||636| Ricardo betrachtet nirgendwo den Mehrwert gesondert und getrennt von seinen besondren Formen – Profit (Zins) und Rente. Daher sind seine Betrachtungen über die organische Zusammensetzung des Kapitals, die von so einschneidender Wichtigkeit ist, beschränkt auf die von A. Smith (eigentlich den Physiokraten) überlieferten Unterschiede in der organischen Zusammensetzung, wie sie aus dem Zirkulationsprozeß entspringen (capital fixe und capital circulant), während er nirgendwo die Unterschiede der organischen Zusammensetzung innerhalb des eigentlichen Produktionsprozesses berührt oder kennt. Daher seine Verwechslung von Wert und Kostenpreis, die falsche Renttheorie, die falschen Gesetze über die Ursachen des Steigens und Fallens der Profitrate usw.
Profit und Mehrwert sind nur identisch, sofern das vorgeschußne Kapital identisch ist mit dem direkt in Arbeitslohn ausgelegten Kapital. (Die Rente kommt hier nicht in Betracht, da der Mehrwert ganz zunächst vom Kapitalisten angeeignet wird, [gleichgültig] welche Portionen davon er später an copartners abzugeben habe. Auch ist ja die Rente bei R[icardo] selbst dargestellt als ein vom Profit abgesonderter, ausgeschiedner Teil.) In seinen Betrachtungen über Profit und Salair abstrahiert Ricardo nun auch von dem konstanten Teil des Kapitals, der nicht in Arbeitslohn ausgelegt wird. Er behandelt die Sache so, als würde das ganze Kapital direkt in Arbeitslohn ausgelegt. Sofern betrachtet er also den Mehrwert und nicht den Profit und kann daher von einer Theorie des Mehrwerts bei ihm gesprochen werden, Andererseits glaubt er aber, vom Profit als solchem zu sprechen, und drängen sich in der Tat überall Gesichtspunkte unter, die von der Voraussetzung des Profits und nicht des Mehrwerts ausgehn. Wo er die Gesetze des Mehrwerts richtig darstellt, verfälscht er sie dadurch, daß er sie unmittelbar als Gesetze des Profits ausspricht. Andererseits will er die Gesetze des Profits unmittelbar, ohne die Mittelglieder, als Gesetze des Mehrwerts darstellen.
Wenn wir von seiner Theorie des Mehrwerts sprechen, so sprechen wir also von seiner Theorie des Profits, soweit er diesen mit dem Mehrwert verwechselt, also den Profit nur betrachtet mit Bezug auf das variable Kapital, den in Arbeitslohn ausgelegten Teil des Kapitals. Was er vom Profit im Unterschied vom Mehrwert sagt, werden wir später abhandeln.
So sehr liegt es in der Natur der Sache, daß der Mehrwert nur mit Bezug auf das variable Kapital, das in Arbeitslohn direkt ausgelegte Kapital, behandelt werden kann – und ohne Erkenntnis des Mehrwerts ist keine Theorie des Profits möglich –, daß Ricardo das ganze Kapital als variables Kapital behandelt und von dem konstanten Kapital abstrahiert, obgleich es gelegentlich in der Form von advances1 erwähnt wird.
||637| Ric[ardo] spricht (ch. XXVI „On Gross and Net Revenue“) von: „Gewerbezweigen, in denen Profit sich nach dem Kapital und nicht nach der Menge aufgewendeter Arbeit richtet.“ ([„On the principles...“, 3rd ed.] p. 418.)
Was heißt seine ganze Lehre vom average profit2 (worauf seine Renttheorie beruht), als daß profits „are in proportion to the capital, and not in proportion to the quantity of labour employed3?“ Wären sie „in proportion to the quantity of labour employed4“, so würden gleiche Kapitalien sehr ungleiche Profite abwerfen, indem ihr Profit gleich dem in ihrem eignen trade5 erzeugten Mehrwert wäre, dieser aber abhängt nicht von der Größe des Kapitals überhaupt, sondern der Größe des variablen Kapitals, gleich the quantity of labour employed. Was soll es also heißen, einer besondren Anwendung des Kapitals, besondren trades ausnahmsweise zuzuschreiben, that in them profits are proportionate to the amount of capital instead of the quantity of labour employed6? Die Rate des Mehrwerts gegeben, muß der amount des Mehrwerts für ein bestimmtes Kapital stets abhängen nicht von der absoluten Größe des Kapitals, sondern von der quantity of labour employed. Andererseits die average rate of profit gegeben, muß der amount of profit stets abhängen von dem amount of capital employed7 und nicht von der quantity of labour employed. Ric[ardo] spricht ausdrücklich von trades, wie der
„Zwischenhandel, der Überseehandel und die Zweige, die teure Maschinen benötigen." (l.c. p. 418.)
D.h., er spricht von trades, die verhältnismäßig viel konstantes und wenig variables Kapital anwenden. Es sind dies zugleich trades, wo im Vergleich mit andren total amount des vorgeschoßnen Kapitals groß ist oder die bloß mit großen Kapitalien betrieben werden können. Die Rate des Profits gegeben, hängt der amount of profits überhaupt von der Größe der vorgeschoßnen Kapitalien ab. Dies zeichnet aber die trades, worin große Kapitalien und viel konstantes Kapital angewandt wird (dies geht immer zusammen), durchaus nicht aus vor den trades, worin kleine Kapitalien angewandt werden, sondern ist nur eine Anwendung des Satzes, daß gleich große Kapitalien gleich große Profite abwerfen, also größeres Kapital mehr Profit abwirft als kleineres. Dies hat nichts zu tun mit der „quantity of labour employed"8. Ob aber die Profitrate überhaupt groß oder klein ist, hängt in der Tat ab von der total quantity of labour employed by the capital of the whole class of capitalists, and from the proportional quantity of unpaid labour employed; and, lastly, from the proportion between the capital employed in labour, and the capital merely reproduced as a condition of production9.
Ric[ardo] selbst polemisiert gegen die Ansicht von A.Smith, daß eine höhere Profitrate im foreign trade,
„daß die großen Profite, welche manchmal durch einzelne Kaufleute im auswärtigen Handel gemacht werden, die allgemeine Profitrate im Lande anheben." (l.c. ch. VII „On Foreign trade", p.132.)
Er sagt:
„sie behaupten, daß die Gleichheit der Profite durch das allgemeine Steigen der Profite zustande gebracht werden wird; und ich bin der Meinung, daß die Profite des bevorzugten Gewerbes schnell auf den allgemeinen Stand sinken werden." (p. 132, 133.)
