des A.Smith, ihn vom prix naturel zu unterscheiden, und führt [diese Idee] konsequent durch. Smith, nachdem er alle diese Inkonsequenzen begangen, ist auch so inkonsequent, für einige Erdprodukte einen prix zu verlangen, der plus fort74 ist als ihr prix suffisant. Aber diese Inkonsequenz selbst wieder Resultat einer richtigern „observation".

Der Eingang des Passus aber ist wahrhaft überraschend durch seine Naivetät. Im ch.VII setzte Smith auseinander, daß Rente, Profit, Salair gleichmäßig eingehn in die composition des prix naturel, nachdem er vorher die dissolution of value into rent, profits and wages75 verkehrt hat in die composition of value by the natural price of rent, profits and wages76. Jetzt sagt er, daß die rent anders eingeht into „the composition of the price of commodities"77 als profits und wages. Und zwar in welcher Weise anders eingeht into that composition?78 Nämlich dadurch, daß sie gar nicht in diese Komposition eingeht. Hier bekommen wir erst die wahre Erklärung des sufficient price. Der Preis der Waren ist teuer oder wohlfeil, hoch oder niedrig, weil Arbeitslohn und Profit – ihre natural taxes – hoch oder niedrig. Die Ware wird nicht geliefert auf den Markt, wird nicht produziert, wenn nicht jene hohen oder niedrigen Profite und Salaire gezahlt werden. Sie bilden den Produktionspreis der Ware, ihren Kostenpreis; also in der Tat die konstituierenden Elemente ihres Werts oder Preises. Dagegen die Rente geht nicht ein in den Kostenpreis, den Produktionspreis. Sie ist kein konstituierendes Element der exchangeable value79 der Ware. Sie wird nur gezahlt, wenn der ordinary price der Ware über ihrem sufficient Preis steht. Profit und Salair als konstituierende Elemente des Preises sind Ursachen des Preises; Rente ist dagegen nur Wirkung, Folge desselben. Sie geht also nicht in seine Komposition als Element ein wie Profit und Salair. Und dies nennt Smith, daß sie anders in diese Komposition eingeht als Profit und Salair. Er scheint nicht im mindesten zu fühlen, daß er seine Lehre vom natural price über den Haufen geworfen. Denn was war der natural price? Das Zentrum, um das der Marktpreis graviert: der sufficient price, unter den das Produkt nicht fallen kann, wenn es pour un longtemps80 auf den Markt gebracht, produziert werden soll.

Die Rente also jetzt das Surplus über dem natural price, früher konstituierendes Element des natural price; jetzt Effekt, früher cause des price81.

Es widerspricht dagegen nicht, wenn er behauptet, für gewisse Produkte der Erde seien die circumstances82 des Markts stets so, daß ihr ordinary price über ihrem sufficient price stehn muß, mit andren Worten so, daß das Grund-eigentum die Macht habe, den Preis heraufzuschrauben über den degree83, der sufficient für den Kapitalisten wäre, träte ihm kein counteracting influence84 entgegen.

||626| Nachdem er so im ch. XI die ch. V, VI und VII über den Haufen geworfen, fährt er ruhig fort: Er werde sich nun ans Geschäft begeben. 1. das produit de la terre85 betrachten, das immer eine Rente liefert; 2. die produits de la terre, die sie manchmal liefern, manchmal nicht; endlich 3. die variations betrachten, die in verschiednen Entwicklungsperioden der Gesellschaft im relativen Wert teils dieser zwei Arten Produkte untereinander, teils in ihrem Verhältnis zu Manufakturwaren Platz greifen.

[2. Smith' These vom besonderen Charakter der Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten.
Physiokratisches Element in seiner Rententheorie]

„Erste Sektion. Vom Produkt des Bodens, das stets Rente abwirft."

Er beginnt mit der Populationstheorie. Das Nahrungsmittel erzeugt immer Nachfrage für sich. Vermehren sich die Nahrungsmittel, so vermehren sich auch die Menschen, die Konsumenten der Nahrungsmittel. Die Zufuhr dieser Waren erzeugt also ihre Nachfrage.

„Da sich die Menschen wie alle anderen Lebewesen natürlicherweise im Verhältnis zu ihren Unterhaltsmitteln vermehren, herrscht immer eine mehr oder weniger starke Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Diese können immer eine größere oder kleinere Quantität Arbeit kaufen oder kommandieren, und es findet sich immer jemand, der bereit ist, etwas zu tun, um sie zu erlangen." (l. I, ch. XI.) (I, p. 305.)

„Der Boden bringt jedoch" {why}86 „fast in jeder Lage eine größere Menge Nahrungsmittel hervor als die, welche ausreicht, all die Arbeit zu unterhalten, die erforderlich ist, um sie auf den Markt zu bringen, und zwar in der großzügigsten Weise, in der diese Arbeit überhaupt unterhalten wird. Auch ist der Überschuß immer mehr als ausreichend, um das Kapital, das jene Arbeit beschäftigt, zu ersetzen und Profit abzuwerfen. Etwas bleibt daher für eine Rente des Grundeigentümers stets übrig." (l. c. I, p. 305, 306.)

Dies klingt ganz physiokratisch und enthält weder den Beweis noch die Erklärung, warum der „prix“ dieser marchandise particulière87 ein Surplus über den „prix suffisant“ zahlt, i. e. eine Rente.

Als Beispiel geht er sofort über zur pâturage und pâtures incultes88. Dann folgt der Satz über die Differentialrente:

„Die Grundrente verändert sich nicht nur unabhängig von der Größe des Produkts in Abhängigkeit von der Fruchtbarkeit des Bodens, sondern auch unabhängig von dieser Fruchtbarkeit zusammen mit dessen Lage.“ (I, p. 306.)

Bei dieser Gelegenheit erscheint Rente und Profit als bloßes Surplus des Produkts, nachdem der Teil desselben abgezogen, der in natura den Arbeiter nährt. (Eigentlich die physiokratische Ansicht, die in fact89 darauf beruht, daß in agresten Zuständen der Mensch fast ausschließlich vom Agrikulturprodukt lebt und die Industrie selbst, die Manufaktur, als ländliche Nebenarbeit erscheint, exercé sur le produit local de la nature90.)

„Deshalb ist davon91 eine größere Arbeitsmenge zu unterhalten, und der Überschuß, aus dem der Farmer seinen Profit und der Grundbesitzer seine Rente zieht, wird zwangsläufig vermindert.“ (p. 307.)

Daher auch Weizenbau größren Profit abwerfen müsse als pâture92.

„Ein Getreidefeld von mäßiger Fruchtbarkeit bringt eine viel größere Menge menschlicher Nahrungsmittel hervor als die beste Weide gleicher Ausdehnung.“

{Hier handelt es sich also nicht um Preis, sondern um die absolute Naturalmasse der nourriture pour l’homme93.}

„Zwar erfordert seine Bebauung weit mehr Arbeit, aber der Überschuß, der nach dem Ersatz des Saatgutes und dem Unterhalt all dieser Arbeit verbleibt, ist ebenfalls viel größer.“

{Obgleich der Weizen mehr Arbeit kostet, ist das Surplus von Nahrungsstoff, das ein Weizenfeld nach Bezahlung der Arbeit läßt, beträchtlicher als bei einer Wiese für Viehzucht. Und es ist mehr wert, nicht weil der Weizen mehr Arbeit kostet, sondern weil das Surplus in Weizen mehr Nahrungsstoff enthält.}

„Daher hätte“ (beim Weizen) „dieser größere Überschuß, wenn ein Pfund Fleisch niemals für wertvoller als ein Pfund Brot gehalten worden wäre“ {weil man mehr Pfund Weizen erhält als Fleisch von derselben Bodenfläche}, „überall einen größeren Wert besessen“ {weil vorausgesetzt ist, daß ein Pfund Brot gleich ein Pfund Fleisch (im Wert), und daß mehr Pfund Brot nach Fütterung der Arbeiter übrigbleiben als Pfund Fleisch von derselben Bodenfläche} „und sowohl für den Profit des Farmers als auch für die Rente des Grundeigentümers einen größeren Fonds gebildet." (p. 308, 309.)