Wie weit seine Ansichten richtig, that exceptional profits10 (wenn nicht verursacht durch Steigen des Marktpreises über den Wert) trotz der Aus-gleichung nicht die general rate of profit erhöhen, wieweit ferner seine Ansicht richtig, daß der foreign trade und die Ausdehnung des Marktes die Profitrate nicht erhöhen können, werden wir später sehn.11 Aber die Richtigkeit seiner Ansicht zugegeben, überhaupt die „equality of profits"12, wie kann er trades unterscheiden, „where profits are in proportion to the capital"13 und others where they are „in proportion to the quantity of labour employed"14?
Im ch. XXVI „On Gross and Net Revenue" sagt Ric[ardo]:
„Ich räume ein, daß auf Grund der Natur der Rente ein in der Landwirtschaft angelegtes bestimmtes Kapital auf jedem, außer dem zuletzt bebauten Boden eine größere Menge Arbeit in Bewegung setzt als ein gleiches in Manufaktur und Handel angelegtes." (l. c. p. 419.)
Der ganze Satz Blödsinn. Erstens wird ja auf dem land last cultivated a greater quantity of labour employed15 – nach Ricardo – als auf allen andren Ländereien. Daher entspringt nach ihm die Rente auf den andren Ländereien. Wie soll daher auf allen andern Ländereien außer dem land last cultivated ein gegebnes Kapital mehr Arbeit in Bewegung setzen als in manufactures and trades? Daß das Produkt der beßren Ländereien einen höheren Marktwert hat als den individuellen Wert, der bedingt ist durch die quantity of labour employed by the capital that cultivates them16, ist doch nicht identisch damit, daß this capital „puts in motion a greater quantity of labour than an equal capital employed in manufactures and trade"17? Wohl aber wäre es richtig gewesen, hätte Ric[ardo] gesagt, daß, abgesehen von dem Unterschied in der Fruchtbarkeit der Ländereien, die Rente überhaupt daher stammt, daß das Agrikulturkapital im Verhältnis zum konstanten Teil des Kapitals eine größre Quantität von Arbeit in Bewegung setzt als das Durchschnittskapital in der not agricultural industry.
||638| Daß Ursachen den Profit erhöhen oder erniedrigen, überhaupt influieren können, wenn der Mehrwert gegeben ist, übersieht Ric[ardo]. Weil er Mehrwert mit Profit identifiziert, will er nun konsequent nachweisen, daß Steigen und Fallen der Profitrate nur durch die Umstände bedingt sind, die die Rate des Mehrwerts steigen oder fallen machen. Er übersieht ferner – abgesehen von den Umständen, die die Profitrate, obgleich nicht den amount of profit18, influieren bei gegebnem amount of surplus value19 – , daß die Profitrate abhängt vom amount des Mehrwerts, keineswegs von der Rate des Mehrwerts. Der amount des Mehrwerts hängt von der organischen Komposition des Kapitals ab, wenn die Rate des Mehrwerts, der Surplusarbeit, gegeben ist, d. h. von der Anzahl der Arbeiter, die ein Kapital of given value20, z. B. 100 l., beschäftigt. Er hängt von der Rate des Mehrwerts ab, wenn die organische Komposition des Kapitals gegeben ist. Er ist also bestimmt durch die beiden Faktoren: Anzahl der gleichzeitig beschäftigten Arbeiter und Rate der Surplusarbeit. Vergrößert sich das Kapital, welches immer seine organische Zusammensetzung, sie konstant bleibend vorausgesetzt trotz der Vergrößerung, so vergrößert sich der amount of surplus value. Dies ändert aber nichts daran, daß er für ein Kapital of given value, z. B. 100, derselbe bleibt. Ist er hier 10, so ist er für 1000 l. 100, aber das Verhältnis wird dadurch nicht alteriert.
Ricardo:
„Es kann nicht zwei verschiedene Profitraten im selben Produktionszweig geben, und wenn daher der Wert des Produktes in einem unterschiedlichen Verhältnis zum Kapital steht, so wird die Rente und nicht der Profit verschieden sein.“ (ch. XII „Land Tax“, p. 212, 213.)
Dies gilt nur von der normalen Profitrate „in the same employment“21. Sonst im direkten Widerspruch mit dem früher zitierten Satz22:
„Der Tauschwert aller Waren, ob sie industriell erzeugt werden oder das Produkt des Bergbaus oder des Bodens sind, wird nicht durch die geringere Quantität Arbeit bestimmt, die zu ihrer Produktion unter sehr günstigen Bedingungen ausreicht und in deren Genuß ausschließlich diejenigen kommen, die besondere Produktionsleichtigkeiten haben, sondern durch die größere Menge Arbeit, die notwendigerweise von denen bei ihrer Produktion aufgewendet werden muß, die solche Erleichterungen nicht besitzen, – von denjenigen, die sie dauernd unter den ungünstigsten Bedingungen produzieren; das bedeutet, unter den ungünstigsten Bedingungen, unter denen die Produktion im Hinblick auf die verlangte Produktenmenge notwendigerweise weitergeführt werden muß.“ (ch. II „On Rent“, p. 60, 61.)
In dem ch. XII „Land Tax“ sagt Ric[ardo] gelegentlich gegen Say – und daraus ersieht man, wie der Engländer immer scharf den ökonomischen Unterschied vor Augen hat, während der Kontinentale ihn beständig vergißt:
„Say unterstellt, daß ‚ein Grundeigentümer durch seinen Fleiß, durch Sparsamkeit und Geschicklichkeit seine jährliche Revenue um 5000 Franken steigert‘. Ein Grundeigentümer hat aber keine Möglichkeit, seinen Fleiß, Sparsamkeit und Geschicklichkeit23 auf seinen Boden zu verwenden, solange er ihn nicht selbst bewirtschaftet. Dann aber führt er die Verbesserung in seiner Eigenschaft als Kapitalist und Farmer ein, nicht aber in seiner Eigenschaft als Grundeigentümer. Es ist nicht vorstellbar“ {also auch mit dem „skill“ plus ou moins1 Phrase}, „wie er das Produkt seiner Farm durch eine besonderen Geschicklichkeit seinerseits vermehren kann, ohne vorher das in ihr angelegte Kapital zu vergrößern.“ (l. c. p. 209.)
In dem chapter XIII „Taxes on Gold“ (wichtig für Ric[ardo]s Geldtheorie) macht Ric[ardo] einige Zusätze oder weitere Bestimmungen über market price and natural price. Sie laufen darauf hinaus, daß die Ausgleichung beider rascher oder kürzer erfolgt, je nachdem der peculiar trade24 rasche oder langsame Steigerung oder Verminderung der supply25 erlaubt, was wieder dasselbe ist als rascher oder langsamer transfer or withdrawal26 des Kapitals to or from the trade in question27. Bei seinen Betrachtungen über Grundrente ist dem Ric[ardo] von vielen Seiten der Vorwurf gemacht worden (von Sismondi etc.), daß er die Schwierigkeiten des withdrawal of capital28 für den Pächter übersieht, der viel capital fixe anwendet usw. (Die Geschichte in England von 1815–1830 beweist dies in hohem Grad.) So richtig dieser Einwurf ist, so trifft er die Theorie gar nicht, läßt sie ganz unberührt, denn es handelt sich hier immer nur um eine plus ou moins raschere oder langsamere Ausführung des ökonomischen Gesetzes. Ganz anders verhält es sich aber mit dem umgekehrten Einwurf, der application of new capital to new soils6. Ric[ardo] nimmt an, daß diese ohne Intervention des Landlords geschehn kann, daß das Kapital hier in einem Element operiert, ||639|| worin seine Bewegung auf keinen Widerstand stößt. Dies aber grundfalsch. Um diese Voraussetzung zu beweisen, daß dies der Fall ist, wo die kapitalistische Produktion und das Grundeigentum entwickelt ist, unterstellt Ric[ardo] stets Fälle, wo das Grundeigentum entweder faktisch oder legal nicht existiert und auch die kapitalistische Produktion, wenigstens auf dem Land selbst, noch nicht entwickelt ist.
Was nun die eben angedeuteten Sätze betrifft, so sind sie folgende:
„In allen Fällen wird als Resultat einer Besteuerung oder von Produktionsschwierigkeiten schließlich eine Erhöhung der Warenpreise eintreten; die Dauer des zeitlichen Zwischenraums jedoch, der verstreicht, bis Marktpreis und natürlicher Preis übereinstimmen, hängt ab von der Beschaffenheit der Ware und der Mühelosigkeit, mit der ihre Menge verringert werden kann. Wenn sich die Menge der besteuerten Ware nicht vermindern läßt, wenn z.B. das Kapital des Farmers oder des Hutmachers nicht für andere Zweige abgezogen werden kann, hat die Verringerung ihrer Profite unter das allgemeine Niveau auf Grund einer Steuer keine Bedeutung. Es wird ihnen niemals gelingen, den Marktpreis von Getreide und Hüten bis auf deren gestiegenen natürlichen Preis zu erhöhen, es sei denn, die Nachfrage nach ihren Waren steigt. Ihre Ankündigungen, ihre Unternehmen aufzugeben und ihr Kapital in günstigstere Zweige zu überführen, würden als unausführbare leere Drohungen betrachtet, und der Preis kann daher nicht durch eine eingeschränkte Produktion erhöht werden. Jedoch können Waren jeder Art mengenmäßig verringert und Kapital kann von wenig profitablen Zweigen in günstigere überführt werden, allerdings mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. In dem Maße, in dem sich die Zufuhr einer bestimmten Ware ohne Schwierigkeiten für den Produzenten leichter einschränken läßt, wird ihr Preis nach der Vergrößerung der Produktionsschwierigkeiten durch Besteuerung oder andere Maßnahmen schneller steigen.“ (p. 214, 215.)
„Die Übereinstimmung der Marktpreise und der natürlichen Preise aller Waren hängt immer von der Leichtigkeit ab, mit der die Zufuhr vermehrt oder eingeschränkt werden kann. Im Falle von Gold, Gebäuden und Arbeit und vieler anderer Dinge kann unter gewissen Umständen eine solche Wirkung nicht rasch hervorgerufen werden. Das ist aber anders bei jenen Waren, die alljährlich konsumiert und reproduziert werden, wie Hüte, Schuhe, Getreide und Tuch. Sie können, wenn erforderlich, eingeschränkt werden, und die Zeit, die bis zu einer ihrer erhöhten Produktionsbelastung entsprechenden Beschränkung des Angebots verstreicht, kann nicht erheblich sein.“ (l. c. p. 220, 221.)
In demselben ch. XIII „Taxes on Gold“ sagt R[icardo]:
„Rente ist keine Neuschöpfung, sondern lediglich eine Übertragung von Reichtum.“ (l. c. p. 221.)
Is profit a creation of wealth, or is it not rather a transfer of the surplus labour, from the workman to the capitalist? As to wages too, they are, in fact, no creation of wealth. But they are no transfer. They are the appropriation of part of the produce of the labour to those who produced it.29
In demselben Kapitel sagt Ric[ardo]:
„Eine Steuer auf Rohprodukte der Erdoberfläche trifft ... den Konsumenten und wird in keiner Weise die Rente berühren, solange sie nicht durch die Verringerung der Fonds für den Unterhalt der Arbeit die Löhne senkt, die Bevölkerung vermindert und die Nachfrage nach Getreide zurückgehen läßt.“ (p. 221.)
Ob R[icardo] recht damit hat, daß „a tax on raw produce from the surface of the earth“30 weder auf landlord noch Pächter, sondern auf den consumer fällt, geht uns hier nichts an. Ich behaupte aber, daß, wenn er recht hat, eine solche tax die Rente erhöhen kann, während er glaubt, daß sie nicht affiziert, außer es sei denn, daß sie durch Verteuerung der Lebensmittel etc. das Kapital vermindert etc., die Population und die Nachfrage nach Korn. Ric[ardo] bildet sich nämlich ein, daß eine Verteuerung des raw produce die Profitrate nur soweit affiziert, als sie die Lebensmittel des Arbeiters verteuert. Und hier ist richtig, daß eine Verteuerung des raw produce nur insofern die Mehrwertsrate und daher den Mehrwert selbst, also dadurch die Profitrate, affizieren kann. Aber den Mehrwert als gegeben vorausgesetzt, würde eine Verteuerung des „raw produce from the surface of the earth“31 den Wert des konstanten Kapitals im Verhältnis zum variablen erhöhen, das Verhältnis des konstanten Kapitals zum variablen vergrößern, und daher die Profitrate senken, also die Rente erhöhen. Ric[ardo] geht von der Ansicht aus, ||640|| daß, soweit Erhöhung oder Verwohlfeilerung des Rohprodukts nicht den Arbeitslohn affiziert, sie nicht den Profit affiziert; denn, räsoniert er {eine Stelle, auf die wir später zurückkommen werden32, ausgenommen}, die Rate bleibt dieselbe, der Wert des vorgeschoßnen Kapitals falle oder steige. Wächst das vorgeschoßne Kapital im Wert, so wächst also das Produkt im Wert und ebenso der Teil des Produkts, der das Surplusprodukt, gleich Profit, bildet. Umgekehrt bei einem Fallen im Wert des vorgeschoßnen Kapitals. Dies ist nur richtig, wenn, sei es infolge einer Verteuerung des Rohmaterials, Steuer etc., variables Kapital und konstantes Kapital in gleichem Verhältnis ihren Wert variieren. In diesem Falle bleibt die Rate dieselbe, weil [no]change in the organic composition of the capital has taken place33. Und selbst dann muß unterstellt werden, was für temporary changes34 der Fall ist, daß der Arbeitslohn derselbe bleibt, das raw produce mag steigen oder fallen (also derselbe bleibt, ob der Gebrauchswert des Arbeitslohns steigt oder fällt bei gegebnem, gleichbleibendem Wert).