Nachdem Smith an die Stelle des prix naturel den prix suffisant gesetzt und die Rente gleich Surplus über den prix suffisant erklärt, vergißt er, daß es sich überhaupt um prix handelt, und leitet die Rente ab aus dem Verhältnis der nourriture94, die die Agrikultur liefert, im Verhältnis der nourriture, die der agricola95 konsumieren muß.

In point of fact96 – abgesehn von dieser physiokratischen Erklärungsweise – setzt er voraus, daß der prix des Ackerbauprodukts, das die Hauptnahrung liefert, außer dem Profit eine Rente zahlt. Von dieser Basis aus operiert er weiter. Mit der Entwicklung der Kultur werden die natürlichen Weiden ungenügend für Viehzucht, für die Nachfrage nach Metzgerfleisch. Kultiviertes Land muß zu diesem Zweck angewandt werden. ||627| Der Preis des Fleisches muß also dahin steigen, daß er nicht nur die Arbeit zahlt, die auf die Viehzucht verwandt, sondern auch

„die Rente und den Profit, die Grundbesitzer und Farmer aus diesem Boden hätten ziehen können, wäre er als Ackerland ausgenutzt worden. Das auf völlig unbebauten Mooren aufgezogene Vieh wird je nach Gewicht und Qualität auf demselben Markt zum gleichen Preis verkauft wie das auf dem am besten kultivierten Boden gezüchtete. Die Besitzer dieser Moore profitieren davon und steigern ihre Grundrente im Verhältnis zu den Viehpreisen."

(Hier läßt er richtig die Differentialrente aus dem Überschuß des Marktwerts über den individuellen Wert hervorgehn. Der Marktwert steigt aber in diesem Fall, nicht weil von besserem zu schlechterem, sondern von unfruchtbarerem zu mehr fruchtbarem Land übergegangen wird.)

„Auf diese Weise wird die Rente und der Profit unbebauten Weidelandes bei fortschreitenden Verbesserungen in gewissem Maße durch die Rente und den Profit des bearbeiteten Bodens bestimmt, und diese wiederum durch die Rente und den Profit bei Getreide." (I, p. 310, 311.)

„Wo es keinen ... örtlichen Vorteil gibt, muß die Rente und der Profit bei Getreide oder den Produkten, welche sonst die üblichen pflanzlichen Nahrungsmittel des Volkes bilden, die Rente und den Profit auf dem Boden, der zu deren Anbau geeignet ist, natürlicherweise bestimmen." (p. 315.)

„Die Verwendung von Kulturgräsern, Rüben, Möhren, Kohl und anderen Mitteln, auf die man verfallen ist, um von einem gleichgroßen Landstück mehr Vieh als mit den Naturgräsern füttern zu können, müßte, so sollte man erwarten, die Überlegenheit etwas vermindern, die der Fleischpreis in einem fortgeschrittenen Land natürlicherweise gegenüber dem Brotpreis besitzt." (l. c.) „Es scheint auch so gewesen zu sein" usw. (l. c.)

Nachdem Smith so auseinandergesetzt das Verhältnis zwischen Rente der Viehzucht und der Ackerbaurente, fährt er fort:

„In allen großen Ländern wird der bebaute Boden zumeist für die Erzeugung von Nahrungsmitteln für den Menschen oder von Futter für das Vieh verwendet. Die Rente und der Profit hiervon bestimmen die Rente und den Profit aller anderen bebauten Ländereien. Wenn ein bestimmtes Produkt weniger Rente und Profit abwirft, wird der Boden bald in Getreide- und Weideland verwandelt. Bringt es aber mehr ein, wird sich bald ein gewisser Teil des Getreide- und Weidelandes diesem Produkt zuwenden." (I, p.318.)

Spricht dann von Weinbau, Garten, potager97 etc.

„Die Rente und der Profit von jenen Produkten, die entweder größere ursprüngliche Ausgaben zur Verbesserung des Bodens erfordern, um ihn dafür geeignet zu machen, oder größere jährliche Anbaukosten verursachen, sind zwar oft höher als bei Getreide und Futterpflanzen, aber solange sie lediglich solche außergewöhnlichen Ausgaben aufwiegen, werden sie in Wirklichkeit durch die Rente und den Profit jener gewöhnlichen landwirtschaftlichen Produkte bestimmt." (I, p.323, 324.)

Kommt dann zum Zuckerbau in den Kolonien, Tabak.

„Auf diese Weise bestimmt die Rente des bebauten Bodens, dessen Produkt aus Nahrungsmitteln für den Menschen besteht, die Rente des größten Teils der übrigen bebauten Ländereien." (I, p.331.) „In Europa ist Getreide das Hauptprodukt, das unmittelbar der menschlichen Nahrung dient. Bestimmte Gegenden ausgenommen, reguliert also in Europa die Rente der Getreideländereien die des gesamten übrigen bebauten Bodens." (l.c. p.331, 332.)

Er kommt dann wieder zurück auf die physiokratische Theorie, so wie er sie zurechtgemacht hat, daß nämlich die nourriture sich selbst Konsumenten schafft. Träte statt der Weizenkultur eine andre ein, die mit derselben Kultur auf der terre la plus commune98 eine viel größere Masse Subsistenzmittel lieferte,

muß die Rente des Grundeigentümers bzw. die Restmenge an Nahrungsmitteln, die ihm verbleibt, nachdem die Arbeit bezahlt und das Kapital des Farmers zusammen mit dem üblichen Profit ersetzt worden ist, viel größer sein. Wie hoch die Rate auch sein mag, zu der die Arbeit in diesem Land im allgemeinen entlohnt wird, dieser größere Überschuß dürfte immer eine größere Menge davon unterhalten und den Grundeigentümer infolgedessen in die Lage versetzen, eine größere Menge davon zu kaufen oder zu kommandieren." (I, p.332.)

Führt als Beispiel den Reis an.

„In Carolina ... sind die Pflanzer, wie in anderen britischen Kolonien, in der Regel zugleich Farmer und Grundeigentümer, weshalb die Rente mit dem Profit zusammengeworfen wird..." (I, p. 333.)

||628| Reisfeld ist jedoch nicht „geeignet weder für Getreide, Viehfutter oder Wein, noch für irgendein anderes pflanzliches Produkt, welches dem Menschen großen Nutzen stiftet, und Ländereien, die sich für diese Zwecke eignen, sind für Reis ungeeignet." (I, p. 334.) „Sogar in den Reisländern kann deshalb die Rente von Reisfeldern nicht die Rente des übrigen bebauten Bodens, der für dieses Produkt nie nutzbar gemacht werden kann, bestimmen." (I, p. 334.)

Zweites Beispiel (dagegen oben Ric[ardo]s Kritik99) die Kartoffeln. Nachdem sie das Hauptnahrungsmittel, statt des blé100,

würde dieselbe Menge an bebautem Boden viel mehr Menschen unterhalten. Da sich die Arbeiter in der Regel dann mit Kartoffeln ernähren, würde ein größerer Überschuß übrigbleiben, nachdem all das Kapital ersetzt und der Unterhalt all der zum Ackerbau verwendeten Arbeit bestritten worden wäre. Dem Grundeigentümer würde wieder der größte Teil dieses Überschusses gehören. Die Bevölkerung würde sich vermehren, und die Renten würden bedeutend über ihr jetziges Niveau steigen." (I, p. 335.)

Mit ein paar fernen Glossen über le pain de farine, d'avoine101 und die pommes de terre102 endet dann die première section des ch. XI.