Es sind folgende Fälle möglich:
Erstens die beiden Hauptunterscheidungen:
A. Durch change in der Produktionsweise wechselt das Verhältnis zwischen den Massen des capital constant und capital variable, die employiert werden. Hier bleibt die Rate des Mehrwerts dieselbe, wenn der Arbeitslohn als konstant (dem Wert nach) {i.e. der Arbeitszeit nach (die er repräsentiert)} vorausgesetzt ist. Aber der Mehrwert selbst wird affiziert, wenn die Anzahl der mit demselben Kapital angewandten Arbeiter – i. e. das variable Kapital – changiert. Fällt durch den change in der Produktionsweise relativ das konstante Kapital, so wächst der Mehrwert, also die Profitrate. Wenn umgekehrt, umgekehrt.
Es ist hier stets vorausgesetzt, daß der Wert pro tanto, pro 100 z. B., des konstanten und variablen Kapitals dasselbe bleibt.
Es ist hier nicht möglich, daß der change in der Produktionsweise gleichmäßig das konstante und variable Kapital affiziert; also z. B. capital constant and capital variable – ohne Wertwechsel – gleichmäßig wachsen oder fallen müssen. Denn die Notwendigkeit des Fallens und Steigens hängt hier stets mit veränderter Produktivität der Arbeit zusammen. Es ist die Differenz, nicht gleichmäßige Affektion, die ein change in der Produktionsweise bewirkt; was nichts damit zu tun hat, daß, die organic composition des Kapitals vorausgesetzt, großes oder kleines Kapital angewandt werden muß.
B. Gleichbleibende Produktionsweise. Change im Verhältnis von konstantem und variablem Kapital bei gleichbleibenden relativen Massen derselben (so daß jedes nach wie vor denselben aliquot part vom Gesamtkapital bildet) durch Wertwechsel der Waren, die in das konstante Kapital oder das variable Kapital eingehn.
Hier möglich:
[1.] Der Wert des konstanten Kapitals bleibt derselbe, der des variablen steigt oder fällt. Dies würde stets den Mehrwert und dadurch die Profitrate affizieren.
[2.] Der Wert des variablen Kapitals bleibt derselbe, der des konstanten steigt oder fällt. Dann würde die Profitrate im ersten Fall fallen, im zweiten steigen.
[3.] Fallen beide gleichzeitig, aber in ungleichem Verhältnis, so ist immer das eine gegen das andre gestiegen oder gefallen.
[4.] Der Wert des konstanten und variablen Kapitals wird gleichmäßig affiziert, sei es, daß beide steigen oder beide fallen. Steigen beide, so fällt die Profitrate, aber nicht, weil das konstante Kapital steigt, sondern weil das variable steigt und daher der Mehrwert fällt (indem nur sein Wert steigt, obgleich es nach wie vor dieselbe Anzahl Arbeiter, vielleicht auch kleinere, in Bewegung setzt). Fallen beide, so steigt die Profitrate, aber nicht, weil das konstante Kapital fällt, sondern weil das variable fällt (im Wert), also der Mehrwert wächst.
C. Change in der Produktionsweise und change im Wert der Elemente, die das capital constant oder variable bilden. Hier kann ein change den andern paralysieren, wenn z. B. die Masse des capital constant wächst, während sein Wert fällt oder derselbe bleibt (also auch pro tanto, pro 100 fällt) oder seine Masse fällt, aber sein Wert im selben Verhältnis steigt oder derselbe bleibt (also pro tanto steigt35). In diesem Falle träte gar kein Wechsel in der organischen Zusammensetzung ein. Die Profitrate bliebe unalteriert. Mit Ausnahme des Agrikulturkapitals kann es aber nie vorkommen, daß seine Masse fällt gegen das variable Kapital, während sein Wert steigt.
Dies Paralysieren ist unmöglich für variable capital (bei gleichbleibendem realen Arbeitslohn).
Diesen einen Fall ausgenommen, ist also nur möglich, daß Wert und Masse des konstanten Kapitals relativ zugleich fallen oder steigen gegenüber dem variablen Kapital, also sein Wert absolut steigt oder fällt gegen das variable Kapital. Dieser case36 bereits betrachtet. Daß sie gleichzeitig fallen oder steigen, |641| aber in ungleichem Verhältnis, dies reduziert sich immer darauf, nach der Voraussetzung, daß der Wert des konstanten Kapitals steigt oder fällt, relativ zum variablen.
Dies schließt auch den andren Fall ein. Denn steigt seine Masse, so nimmt die des variablen relativ ab und umgekehrt. Ebenso mit dem Wert. |641||
|642| Zu 640 C noch zu bemerken:
Es wäre möglich, daß der Arbeitslohn stiege, aber das capital constant fiele in Wert, nicht in Masse. Entspräche sich das Steigen und Fallen nun so an beiden Enden, so könnte die Profitrate unalteriert bleiben. Z. B. wenn das konstante Kapital = 60 l., der Arbeitslohn = 40 und die Rate des Mehrwerts = 50 p. c., so das Produkt = 120. Und die Profitrate = 20 p. c. Fiele nun das konstante Kapital, obgleich seine Masse dieselbe bliebe, zu 40 und höbe sich das Salair zu 60 und fiele der Mehrwert von 50 p. c. auf 331/3 p. c., so das Produkt = 120 und die Profitrate = 20. Dies ist falsch.
Nach der Voraussetzung der Gesamtwert des angewandten Arbeitsquantums = 60 l. Stiege daher der Arbeitslohn auf 60, so Mehrwert und daher Profitrate = 0. Stiege er nicht so hoch, so würde aber jedes Steigen desselben ein Fallen des Mehrwerts verursachen. Stiege der Lohn auf 50, so der Mehrwert = 10 l., wenn auf 45 l. = 15 etc. Unter allen Umständen also fiele der Mehrwert und die Profitrate im selben Maße. Denn wir messen hier das unverändert gebliebene Gesamtkapital. Bei dem Kapital von gleicher Größe (dem Gesamtkapital) muß unbedingt die Profitrate steigen und fallen nicht mit der Rate des Mehrwerts, aber mit dem absolute amount of surplus value37. Fiele aber im obigen Beispiel der Flachs so tief, daß die Masse, die dieselbe Anzahl Arbeiter verspinnt, mit 40 l. gekauft werden kann, so hätten wir:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 40 | 50 | 10 | 100 | 90 | 111/9 p. c. |
Die Profitrate wäre noch gefallen unter 20 p. c.
Wäre dagegen:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 30 | 50 | 10 | 90 | 80 | 121/2 p. c. |
Wäre:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 20 | 50 | 10 | 80 | 70 | 142/7 p. c. |
Unter der Voraussetzung paralysiert das Fallen im Wert des konstanten Kapitals immer nur teilweise das Steigen im Wert des variablen Kapitals. Unter der Voraussetzung könnte es dasselbe nie ganz paralysieren, denn damit die Profitrate = 20, müßten 10 = 1/5 des vorgeschößnen Totalkapitals. Dies aber in dem Fall, wo das capital variable = 50, nur möglich, wenn das konstante Kapital = 0. Nimm dagegen an, das variable Kapital stiege nur auf 45, in diesem Fall der Mehrwert = 15. Und setze, das konstante Kapital falle auf 30, in diesem Falle:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 30 | 45 | 15 | 90 | 75 | 20 p. c. |
In diesem Falle paralysierten sich also die beiden Bewegungen völlig. ||643| Nimm ferner an:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 20 | 45 | 15 | 80 | 65 | 231/13 p. c. |
Also könnte in diesem Falle, selbst bei dem Fallen des Mehrwerts, die Profitrate steigen wegen des ungleich größern Falls in dem Wert des konstanten Kapitals. Mit demselben Kapital 100 könnten mehr Arbeiter trotz des gestiegnen Arbeitslohns und des Falls in der Rate des Mehrwerts angewandt werden. Trotz des Falls der Rate des Mehrwerts würde der Mehrwert selbst, daher der Profit wachsen, weil die Anzahl der Arbeiter wüchse. Das obige Verhältnis von C20 V45 gibt uns nämlich bei einer Kapitalauslage von 100 das folgende Verhältnis:
| capital constant | capital variable | Mehrwert | Wert des Produkts | Vorgeschossenes Kapital | Profitrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 3010/13 | 693/13 | 231/13 | 1231/13 | 100 | 231/13 p. c. |
Das Verhältnis von Rate des Mehrwerts und Arbeiteranzahl wird hier sehr wichtig. Ric[ardo] betrachtet es nie. |643||
||641| Es ist klar, daß, was hier als Variation innerhalb der organischen Komposition eines Kapitals betrachtet worden, ebenso als Unterschied der organischen Komposition zwischen verschiedenen Kapitalien, Kapitalien in different trades38, sich geltend machen kann.
Erstens: Statt der Variation in der organischen Komposition eines Kapitals – Differenz in der organischen Komposition verschiedener Kapitalien.
Zweitens: Alteration der organischen Komposition durch Wertwechsel in den zwei Teilen eines Kapitals, ebenso Differenz im Wert des angewandten Rohmaterials und Maschinerie für verschiedne Kapitalien. Dies gilt nicht für das capital variable, da gleicher Arbeitslohn in den different trades vorausgesetzt. Die Verschiedenheit in der value of different days of labour in different trades39 hat nichts mit der Sache zu tun. Ist die Arbeit eines Goldschmieds teurer als die eines labourer40, so ist die Surpluszeit des Goldschmieds im selben Verhältnis teurer als die des peasant41. |641||
||641| In ch.XV „Taxes on Profits" sagt Ric[ardo]:
„Steuern auf jene Waren, die man gemeinhin Luxusgüter nennt, treffen nur jene, die sie verbrauchen. ... Steuern auf lebenswichtige Güter aber belasten die Konsumenten dieser Güter nicht nur entsprechend der vielleicht von ihnen konsumierten Menge, sondern oftmals in einem bedeutend größeren Ausmaße." Z.B. a tax on corn. „Sie verändert die Profitrate des Kapitals. Was immer den Arbeitslohn erhöht, senkt den Kapitalprofit; daher hat jede Steuer auf eine vom Arbeiter konsumierte Ware eine Tendenz, die Profitrate zu senken." (p.231.)