Wir sehn: Diese erste Sektion, die vom Erdprodukt handelt, das immer Rente zahlt, resümiert sich dahin: Die Rente des principal végétal103 vorausgesetzt, wird entwickelt, wie diese Rente die Rente der Viehzucht, Weinbau, Garten etc. reguliert. Über die Natur der Rente selbst hier nichts [gesagt], es sei denn der allgemeine Satz, daß, die Rente wieder vorausgesetzt, fertility104 und situation ihren degré105 bestimmen. Dies bezieht sich aber nur auf den Unterschied in Renten, den Größenunterschied der Renten. Warum aber zahlt dies Produkt immer Rente? Warum sein ordinary price stets höher als sein sufficient price? Smith sieht hier vom Preis ab und fällt wieder in die Physiokratie. Durchgeht aber, daß die demand106 hier immer so groß, weil das Produkt selbst die demandeurs107, seine eignen Konsumenten schafft. Selbst dies vorausgesetzt, wäre nicht einzusehn, warum die demand die supply108 übersteigen und den Preis daher über den sufficient price hinaustreiben sollte? Aber hier erwacht heimlich wieder die Erinnerung an den natural price, der Rente ebensowohl einschließt als Profit und Salair, und der gezahlt wird, wenn supply und demand sich entsprechen.

„Wenn die auf den Markt gebrachte Menge gerade ausreicht, um die wirksame Nachfrage zu versorgen, so stimmt der Marktpreis ganz genau … mit dem natürlichen Preis überein." (I, p. 114.)

Doch charakteristisch, daß Smith nirgendwo in dieser Sektion dies ausspricht. Er hatte eben in der Eröffnung des ch. XI gesagt, daß die Rente nicht als konstituierender Teil des prix eingeht. Der Widerspruch war zu auffallend.

[3. Smith' Erklärung des Verhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage bei den verschiedenen Arten von Bodenprodukten. Seine Schlußfolgerungen für die Rententheorie]

Zweite Sektion. Von dem Produkt des Bodens, das zuweilen Rente abwirft und zuweilen nicht."

In dieser Sektion wird eigentlich erst die allgemeine Natur der Rente erörtert.

Nahrungsmittel für den Menschen scheinen [nicht] die einzigen Produkte des Bodens zu sein, die dem Grundeigentümer immer und notwendigerweise etwas Rente einbringen." (Warum „immer" und „notwendigerweise" ist nicht gezeigt worden.) „Den verschiedenen Umständen entsprechend können das andere Erzeugnisarten manchmal auch tun und manchmal nicht." (l.c. I, p. 337.)

Nach der Nahrung sind Kleidung und Wohnung die beiden Hauptbedürfnisse der Menschen." (l.c. p. 338.) Die Erde „in ihrem ursprünglichen, rohen Zustand" liefert Kleidungs- und Wohnungsmaterialien für mehr Personen „als sie mit Nahrungsmitteln beliefern kann." Infolge dieses „Überflusses an jenen Rohstoffen" im Verhältnis zur Personenzahl, die die Erde nähren kann, also im Verhältnis zur Population, haben diese matériaux109 wenig oder keinen „Preis". Ein großer Teil dieser „matières"110 liegt ungenützt und nutzlos umher, „und den Preis der Materialien, die verwendet werden, betrachtet man lediglich als Ausgleich für die Arbeit und die Kosten, die notwendig sind, um sie gebrauchsfähig zu machen". Dieser prix aber liefert „keine Rente dem Grundeigentümer". Im kultivierten Zustand der Erde dagegen ist die Zahl der Personen, „die sie zu ernähren vermag", d. h. die Population größer als die Masse jener Materialien, die sie liefert, wenigstens „in der Weise, in der sie sie verlangen und zu bezahlen bereit sind". Es tritt relative „disette"111 dieser matières ein, „die deren Wert zwangsläufig erhöht". „Die Nachfrage ist oft höher als die Menge, die man bekommen kann." Es wird mehr für sie gezahlt als „die Kosten, zu denen die Materialien auf den Markt gebracht, werden. Deshalb kann ihr Preis dem Grundeigentümer stets etwas Rente einbringen." (I, p. 338, 339.)

||629| Hier also die Rente erklärt aus dem Überschuß der demand über die supply, die zum prix suffisant geliefert werden kann.

Die ersten Kleidungsmatières Felle und Häute „größerer Tiere". Bei den Jäger- und Hirtenvölkern, deren Hauptnahrung animalisch, „verschafft sich jeder, indem er sich mit Nahrung versorgt, die Materialien für mehr Kleidung, als er tragen kann". Ohne commerce étranger112 würde der größte Teil als nutzlos weggeworfen. Der commerce étranger hebt durch seine demand diesen excess of matières113 auf einen Preis, „der jene Kosten überschreitet, die ihr Versand verursacht. Er bringt deshalb dem Grundeigentümer etwas Rente ein..." Die englische Wolle, durch den Markt in Flandern, vermehrte „etwas die Rente des Grund und Bodens, der sie hervorbrachte". (I, 339, 340.)

Der auswärtige Handel hebt hier den Preis eines agricultural Nebenprodukts so weit, daß die Erde, die es produziert, some rent114 abwerfen kann.

„Das Material zur Errichtung von Wohnungen läßt sich nicht immer über so weite Strecken transportieren wie die Rohstoffe für die Bekleidung. Es wird nicht so leicht Gegenstand des auswärtigen Handels. Wenn es in einem Land, von dem es produziert wird, überreichlich vorhanden ist, so passiert es selbst beim gegenwärtigen Stand des Welthandels oft, daß es ohne Wert für den Grundherrn ist." So Steinbruch mag Rente abwerfen in der Nähe von London, nicht in vielen endroits d'Écosse et Wales115. So mit Bauholz. Bringt Rente „in einem bevölkerten und gut kultivierten Land", verfäult auf dem Fleck „in vielen Gegenden Nordamerikas". Der propriétaire would be glad to get rid of it116. „Wenn es dermaßen viel überschüssiges Material für den Wohnungsbau gibt, so ist der Teil, der verwendet wird, lediglich die Arbeit und die Kosten wert, um es dafür gebrauchsfähig zu machen. Es wirft dem Grundeigentümer keine Rente ab. Dieser erlaubt im allgemeinen jedem, der sich der Mühe unterzieht, ihn danach zu fragen, etwas davon zu verbrauchen. Die Nachfrage der wohlhabenderen Nationen ermöglicht ihm jedoch bisweilen, eine Rente dafür zu nehmen." (I, 340, 341.)

Die Länder bevölkern sich im Verhältnis nicht zur „Zahl [der Menschen], die ihr Produkt kleiden und mit Wohnung versorgen kann, sondern zur Zahl, die es damit zu ernähren vermag. Ist für die Ernährung gesorgt, so fällt es leicht, die notwendige Kleidung und den notwendigen Wohnraum zu finden. Aber wenn Kleidung und Wohnraum zur Verfügung stehen, kann es trotzdem oft schwierig sein, Nahrungsmittel aufzutreiben. Sogar in einigen Teilen des britischen Reiches läßt sich ein sogenanntes Haus durch die Tagesarbeit eines Mannes aufbauen." Bei den peuples sauvages and barbares117 genügt 1/100 des Jahresarbeit, ihnen das zu verschaffen, was sie an Kleidung und Wohnung brauchen. Die andren 99/100 der Jahresarbeit oft erheischt, um ihnen die nötige Nahrung zu schaffen. „Aber wenn durch die Verbesserung und Bearbeitung des Bodens die Arbeit einer Familie die Ernährung für zwei Familien erzeugen kann, dann genügt die Arbeit einer Hälfte der Gesellschaft, um die Gesamtheit mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Die andre Hälfte kann dann die andren besoins118 und fantaisies119 der Menschen befriedigen. Die objets principaux120 dieser besoins und fantaisies sind le vêtement, le logement, le mobilier de la maison et ce qu'on appelle le train ou l'équipage121. Das Nahrungsbedürfnis beschränkt. Diese Bedürfnisse grenzenlos. Die Besitzer des Überschusses von Nahrung „sind stets bereit, den Überschuß einzutauschen". „Die Armen, um Nahrungsmittel zu bekommen", beschäftigen sich damit, diese „Phantasien" der Reichen zu befriedigen, und machen sich noch obendrein drin Konkurrenz. Die Zahl der ouvriers vermehrt sich mit der quantité de la nourriture122, also im Verhältnis des Fortschritts der Agrikultur. Ihr „besogne"123 erlaubt „die feingliedrigste Arbeitsteilung"; die [Menge der] Rohstoffe, die sie bearbeiten, vermehrt sich daher noch viel rascher als ihre Anzahl. „Daraus entspringt eine Nachfrage nach jeder Art von Material, das durch den menschlichen Erfindergeist nutzbringend oder verschönernd für Gebäude, Kleidung, Ausstattung oder Hausrat verwendet werden kann; daraus entspringt auch die Nachfrage nach den im Erdinnern befindlichen Versteinerungen und Mineralen, nach Edelmetallen und Edelsteinen."