Taxes on consumers sind zugleich taxes on producers, soweit das Objekt der tax nicht nur in die individuelle Konsumtion, sondern auch in die industrielle Konsumtion eingeht oder nur in die letztre eingeht. Dies gilt aber nicht nur für necessaries, consumed by workmen42. Es gilt von allen Materialien, industrially consumed by the capitalist43. Jede solche tax vermindert die Profitrate, weil sie den Wert des konstanten Kapitals im Verhältnis zum variablen erhöht. Z.B. eine tax, die auf Flachs gelegt wäre oder auf Wolle. ||642| Der Flachs steigt im Preis. Der Flachsspinner kann also mit einem Kapital von 100 nicht mehr dieselbe Quantität in Flachs auslegen. Da die Produktionsweise dieselbe geblieben, so braucht er dieselbe Quantität Arbeiter, um dasselbe Quantum Flachs zu spinnen. Aber der Flachs hat mehr Wert verhältnismäßig als früher zu dem in Arbeitslohn ausgelegten Kapital. Also fällt die Profitrate. Das Steigen des Preises des linen-yarn44 nützt ihm dabei nichts. Die absolute Höhe dieses Preises überhaupt gleichgültig für ihn. Es handelt sich nur um den Überschuß des Preises über den Preis der advances45. Wollte er nun das Gesamtprodukt erhöhen, nicht nur um den Preis des Flachses, sondern so, daß ihm dasselbe Quantum Garn denselben Profit wie früher zahlt, so würde die Nachfrage, die schon fällt infolge des Steigens des Rohmaterials des Garns, noch mehr fallen infolge der künstlichen Steigung durch Erhöhung des Profits. Trotzdem, daß die Profitrate on an average46 gegeben ist, geht dieses Zuschlagen in solchen Fällen nicht.[67]
||642||
||643| Ch.XV „Taxes on Profits" sagt R[icardo]:
„In einem früheren Teile dieses Werkes wurden die Wirkungen der Teilung des Kapitals in fixes und zirkulierendes, oder besser in dauerhaftes und vergängliches Kapital auf die Warenpreise erörtert. Es wurde gezeigt, daß zwei Fabrikanten genau den gleichen Betrag an Kapital aufwenden und daraus genau die gleichen Summen an Profit beziehen können, daß sie aber ihre Waren für sehr verschiedene Geldbeträge verkaufen werden, je nachdem das von ihnen verwendete Kapital rasch oder langsam verbraucht und reproduziert wird. Der eine kann seine Ware für 4000 l., der andere für 10 000 l. verkaufen, und beide können 10 000 l. Kapital verwenden und 20 Prozent oder 2000 l. Profit erhalten. Das Kapital des einen kann sich z. B. zusammensetzen aus 2000 l. zirkulierendem Kapital, das reproduziert werden muß, und 8000 l. fixem, angelegt in Gebäuden und Maschinerie; das Kapital des anderen kann aus 8000 l. zirkulierendem und nur 2000 l. fixem Kapital – Maschinerie und Gebäude – bestehen. Wenn nun jeder der beiden mit 10 Prozent oder 200 l. seines Einkommens besteuert wird, so muß der eine, damit sein Geschäft ihm die allgemeine Profitrate abwirft, seine Waren von 10 000 l. auf 10 200 l. erhöhen; der andere wird ebenso gezwungen sein, den Preis seiner Waren von 4000 l. auf 4200 l. zu steigern. Vor Einführung der Steuer waren die von dem einen dieser Fabrikanten verkauften Waren 2 1/3 mal soviel wert als die Waren des anderen, nachher werden sie 2,42 mal soviel wert sein. Die eine Warenart wird um zwei Prozent gestiegen sein, die andere um fünf Prozent. Eine Einkommensteuer wird daher, sofern das Geld weiterhin im Wert unverändert bleibt, die relativen Preise und Werte der Waren verändern.“ (p. 234, 235.)
In diesem letzten „and“ – prices and value 47 – liegt der Fehler. Dieser change of prices48 würde nur beweisen – ganz wie im Fall mit der differenten Teilung des Kapitals in fixes und zirkulierendes –, daß damit die general rate of profit hergestellt werde, die durch ihn bestimmten, regulierten Preise oder Kostenpreise sehr verschieden von Werten der Waren. Und dieser wichtigste Gesichtspunkt existiert für R[icardo] nirgends.
In demselben chapter sagt er:
„Wenn ein Land nicht besteuert wird und das Geld an Wert verliert, so wird dessen Überfluß auf jedem Warenmarkt“ {hier die lächerliche Vorstellung, daß ein Fallen im Wert des Geldes begleitet sein müßte von dessen Überfluß auf jedem Warenmarkt} |644| ähnliche Wirkungen hervorrufen. Falls Fleisch um 20 Prozent steigt, werden Brot, Bier, Schuhe, Arbeit und jedwede Ware ebenfalls um 20 Prozent steigen; das ist erforderlich, damit jedem Zweig die gleiche Profitrate gesichert wird. Doch trifft das nicht mehr zu, sobald eine dieser Waren besteuert wird; wenn sie in einem solchen Falle dem Ausmaß der Verminderung des Geldwertes entsprechend alle steigen, ergeben sich ungleiche Profite. Bei versteuerten Waren werden die Profite über das allgemeine Niveau erhöht und Kapital wird von einem Zweig zum anderen solange übergeleitet, bis wiederum ein gleicher Stand der Profite hergestellt ist, was aber nur nach einer Änderung der relativen Preise der Fall sein kann.“ (p. 237.)
Und so wird das equilibrium of profits49 überhaupt dadurch hervorgebracht, daß die relative values50, die real values of commodities are altered, and so adapted to each other that they corresponded, not to their real value, but to the yielding of the average profit51.
In ch. XVII: „Taxes on other Commodities than raw produce“ sagt Ric[ardo]:
„Buchanan meint, Getreide und Rohprodukte besäßen einen Monopolpreis, weil sie eine Rente abwerfen. Er nimmt an, daß alle Waren, die eine Rente abwerfen, einen Monopolpreis haben müssen und schließt daraus, daß alle Steuern auf Rohprodukte den Grundeigentümer und nicht den Konsumenten treffen.
‚Da der Preis des Getreides‘, sagt er, ‚das stets eine Rente abwirft, in keiner Weise durch die Ausgaben für seine Produktion beeinflußt wird, so müssen jene Ausgaben aus der Rente getragen werden, und daher ist das Resultat, sobald sie steigen oder fallen, nicht ein höherer oder niedrigerer Preis, sondern eine höhere oder niedrigere Rente. Unter diesem Gesichtspunkt sind alle Steuern auf landwirtschaftliches Dienstpersonal, Pferde oder landwirtschaftliche Gerätschaften in Wirklichkeit Grundsteuern. Die Last fällt auf den Farmer während der Dauer seines Pachtvertrages und auf den Grundeigentümer, sobald die Pacht erneuert werden muß. In gleicher Weise verringern alle jene Einrichtungen des Betriebes, die dem Farmer Ausgaben ersparen, wie Dresch- und Erntemaschinen, alles, was ihm den Zugang zum Markt erleichtert, wie gute Straßen, Kanäle und Brücken, den Marktpreis des Getreides nicht, obwohl sie seine ursprünglichen Kosten vermindern. Was immer durch jene Verbesserungen eingespart wird, fällt daher dem Grundeigentümer als Teil seiner Rente zu.‘
Sobald wir Buchanan das Fundament zugestehen," (sagt Ric[ardo]), „auf dem seine Beweisführung aufgebaut ist, nämlich, daß der Getreidepreis stets eine Rente abwirft, ergeben sich offensichtlich alle die von ihm behaupteten Schlußfolgerungen ganz selbstverständlich." (p.292, 293.)
This is by no means evident.52 Das, worauf Buchanan sein Argument gründet, ist not that all corn yields a rent53, sondern that all corn which yields a rent is sold at a monopoly price54, und daß monopoly price, im Sinne wie A. Smith es erklärt und auch Ricardo meint, „the very highest price at which the consumers are willing to purchase the commodity\"55.
Dies ist nun eben falsch. Corn, which yields a rent56 (abgesehen von der Differentialrente) ist nicht sold at a monopoly price57 im Sinne Buchanans. Es ist nur insofern zu einem Monopolpreis verkauft, als es über seinem Kostenpreis zu seinem Wert verkauft ist. Sein Preis ist bestimmt durch die quantity of labour realized in it58 nicht durch die expenses of its production59, und die Rente ist der Überschuß der value60 über den Kostenpreis, also durch den letzteren bestimmt; desto größer, je kleiner der Kostenpreis im Verhältnis zur value, und desto kleiner, je größer der Kostenpreis im Verhältnis zur value. Alle improvements61 senken den Wert des Korns, weil [sie] das zu seiner Produktion erheischte Quantum Arbeit [vermindern]. Ob sie nun die Rente fallen machen, hängt von verschiednen Umständen ab. Wird das Korn wohlfeiler und verwohlfeilert sich damit der Arbeitslohn, so steigt die Rate des Mehrwerts. Ferner fielen die expenses62 des farmers in Samen, Viehfutter etc. Damit würde die Profitrate in allen andren not agricultural trades steigen und daher auch in der Agrikultur. In den not agricultural trades würden die relativen Massen von immediate and accumulated labour63 dieselben bleiben; die Anzahl der Arbeiter dieselbe (im Verhältnis zum konstanten Kapital), aber der Wert des capital variable sinken, also der Mehrwert |[645] steigen, also die Profitrate. Infolgedessen [stiegen sie] auch in dem agricultural trade. Rente fällt hier, weil Profitrate steigt. Das Korn wird wohlfeiler, aber sein Kostenpreis wächst. Die Differenz zwischen seinem Wert und seinem Kostenpreis fällt daher.
Nach unsrer Voraussetzung war das Verhältnis für das Durchschnitts-not agricultural capital = C80 V20, die Rate des Mehrwerts = 50 p. c., Mehrwert daher = 10 und die Profitrate = 10 p. c. Also der Wert des Produkts des durchschnittlichen Kapitals von 100 = 110.
Nimm nun an, infolge der Verwohlfeilerung der Getreidepreise fiele der Arbeitslohn um 1/4, so würde dieselbe Arbeiteranzahl, die auf ein capital constant von 80 l., d. h. auf dieselbe Masse Rohmaterial und Maschinerie beschäftigt wird, nur mehr kosten 15 l. Und dieselbe Masse Waren hätte den Wert von C80 V15 + 15, da das Quantum Arbeit, was sie arbeiten, = 30 l. nach der Voraussetzung. Also der Wert derselben Masse von Waren = 110 nach wie vor. Das ausgelegte Kapital betrüge aber nur mehr 95 und 15 auf 95 = 1515/19 p.c. Würde aber dieselbe Masse Kapital ausgelegt oder auf ein Kapital von 100, wäre das Verhältnis: C844/19 V1515/19. Der Profit aber = 1515/19. Und der Wert des Produkts = 11515/19 l. Nach der Voraussetzung aber war das agricultural capital = C60 V40 und sein Wert = 120. Rente = 10, solange der Kostenpreis = 110. Sie wäre jetzt nur noch = 44/19. Denn 11515/19 + 44/19 = 120 l.
Wir sehn hier: Das Durchschnittskapital von 100 l. produzierte Waren zum Kostenpreis von 11515/19, statt früher von 110. Wäre dadurch der Durchschnittspreis der Ware gestiegen?
Ihr Wert wäre derselbe geblieben, da dieselbe Masse Arbeit erheischt, um dasselbe Quantum Rohmaterial und Maschinerie in Produkt zu verwandeln. Aber dasselbe Kapital von 100 setzte mehr Arbeit in Bewegung und verwandelte statt früher für 80, jetzt für 844/19 capital constant in Produkt. Von derselben Masse Arbeit wäre aber mehr unbezahlte Arbeit. Daher Wachsen des Profits und des Gesamtwerts der von 100 l. produzierten Warenmasse. Der Wert der einzelnen Ware derselbe geblieben, aber mehr Ware zu demselben Wert mit Kapital von 100 produziert. Wie aber verhielte es sich mit dem Kostenpreis in den einzelnen trades?
Nimm an, das not agricultural capital bestehe aus folgenden Kapitalien:
| Produkt | Differenz zwischen Wert und Kostenpreis |
|
|---|---|---|
| 1. C80 V20 | Damit sie zu denselben Kostenpreisen verkauften = 110 (Wert = 110) | 0 |
| 2. C60 V40 | = 110 (Wert = 120) | − 10 |
| 3. C85 V15 | = 110 (Wert = 1071/2) | + 21/2 |
| 4. C95 V5 | = 110 (Wert = 1021/2) | + 71/2 |
so das Durchschnittskapital = C80 V20.
Für 2 die Differenz = − 10, für 3 und 4 = + 10. Für das ganze Kapital von 400 = 0 − 10 + 10 = 0. Werden die 400 Kapital zu 440 verkauft, so werden die von ihm produzierten Waren zu ihrem Wert verkauft. Dies macht aber 10 p.c. Aber [bei] 2 werden die Waren 10 l. unter ihrem Wert, 3 21/2 über ihrem Wert und 4 71/2 über ihrem Wert verkauft. Nur 1 wird zu seinem Wert verkauft, wenn es zu seinem Kostenpreis = 100 Kapital + 10 Profit, verkauft wird.
||646|| Wie aber hätte sich infolge des Sinkens des Arbeitslohns um 1/4 das Verhältnis gestaltet?
Für Kapital 1: Statt C80 V20 nun C844/19 V1515/19, Profit 1515/19, Wert des Produkts 11515/19.
Für Kapital 2: Nur mehr 30 in Arbeitslohn ausgelegt, denn 1/4 von 40 = 10 und 40 – 10 = 30. Das Produkt = C60 V30 und der Mehrwert = 30. (Denn der Wert der angewandten Arbeit = 60 l.) Auf Kapital von 90 = 331/3 p.c. Für 100 das Verhältnis: C66²/₃ V33¹/₃ und der Wert = 1331/3. Profitrate = 331/3.
Für Kapital 3: Nur mehr 111/4 in Arbeitslohn, denn 1/4 von 15 = 33/4 und 15 – 33/4 = 111/4. Das Produkt wäre C85 V11¹/₄ und der Mehrwert = 111/4. (Wert der angewandten Arbeit = 221/2.) Auf ein Kapital von 961/4. Dies aber = 1153/77 p.c. Für 100 das Verhältnis: C88²⁴/₇₇ V11⁵³/₇. Profitrate = 1153/77 und Produkt = 11153/77.