„Also zieht die Rente nicht nur ihren Ursprung von der nourriture, sondern liefert ein andres Erdprodukt später Rente, so schuldet es diese Addition des Wertes der Steigerung der Fähigkeiten der Arbeit, Nahrungsmittel durch die Verbesserung und Bearbeitung des Bodens zu produzieren." (I, 342-345.)

Was Smith hier sagt, ist die richtige Naturbasis der Physiokratie, daß jede Schöpfung von Mehrwert (Rente eingeschlossen) Basis hat in der relativen Produktivität der Agrikultur. Die erste reale Form des Mehrwerts ist surplus of agricultural produce (Nahrungsmittel), und die erste reale Form der Surplusarbeit, daß einer hinreicht, die Nahrungsmittel für 2 zu produzieren. Es hat dies sonst nichts zu tun mit der Entwicklung dieser spezifischen Form der surplus value, der Rente, die die kapitalistische Produktion voraussetzt.

Smith fährt fort:

Die andren Teile des Erdprodukts (außer den Nahrungsmitteln), die später Rente liefern, liefern sie nicht immer. Die Nachfrage danach, selbst in den bestkultivierten Ländern, nicht immer groß genug, „um einen höheren Preis hervorzurufen als denjenigen, der zur Bezahlung der Arbeit und, zusammen mit dem normalen Profit, zum Ersatz des Kapitals ausreicht, das beschäftigt werden muß, ||630|| um sie auf den Markt zu bringen. Ob es sich so verhält oder nicht, hängt von verschiedenen Umständen ab." (I, p. 345.)

Also hier wieder: Rente entspringt daraus, daß die Nachfrage größer ist als die Zufuhr zum prix suffisant, der keine Rente, sondern nur Salair und Profit einschließt. Was heißt das andres, als daß die supply zum prix suffisant so groß ist, daß die propriété keinen Widerstand der Ausgleichung der Kapitalien oder der Arbeit leisten kann? Daß also, selbst wenn die propriété legal existiert, sie nicht faktisch existiert oder nicht faktisch als solche wirken kann? Was falsch an S[mith] ist, daß er nicht sieht, daß, wenn die propriété zum Wert verkauft, sie über dem prix suffisant verkauft. Was gut an ihm ist gegen Ricardo), daß er sieht, daß es von Umständen abhängt, ob oder ob nicht die propriété sich ökonomisch geltend machen kann. Dieser Teil seiner Entwicklung daher Schritt für Schritt zu begleiten. Er beginnt von der Kohlenmine, geht dann zum Holz über, kehrt dann zurück zur Kohlenmine etc. Wir lassen ihn daher mit dem Holz beginnen.

Je nach dem Stand der Agrikultur wechselt der Holzpreis aus denselben Gründen wie le prix du bétail124. In der Kindheit der Agrikultur Waldung vorherrschend, die nuisance125 für den propriétaire, der das Holz gern dem gäbe, der es wegschnitte. Im Fortschritt der Agrikultur clearance of forest126 teils durch die Ausdehnung des Ackerbaus, teils durch Vermehrung der Viehherden, die die Baumwurzeln, jungen Bäumchen wegfressen, benagen. „Die Erzeugung von Vieh nimmt zwar nicht im gleichen Maße zu wie von Getreide, welches ganz und gar ein Ergebnis des menschlichen Fleißes ist, doch unter der Sorge und dem Schutz des Menschen vermehrt es sich auch." Die Seltenheit des Holzes, die so entsteht, steigert seinen Preis. Es kann daher so hohe Rente abwerfen, daß Ackerland (oder zum Ackerbau brauchbares Land) in Waldung verwandelt wird. So ist's in Great Britain. Die Rente des Holzes kann nie auf die Dauer steigen über die von terre en blé ou en prairies127. Aber sie kann sie erreichen. (I, p.347 bis 349.)

Also in fact128 die Rente von Holzungen der Natur nach identisch mit der Rente von prairies. Gehört also auch in diese Kategorie, obgleich das Holz nicht zur nourriture129 dient. Die ökonomische Kategorie richtet sich nicht nach dem Gebrauchswert des Produkts, sondern danach, ob oder ob nicht es verwandelbar in Ackerbauland und vice versa130.

Kohlenminen. Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit von Minen überhaupt, bemerkt S[mith] richtig, hängt davon ab, ob man in verschiednen Minen mit derselben Quantität Arbeit größere oder kleinere Quantität Mineral ausziehen kann. Die Unfruchtbarkeit kann die günstige Lage paralysieren, so daß solche Minen gar nicht exploitiert werden können. Anderseits kann ungünstige Lage die Fruchtbarkeit paralysieren, so daß solche Mine trotz ihrer natürlichen Fruchtbarkeit nicht exploitierbar. Namentlich dies der Fall, wo ni bonnes routes ni navigation131. (I, p.346, 347.)

Es gibt Minen, deren Produkt hinreicht, um nur den prix suffisant zu decken. Sie zahlen daher Profit für den entrepreneur132, aber keine Grundrente. Der propriétaire muß sie daher selbst exploitieren. Er gewinnt so „les profits ordinaires sur le capital qu'il emploie"133. Viele Kohlenminen der Art gibt es in Schottland. Diese könnten in keiner andren Weise exploitiert werden.

„Der Grundeigentümer erlaubt keinem anderen, sie ohne die Abführung einer Rente zu betreiben, aber niemand ist in der Lage, eine Rente zu bezahlen." (I, p.346.)

Hier hat Smith richtig bestimmt, wann keine Rente bezahlt wird, wo der Boden approprié134. Es ist dies, wo propriétaire und entrepreneur in einer Person vereinigt sind. Früher hatte er uns schon gesagt, daß dies in den Kolonien der Fall. Ein Pächter kann den Boden hier nicht bebauen, weil er keine Rente zahlen kann. Aber der Eigentümer kann ihn mit Profit bebauen, obgleich er ihm keine Rente zahlt. Bei den Kolonien in Westamerika dies z.B. der Fall, weil stets neuer Boden angeeignet werden kann. Der Boden als solcher ist kein Element des Widerstands, und die Konkurrenz der selbstbebauenden propriétaires ist hier in fact Konkurrenz von Arbeitern oder Kapitalisten. Bei den Kohlenminen oder Minen überhaupt im supposed case135 anders. Der Marktwert, bestimmt durch die Minen, die die supply136 zu diesem Wert liefern, wirft für die minder fruchtbaren oder schlechter gelegnen Minen kleindre Rente ab oder keine Rente, aber wohl den Kostenpreis. Diese Minen können hier nur durch Personen bebaut werden, für die die résistance der propriété137, die durch dieselbe bewirkte Exklusion nicht existiert, weil sie propriétaires und capitalistes in einer Person; [dies gilt] nur in Fällen, wo faktisch die propriété als selbständiges Element gegen das Kapital verschwindet. Der Fall unterscheidet sich von den colonies dadurch: dort kann der propriétaire keinem die Exploitation von neuem Grund und Boden verbieten. Hier kann er das. Er gibt nur sich selbst die Erlaubnis, die Mine zu exploitieren. Dies befähigt ihn nicht, Rente zu ziehen, sondern befähigt ihn, mit Ausschluß andrer Personen, sein Kapital mit Profit in der Mine anzulegen.

Das, was Smith über die Reglung der Rente durch die fruchtbarste Mine sagt, habe ich schon bei Gelegenheit Ric[ardo]s und seiner Polemik erläutert.138 Hier nur der Satz hervorzuheben:

„Der niedrigste Preis“ (früher der sufficient price), „zu dem Kohle für längere Zeit verkauft werden kann, ist, wie bei allen anderen Waren, der Preis, der gerade ausreicht, das Kapital einschließlich des üblichen Profits zu ersetzen, das aufgewendet werden muß, um sie auf den Markt zu bringen.“ (I, p.350.)

Man sieht, wie der prix suffisant an die Stelle des prix naturel getreten. Ric[ardo] identifiziert sie und mit Recht.

||631|| Smith behauptet,

daß die Rente von Kohlenminen viel geringer als bei Ackerbauprodukten: hier 1/3, dort sei 1/5 une rente très forte139, 1/10 la rente ordinaire140. Die Metallminen seien nicht so abhängig von der Lage, da [ihre Produkte] leichter transportierbar, der Weltmarkt ihnen mehr offenstehe. Ihr Wert hänge daher mehr von ihrer Fruchtbarkeit ab als von ihrer Situation ab, während bei den Kohlenminen umgekehrt. Die Produkte der entferntesten (voneinander) Metallminen machen sich Konkurrenz. „Der Preis der unedlen und noch mehr der edlen Metalle in den ergiebigsten Minen der Erde wird daher zwangsläufig ihren Preis in jeder anderen Grube mehr oder weniger beeinflussen.“ (I, p.351, 352.)

„Weil der Preis jedes Metalls in jedem Bergwerk in gewissem Maße durch seinen Preis in der ergiebigsten, tatsächlich ausgebeuteten Mine der Welt bestimmt wird, kann er in den meisten Gruben die Betriebskosten nur geringfügig überschreiten und dem Grundeigentümer nur selten eine sehr hohe Rente abwerfen. Die Rente scheint dementsprechend in der Mehrzahl der Bergwerke lediglich einen kleinen Teil vom Preis der unedlen und einen noch kleineren vom Preis der edlen Metalle auszumachen. Arbeit und Profit bilden bei beiden den größten Teil.“ (I, p.353, 354.)

Smith setzt hier richtig den case141 auseinander von Tabelle C142.

Bei Gelegenheit der edlen Metalle wiederholt Smith wieder die Erklärung des prix suffisant, den er an die Stelle des prix naturel setzt, wo er von der Rente spricht. Wo er von der nicht agricultural Industrie spricht, hat er das nicht nötig, da der prix suffisant und prix naturel hier nach seiner ursprünglichen Erklärung zusammenfallen, nämlich der prix, der die avances du capital + the average profit143 zahlt.

„Der niedrigste Preis, zu dem die Edelmetalle über einen längeren Zeitraum hinweg verkauft werden können, ... wird durch dieselben Grundsätze reguliert, die den niedrigsten Normalpreis aller übrigen Waren festsetzen. Er wird bestimmt durch das Kapital, das gewöhnlich angelegt werden muß, und durch die Nahrung, Kleidung und Wohnung, die gewöhnlich verbraucht werden müssen, um sie von der Grube auf den Markt zu bringen. Er muß wenigstens zum Ersatz dieses Kapitals zusammen mit dem üblichen Profit ausreichen.“ (I, p.359.)

Mit Bezug auf Edelsteine bemerkt er:

„Die Nachfrage nach Edelsteinen entspringt ganz und gar ihrer Schönheit. Sie sind nicht nützlich, außer zu Schmucksachen. Der Vorzug ihrer Schönheit wird beträchtlich durch ihre Knappheit oder durch die Schwierigkeit und die Kosten erhöht, womit sie im Bergwerk gewonnen werden. Daher setzt sich ihr hoher Preis in den meisten Fällen fast vollständig aus den Löhnen und dem Profit zusammen. Die Rente bildet nur einen sehr kleinen und häufig gar keinen Bestandteil des Preises. Nur die allerergiebigsten Minen werfen eine bemerkenswerte Rente ab.“ (I, p. 361.)

Nur die Differentialrente hier möglich.

„Da sowohl die Edelmetall- als auch die Edelsteinpreise in der ganzen Welt von der ergiebigsten Grube bestimmt werden, entspricht die Rente, die ein Bergwerk seinem Eigentümer einbringen kann, nicht der absoluten, sondern der sogenannten relativen Ergiebigkeit bzw. seiner Überlegenheit über andere Gruben der gleichen Art. Wenn neue Silberminen entdeckt würden, die denen von Potosi ebensosehr überlegen wären, wie diese denen in Europa überlegen waren, dann könnte der Wert des Silbers so stark absinken, daß sich sogar der Abbau in Potosi nicht mehr lohnen würde.“ (I, p. 362.)

Die Produkte der minder fruchtbaren Minen von edlen Metallen und Edelsteinen tragen keine Rente, weil immer die fruchtbarste Mine den Marktwert bestimmt und immer fruchtbarere neue Minen eröffnet werden, die line stets ascending144 ist. Sie werden also unter ihrem Wert verkauft, bloß zu ihrem Kostenpreis.

„Ein Produkt, dessen Wert hauptsächlich seiner Knappheit zuzuschreiben ist, entwertet sich zwangsläufig durch sein reichliches Vorhandensein.“ (I, p. 363.)

Nun kommt Smith wieder zu dem relativ Falschen.

„Bei Grundstücken auf der Erdoberfläche ist es anders. Sowohl ihr Produktenwert als auch der Wert ihrer Rente entspricht ihrer absoluten und nicht ihrer relativen Fruchtbarkeit. Der Boden, der eine bestimmte Menge an Nahrung, Kleidung und Wohnung hervorbringt, kann immer eine bestimmte Zahl Menschen damit versorgen. Wie hoch der Anteil des Grundeigentümers auch sein mag“ (die Frage ist ja eben whether he takes any share of the produce, and in what proportion145), „er ||632|| wird ihm immer eine entsprechende Verfügungsgewalt über die Arbeit jener Menschen und damit über die Waren verschaffen, womit ihn diese Arbeit beliefern kann.“ (I, p. 363, 364.)

„Der Wert der unfruchtbarsten Ländereien wird durch die Nachbarschaft von sehr fruchtbaren nicht verringert. Im Gegenteil, er wird dadurch im allgemeinen sogar erhöht. Die große Anzahl Menschen, die von den fruchtbaren Ländereien unterhalten wird, bietet vielen Produkten des unfruchtbaren Bodens einen Markt, den dieser niemals bei den Leuten gefunden hätte, die er von seinem eigenen Erzeugnis unterhalten kann.“

(Aber doch nur, wenn er nicht dasselbe Produkt produces146 wie die terres fertiles147 in ihrer neighbourhood148; nur wenn das Produkt der terres stériles149 nicht konkurriert mit dem der terres plus fertiles150. In diesem Falle Smith recht und dies allerdings wichtig dafür, wie der total amount of rent from different sorts of natural production may increase in consequence of the fertility of the soils which yield food151.)

„Alles, was die Bodenfruchtbarkeit bei der Produktion von Nahrungsmitteln erhöht, steigert nicht nur den Wert der Ländereien, denen die Verbesserung zuteil wurde“ [kann diese valeur152 vermindern, selbst vernichten], „sondern trägt auch zur Werterhöhung vieler anderer Böden bei, indem eine neue Nachfrage nach ihren Erzeugnissen geschaffen wird“ oder auch rather des demandes pour des nouveaux produits153. (I, p.364.)

Was Smith in alledem nicht erklärt, ist die absolute Rente, deren Existenz er für Boden, der food produziert, annimmt. Er bemerkt mit Recht, daß sie nicht zu existieren braucht für andren Boden, Minen z.B., weil sie stets relativ in so illimited quantity154 vorhanden (im Verhältnis zur demand), daß die propriété hier keine résistance dem Kapital leisten kann, ökonomisch nicht existiert, wenn auch legal. (Sieh p.641 über house rent.) ||632||

||641|| Sieh p.632. Über house rent sagt A.Smith:

„Der Teil der gesamten Miete eines Hauses, der einen solchen angemessenen Profit“ (to the builder155) „übersteigt, ist natürlich der Grundrente zuzurechnen, und dort, wo Grundeigentümer und Hauseigentümer verschiedene Personen sind, wird er meist gänzlich dem ersteren bezahlt. Bei Landhäusern, in einiger Entfernung von irgendeiner großen Stadt, wo es genügende Auswahl an Boden gibt, ist die Grundrente fast bedeutungslos oder beträgt nicht mehr als die Fläche einbringt, auf der das Haus steht, wenn sie landwirtschaftlich genutzt wird.“ (b.V, ch.II.)

Bei der ground rent of houses156 bildet für die Differentialrente die situation ebenso entscheidendes Moment, als die fertility (und situation) bei der agricultural rent.

A.Smith, bei seiner Vorliebe mit den Physiokraten, für agriculture und den landlord, teilt mit ihnen die Ansicht, daß sie besonders wünschenswerte objects of taxation157. Er sagt:

„Beide, die Grundrente sowohl als die gewöhnliche Bodenrente sind eine Art Revenue, deren sich der Eigentümer vielfach ohne irgendwelche eigene Mühe und Sorge erfreut. Wenngleich ihm ein Teil dieser Revenue zwecks Deckung der Staatsausgaben wieder abgenommen wird, so wird dadurch keine Art von Betätigung entmutigt. Das jährliche Produkt des Bodens und der Arbeit der Gesellschaft, der wirkliche Reichtum und die Revenue der großen Masse des Volkes können nach Einführung einer solchen Steuer die gleichen sein wie zuvor. Grundrenten und die gewöhnliche Bodenrente sind deshalb wohl die Arten von Revenue, welche eine Sondersteuer am leichtesten tragen können.“ (b.V, ch.II).

Wogegen Ricardo (p.230) sehr spießbürgerliche Bedenken vorbringt.

|641||

[4. Smiths Analyse
der Veränderungen der Preise für Bodenprodukte]

||632| „Dritte Sektion. Von den Veränderungen im Verhältnis zwischen den jeweiligen Werten der Erzeugnisart, die stets Rente abwirft, und derjenigen, die zuweilen Rente abwirft“ etc. (b. I, vol. II, ch. XI.)

„In einem von Natur aus fruchtbaren Land, dessen größter Teil jedoch völlig unbebaut ist, werden Vieh, Geflügel, Wildbret aller Art usw. nur eine sehr kleine Quantität Arbeit kaufen oder kommandieren, da sie mit einer sehr kleinen Quantität erlangt werden können.“ (II, p.25.)

In welcher sonderbaren Weise S[mith] die mesure de la valeur par la quantité du travail158 vermischt mit dem prix du travail159 oder der quantité du travail qu’une marchandise peut commander160, geht sowohl aus dem obigen Satz hervor, als namentlich aus dem folgenden, der uns auch zeigt, wie er dazu kam, den blé161 gelegentlich zur mesure de la valeur162 zu erheben.

„Getreide ist bei jedem Zustand der Gesellschaft, auf jeder Stufe des Fortschritts ein Erzeugnis des menschlichen Fleißes. Doch das durchschnittliche Produkt jeder Art Fleiß, d.h. das durchschnittliche Angebot, wird der durchschnittlichen Konsumtion, d.h. der durchschnittlichen Nachfrage, stets mehr oder weniger genau angepaßt. Außerdem wird in jeder einzelnen Stufe des Fortschritts die Erzeugung von gleichgroßen Getreidemengen auf demselben Acker und bei demselben Klima im Durchschnitt etwa gleichgroße Quantitäten Arbeit erfordern oder, was auf dasselbe hinausläuft, den Preis etwa gleichgroßer Quantitäten, denn die ständige Steigerung der produktiven Kräfte der Arbeit bei einer sich verbessernden Bodenbewirtschaftung wird mehr oder weniger aufgewogen durch den ständigen steigenden Preis des Viehs, dem Hauptwerkzeug der Agrikultur. Aus all diesen Gründen können wir sicher sein, daß gleiche Getreidemengen bei jedem Zustand der Gesellschaft, auf jeder Stufe des Fortschritts gleiche Quantitäten Arbeit viel genauer repräsentieren oder wertmäßig aufwiegen als gleiche Mengen irgendeines anderen Rohprodukts des Bodens. Getreide ist dementsprechend… auf all den verschiedenen Stufen der Entwicklung des Wohlstands und des Fortschritts ein genaueres Maß des Wertes als jede beliebige andere Ware oder Warengattung… Getreide, oder was auch immer sonst das übliche und bevorzugte pflanzliche Nahrungsmittel des Volkes sein mag, bildet überdies in jedem zivilisierten Land den Hauptteil des Unterhalts der Arbeiter… Der Geldpreis der Arbeit hängt also viel mehr vom durchschnittlichen Geldpreis des Getreides, dem Unterhalt des Arbeiters, als von dem des Fleisches oder irgendeines anderen Rohproduktes des Bodens ab. Der reale Wert von Gold und Silber, die tatsächliche Quantität Arbeit, die sie kaufen oder kommandieren können, hängt viel stärker von der Kornmenge ab, die sie kaufen oder zu kommandieren vermögen, als von der Menge an Fleisch oder irgendeinem anderen Rohprodukt des Bodens." (II, p.26–28.)

Bei Vergleichung zwischen dem Wert von Gold und Silber entwickelt Smith noch einmal seine Ansicht vom sufficient price und be||633||merkt ausdrücklich, daß er die Rente ausschließt:

„Man kann eine Ware nicht nur entsprechend ihres absolut hohen oder niedrigen Normalpreises als teuer oder billig bezeichnen, sondern auch danach, inwieweit dieser Preis mehr oder weniger den niedrigsten übersteigt, zu dem es möglich ist, sie eine beträchtliche Zeit hindurch auf den Markt zu bringen. Dieser niedrigste Preis ersetzt zusammen mit einem mäßigen Profit lediglich das Kapital, das angelegt werden müßte, um die Ware dorthin zu schaffen. Es ist der Preis, welcher dem Grundeigentümer nichts einbringt, von dem die Rente keinen Bestandteil bildet und der sich vollständig in Lohn und Profit auflöst." (II, p.81.)

„Der Preis von Diamanten und anderen Edelsteinen nähert sich vielleicht dem niedrigsten Preis, zu dem es möglich ist, sie auf den Markt zu bringen, noch mehr als selbst der Goldpreis." (II, p.83.)

Es gibt (vol. II, p. 89) 3 Klassen von Rohprodukten. Die eine, deren Vermehrung fast oder ganz unabhängig von der menschlichen Industrie; die zweite, die im Verhältnis zur Nachfrage vermehrt werden kann; die dritte, auf deren Vermehrung die menschliche Industrie „n'a qu'une puissance bornée ou incertaine"163.

Erste Klasse: Fische, rare Vögel, verschiedne Arten gibier164, fast alle oiseaux sauvages165, besonders die de passage166 etc. Nachfrage nach diesem Zeug wächst sehr mit Reichtum und Luxus.

„Da infolgedessen die Menge solcher Waren gleichgroß oder fast gleichgroß bleibt, während sich die Konkurrenz um ihren Erwerb ständig erweitert, kann ihr Preis auf jedes übersteigerte Ausmaß klettern." (II, p.91.)

Zweite Klasse:

„Sie besteht aus solchen nützlichen Pflanzen und Tieren, die in nicht kultivierten Ländern von der Natur in einem dermaßen verschwenderischen Überfluß hervorgebracht werden, daß sie nur geringen oder keinen Wert besitzen und deshalb mit dem Fortschritt der Bodenbearbeitung einigen profitableren Produkten Platz machen müssen. Während einer langen Periode fortschreitender Verbesserungen vermindert sich ihre Menge beständig, aber zur gleichen Zeit erhöht sich die Nachfrage nach ihnen kontinuierlich. Ihr realer Wert, die tatsächliche Quantität Arbeit, die sie zu kaufen oder zu kommandieren vermögen, steigt daher allmählich, bis er schließlich eine Höhe erreicht, daß sie zu einem ebenso profitablen Produkt werden wie jeder andere Artikel auch, den menschlicher Fleiß auf dem fruchtbarsten und am besten bebauten Boden hervorbringen kann. Ist ihr Preis erst einmal so hoch, kann er nicht gut noch weiter steigen. Anderenfalls würde bald mehr Boden und mehr Arbeit beschäftigt werden, um ihre Menge zu erhöhen.“
(II, p.94, 95.) So z.B. das bétail167.

„Von allen den verschiedenen Artikeln, aus denen sich diese zweite Rohproduktenart zusammensetzt, ist Vieh eventuell dasjenige, dessen Preis in einer fortschreitenden Entwicklung zuerst auf diese Höhe steigt.“ (II, p.96, 97.) „Wie Vieh zu den ersten, die diesen Preis einbringen“ {sc. which makes it worth while cultivating soil in order to feed them168}, „so gehört Wildbret zu den letzten. Der Preis von Wildbret – wie außerordentlich hoch er auch erscheinen mag – reicht in Großbritannien nicht annähernd aus, um die Kosten eines Wildparks zu decken. Das weiß jeder, der etwas Erfahrung in der Wildfütterung besitzt.“ (II, p.104.)
„Auf jedem Pachthof wird eine bestimmte Anzahl Geflügel von den Abfällen der Scheune und Ställe unterhalten. Da es damit gefüttert wird, was sonst verlorenginge, ist es nichts weiter als ein Mittel, um etwas vor dem Verderb zu schützen. Es kostet den Farmer kaum etwas, so daß er es sehr billig verkaufen kann.“ Solange diese Zufuhr genügt, Geflügel so wohlfeil wie Metzgerfleisch. Mit dem Reichtum steigt die Nachfrage, damit der Preis der volaille169 über den Preis des Metzgerfleisches, bis „die Bestellung von Land zum Zwecke der Geflügelzucht profitabel wird.“ So in Frankreich etc. (II, p.105, 106.)

Das Schwein, wie die volaille, „ursprünglich gehalten, um etwas vor dem Verderb zu schützen“. Es lebt von Abfällen. Preis steigt schließlich, bis Erde eigens zu seiner food bebaut werden muß. (II, p.108, 109.)

Milch, laiterie170 (II, p.110 sq.) (Butter, Käse ibidem.)

Das allmähliche Steigen des Preises dieser Rohprodukte beweist nach Smith nur, daß sie nach und nach Produkte der menschlichen Industrie werden, während sie früher fast nur Naturprodukte waren. Ihre Verwandlung aus Naturprodukten in Industrieprodukte ist selbst das Resultat der Entwicklung der Kultur, die den spontaneous productions171 der Natur mehr und mehr den Spielraum entzieht. Andererseits ist ein großer Teil jener Produkte unter dem minder entwickelten Produktionsverhältnis unter seinem Wert verkauft worden. Es wird zu seinem Wert verkauft (hence the rise in prices172), sobald es aus Nebenprodukt ein selbständiges Produkt irgendeiner Branche der Agrikultur wird.

„Offensichtlich können die Böden keines Landes jemals vollständig bebaut und verbessert werden, solange nicht der Preis aller Produkte, die menschlicher Fleiß darauf zu erzeugen genötigt ist, soweit gestiegen ist, daß er die Kosten einer vollständigen Bebauung und Verbesserung deckt. Um das zu tun, muß der Preis jedes einzelnen Produkts erstens ausreichen, um die Rente guten Getreidebodens abzuwerfen, da diese die Rente des größten Teils des übrigen bebauten Bodens bestimmt; und zweitens muß er groß genug sein, um die Arbeit und die Kosten des Farmers ebenso, wie sie auf gutem Getreideboden entschädigt werden, zu bezahlen, mit anderen Worten, er muß das hierbei angelegte Kapital zusammen mit dem üblichen Profit ersetzen. Dieses Steigen des Preises jedes einzelnen Produkts muß offenbar ||634|| stattfinden, bevor der hierfür zum Anbau bestimmte Boden verbessert und bestellt worden ist… Diese verschiedenen Arten Rohprodukte sind nicht nur eine größere Quantität Silber, sondern auch eine größere Quantität Arbeit und Unterhaltsmittel wert als vorher. Da es eine größere Menge Arbeit und Unterhaltsmittel kostet, um sie auf den Markt zu schaffen, repräsentieren sie auch, wenn sie dorthin gebracht werden, eine größere Menge davon bzw. sind dieser gleichwertig." (II, p. 113–115.)

Hier sieht man wieder, wie Smith die valeur, as determined by the quantity of labour it can buy173, nur brauchen kann, soweit er sie konfundiert mit der value as determined by the quantity of labour required for their production174.

Dritte Klasse: Dies soll das produit brut175 sein,

„für dessen Vermehrung die Leistungsfähigkeit des menschlichen Fleißes entweder begrenzt oder ungewiß ist". (II, p. 115.)

Wolle und Häute sind limited par le nombre du gros et menu bétail qu'on entretient176.

Aber die ersten accessoires177 haben bereits großen Markt, während das Vieh selbst ihn noch hat.

Das Metzgerfleisch fast immer auf den inländischen Markt beschränkt. La laine et les peaux crues178 selbst in den commencements informes179 haben meist schon ausländische Märkte.

Sie sind leicht transportierbar und liefern matières180 vieler Manufakturartikel.

So können industriell fortgeschrittener Länder ihnen schon als Markt dienen, wenn noch nicht die einheimische Industrie.

„In schlecht kultivierten und daher nur dünn besiedelten Ländern nimmt der Preis von Wolle und Häuten immer einen viel größeren Teil vom Preis des gesamten Tieres ein als in Ländern, wo infolge der weiter fortgeschrittenen Entwicklung und Bevölkerungszahl eine größere Nachfrage nach Fleisch herrscht.“ Dasselbe gilt vom „suif“181. Im Fortschritt der Industrie und der Bevölkerung fällt die Preissteigerung des Viehs mehr auf seinen corps182 als auf seine laine et peau183. Denn mit der Vermehrung der Industrie und der Bevölkerung des Lands dehnt sich der marché184 für das Fleisch aus, während der für das Zubehör schon früher über die Grenzen des Landes hinausging. Steigt aber doch etwas auch für Wolle etc. mit der Entwicklung der einheimischen Industrie. (II, p. 115–119.)

Fische. (II, p. 129, 130.) Steigt die Nachfrage nach Fisch, so fordert seine supply185 mehr Arbeit. „In der Regel müssen die Fische in einer größeren Entfernung gefangen werden, man braucht größere Boote und kostspieligere Werkzeuge aller Art.“ Der marché „kann selten versorgt werden, ohne mehr als die Menge an Arbeit aufzuwenden“ größer als die, „die vorher zu seiner Belieferung genügte“. „Folglich steigt der reale Preis dieser Ware natürlicherweise in einer fortschreitenden Entwicklung.“ (II, p. 130.)

Hier also bestimmt Smith den prix réel durch die quantité de travail nécessaire pour la production de la denrée186.

Nach Smith muß im Lauf der Zivilisation der réel prix des végétal187 (blé188 etc.) fallen.

„Da die Ausdehnung der Verbesserung und Bebauung des Bodens zwangsläufig die Preise jeder Nahrungsmittelart tierischen Ursprungs mehr oder weniger steigert, und zwar im Verhältnis zum Preis des Getreides, ermäßigt sie meines Erachtens ebenso notwendigerweise auch den Preis jedes pflanzlichen Nahrungsmittels. Sie steigert den Preis der tierischen Nahrungsmittel, weil ein großer Teil des Bodens, der sie produziert, für den Getreideanbau geeignet gemacht wurde und nun dem Grundbesitzer und dem Farmer die Rente und den Profit von Getreideländereien abwerfen muß. Sie ermäßigt den Preis der pflanzlichen Nahrungsmittel, weil sie deren reichliches Vorhandensein durch die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit steigert. Außerdem führen landwirtschaftliche Verbesserungen zu vielen neuen Sorten pflanzlicher Nahrungsmittel, die weniger Boden und nicht mehr Arbeit als Getreide erfordern und deshalb viel billiger auf den Markt kommen. Das betrifft z. B. Kartoffeln und Mais ... Manches pflanzliche Nahrungsmittel war ferner bei einem rohen Zustand der Agrikultur auf den Gemüsegarten beschränkt und wurde nur mit dem Spaten angebaut. In einem fortgeschrittenen Stadium wird sein allgemeiner Feldbau und die Bearbeitung mit dem Pflug eingeführt, so wie bei Rüben, Möhren, Kohl usw.“ (II, p. 145, 146.) (I. I, ch. XI.)

Smith sieht, daß die Preise der Manufakturwaren allgemein gefallen sind überall, wo

„der reale Preis der Rohstoffe entweder überhaupt nicht oder nicht sehr viel steigt“. (I. c. II, p. 149.)

Andererseits behauptet er, daß der prix réel du travail189, also das Salair, gestiegen mit dem advancement190 der Produktion. Also steigen auch nach ihm Preise der Waren nicht notwendig, weil das Salair oder Preis der Arbeit steigt, obgleich das Salair „une partie constituante du prix naturel“191 [bildet] and even192 des „prix suffisant“ oder des „prix le plus bas auquel les marchandises puissent être portées au marché“193. Also wie erklärt er das? Durch Fallen der Profite? No. Oder der Rente? Auch nicht. (Obgleich er das Fallen der allgemeinen Profitrate im Laufe der Zivilisation annimmt.) Er sagt:

„Infolge besserer Maschinen, ||635|| einer größeren Geschicklichkeit sowie einer zweckmäßigeren Teilung und Verteilung der Arbeit – alles natürliche Auswirkungen des Fortschritts – wird eine viel kleinere Quantität Arbeit notwendig, um irgendein bestimmtes Werkstück herzustellen. Auch wenn der reale Preis der Arbeit wegen der blühenden Verhältnisse der Gesellschaft beträchtlich ansteigt, wird die große Verringerung der Arbeitsmenge im allgemeinen die größtmögliche Steigerung ihres Preises mehr als kompensieren.“ (II, p. 148.)

Also der Wert der Waren sinkt, weil die zu ihrer Produktion nötige Quantität Arbeit fällt, und er sinkt, obgleich der prix réel du travail steigt. Ist hier unter dem prix réel du travail der Wert [der Arbeit] verstanden, so muß der Profit fallen, wenn der prix de la marchandise194 fallen soll infolge ihres Wertfalls. Ist dagegen die Summe von Lebensmitteln verstanden, die der Arbeiter erhält, so der S[mith]sche Satz richtig, selbst wenn der Profit steigt.

Wie sehr Smith überall, wo er in der Tat entwickelt, zur richtigen Definition der valeur greift, beweist auch seine Untersuchung am Schluß des Kapitels, warum die draps de laine195 teurer waren im 16. Jahrhundert etc.

„Es kostete eine größere Quantität Arbeit, um die Ware auf den Markt zu bringen. Hatte man sie dorthin geschafft, mußte sie deshalb auch gegen den Preis einer größeren Quantität verkauft oder ausgetauscht werden.“ (II, p. 156.)

Der Fehler hier nur in dem Wort prix.

[5. Smiths Ansichten über die Bewegung der Rente
und seine Einschätzung der Interessen
der verschiedenen gesellschaftlichen Klassen]

Conclusion du chapitre.196 A.Smith schließt sein chapitre über die Rente mit der observation197, daß

„jede Verbeßrung im Zustand der Gesellschaft direkt oder indirekt die Tendenz hat, die reelle Grundrente steigen zu machen“. (II, p. 157, 158.) „Die Ausdehnung der Verbesserung und Bearbeitung des Bodens führt zu einer unmittelbaren Zunahme der Rente. Der Anteil des Grundbesitzers am Produkt erhöht sich zwangsläufig mit dessen Steigerung.198“ (II, p. 158.) Die hausse, die „im realen Preis bestimmter Rohprodukte des Bodens eintritt, die zunächst Ergebnis der verbreiteten Verbesserung und Bearbeitung des Bodens und später die Ursache für deren weitere Ausdehnung ist“, z. B. die hausse im prix du bétail199, hebt erstens la valeur réelle de la part du propriétaire200, aber auch la proportion de cette part201, denn: „Das Einsammeln dieses Produkts erfordert nach der Steigerung seines realen Preises nicht mehr Arbeit als zuvor. Deshalb reicht ein kleinerer Teil davon aus, um das Kapital, das diese Arbeit beschäftigt, zusammen mit dem üblichen Profit zu ersetzen. Demzufolge muß ein größerer Teil dem Grundbesitzer zufallen.“ (II, p. 158, 159.)

Dies ist exakt die Weise, wie Ric[ardo] das Steigen der Proportion der Rente erklärt bei Verteuerung des blé auf den fruchtbareren Äckern. Nur geht diese Verteuerung nicht aus amélioration hervor, leitet Ric[ardo] daher zum entgegengesetzten Schluß wie S[mith].

Ferner, sagt S[mith], nütze dem propriétaire jede Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit in der Manufaktur.

„Was den Preis der letzteren reduziert, erhöht den der ersteren202.“ (II, p.159.)

Ferner vermehrt sich die Bevölkerung mit toute augmentation dans la richesse réelle de la société203, mit der Bevölkerung die Nachfrage nach agricultural produce, damit das capital employed in agriculture204 „und die Rente vergrößert sich mit dem Produkt“. (l. c.) Umgekehrt wirken auf Fall der Rente und daher Abnahme des reellen Reichtums des propriétaire alle circonstances opposées205, die das accroissement206 des allgemeinen Reichtums hemmen. (l. c. p. 160.)

Daraus schließt S[mith], daß sich das Interesse der landlords (propriétaires) immer im Einklang befinde mit dem „intérêt général de la société207. Dasselbe gelte von den Arbeitern. (II, p. 161, 162.) Doch ist Smith so ehrlich, den Unterschied zu machen:

„Die Klasse der Grundeigentümer zieht aus dem Gedeihen der Gesellschaft eventuell noch größere Vorteile als diese“ (des ouvriers208); „aber es gibt keine Klasse, die so schrecklich unter einem Verfall der Gesellschaft leidet, wie die Arbeiterklasse.“ (l. c. p. 162.)

Das Interesse der capitalistes (manufacturiers und marchands209) dagegen nicht identisch mit dem

„allgemeinen Interesse der Gesellschaft“. (l. c. p.163.) „Das Interesse der Kaufleute irgendeines besonderen Handels- oder Manufakturzweiges unterscheidet sich jedoch in gewisser Hinsicht immer von dem der Allgemeinheit, ja widerspricht diesem sogar.“ (II, p.164, 165.) „…eine Klasse, deren Interesse ||636|| niemals genau mit dem der Allgemeinheit übereinstimmt. Sie ist in der Regel daran interessiert, die Öffentlichkeit zu hintergehen, ja sogar zu unterdrücken, und hat beides auch bei vielen Gelegenheiten getan.“ (II, p. 165.) ||636||