Für Kapital 4: Nur mehr 33/4 in Arbeitslohn ausgelegt, denn 1/4 von 5 = 11/4 und 5 – 11/4 = 33/4. Das Produkt C95 V3³/₄ und der Mehrwert = 33/4 (denn der Wert der Gesamtarbeit = 71/2). Auf ein Kapital von 983/4. Dies = 363/79 p.c. Für 100 das Verhältnis: C96¹⁶/₇₉ V3⁶³/₇₉. Profitrate = 363/79. Wert = 10363/79.
Wir hätten also:
| Profitrate | Produkt | Differenz von Kostenpreis und Wert | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. C64¹/₁₉ V15¹⁵/₁₉ | 1515/19 | Damit sie zu | = 116 (Wert = 11515/19) | +4/19 |
| 2. C66²/₃ V33¹/₃ | 331/3 | denselben | = 116 (Wert = 1331/3) | –171/3 |
| 3. C88²⁴/₇₇ V11⁵³/₇₇ | 1153/77 | Kostenpreisen | = 116 (Wert = 11153/77) | +424/77 |
| 4. C96¹⁶/₇₉ V3⁶³/₇₉ | 363/79 | verkauften | = 116 (Wert = 10363/79) | +1216/79 |
| Total | 400 | 64 (mit Überschlagung einer Bruchzahl) | ||
Dies macht 16 p.c. Exakter, etwas mehr als 161/7 p.c.64 Die Rechnung stimmt nicht ganz, weil wir eine Bruchzahl für den Durchschnittsprofit beseitigt, nicht in Rechnung gebracht haben, wodurch die negative Differenz bei II etwas zu groß und [die positive] bei I, III, IV etwas zu klein erscheint. Man sieht aber, daß sonst die positiven und negativen Differenzen sich auflösen würden. Man sieht aber, daß einerseits der Verkauf von II unter seinen Wert und von III und namentlich IV über seinen Wert bedeutend zunehmen würde. Allerdings wäre der Zuschlag oder Abschlag nicht so groß für das einzelne Produkt, wie es hiernach schiene, da in allen 4 Kategorien mehr Arbeit angewandt und daher mehr konstantes Kapital (Rohmaterial und Maschinerie) in Produkt verwandelt ist, der Auf- und Abschlag sich also über eine größre Masse Waren verteilen würde. Indes bliebe er immer noch bedeutend.
Und so zeigte sich, daß das Sinken des Arbeitslohns Steigen der Kostenpreise für I, III, IV, sehr bedeutend für IV, verursacht hätte. Es ist dasselbe Gesetz, was Ricardo entwickelt hat bei der Differenz zwischen zirkulierendem65 und fixem Kapital, aber keineswegs bewiesen hat oder beweisen könnte, daß das vereinbar mit dem Gesetz des Wertes und daß der Wert der Produkte für das Gesamtkapital derselbe bleibt.[69]
||647| Viel komplizierter wird die Rechnung und die Ausgleichung, nähmen wir noch Rücksicht auf die aus dem Zirkulationsprozeß entspringenden Unterschiede der organischen Komposition des Kapitals. Denn bei unsrer Rechnung nahmen wir an, daß das ganze vorgeschossne konstante Kapital in das Produkt eingeht, also nur den déchet66 des fixen Kapitals enthält, während des Jahres z.B. (da wir den Profit für das Jahr berechnen müssen). Die Werte der Produktenmassen würden sich sonst sehr verschieden stellen, während sie hier nur mit dem variablen Kapital changieren. Zweitens größre Differenzen in der Masse des erzeugten Mehrwerts im Verhältnis zum vorgeschossnen Kapital bei gleicher Rate des Mehrwerts, aber verschiedner Umlaufszeit. Von der Differenz des variablen Kapitals abgesehn, würden sich die Massen der Mehrwerte verhalten wie die Massen der verschiednen Werte, die von denselben Kapitalien erzeugt sind. Die Profitrate käme noch viel tiefer zu stehn, da wo ein relativ großer Teil des konstanten Kapitals aus fixem Kapital besteht, und viel höher, wo ein relativ großer Teil des Kapitals aus zirkulierendem Kapital besteht, am höchsten da, wo das variable Kapital relativ groß gegen das konstante Kapital, in dem zugleich der fixe Bestandteil relativ klein. Wäre das Verhältnis von zirkulierendem67 und fixem Kapital im konstanten Kapital gleich in den verschiednen Kapitalien, so würde bloß der Unterschied von variablem Kapital und konstantem entscheiden. Wäre das Verhältnis von variablem Kapital zu konstantem gleich, so [entscheidet] nur der Unterschied von fixem und zirkulierendem Kapital, nur die Differenz innerhalb des konstanten Kapitals selbst.
Die Profitrate des farmers würde, wie wir gesehn haben, unter allen Umständen steigen, wenn infolge der Verwohlfeilerung des Korns die allgemeine Profitrate des not agricultural capital wüchse. Ob seine Profitrate direkt stiege68, ist die Frage, und scheint von der Natur der improvements abzuhängen. Wären die improvements der Art, daß das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital bedeutend fiele gegen das in Maschinerie etc. ausgelegte, so brauchte seine Profitrate nicht direkt zu steigen. Wäre sie der Art, daß er 1/4 Arbeiter weniger brauchte, so hätte er ursprünglich 40 l. in Arbeitslohn auszulegen, jetzt nur 30. Also sein Kapital C60 V30 oder auf 100: C66²/₃ V33¹/₃. Und da die Arbeit, die mit 40 bezahlt wird, = 20, so die mit 30 bezahlt wird = 15. Und die mit 33¹/₃ bezahlt wird, 16²/₃. So näherte sich die organische Komposition der des not agricultural capital. Und würde im obigen Fall bei gleichzeitigem 1/4 im Fall des Arbeitslohns sogar unter sie fallen. In diesem Fall wäre die Rente beseitigt (die absolute Rente).
Ricardo fährt fort nach der obigen Stelle über Buchanan:
„Ich hoffe jedoch, genügend erläutert zu haben, solange ein Land nicht in allen seinen Teilen bebaut ist, und das im höchstmöglichen Grade, es immer einen Teil des auf dem Boden angelegten Kapitals gibt, der keine Rente abwirft, und“ (!) „daß es dieser Teil des Kapitals ist, der den Getreidepreis bestimmt, und dessen Resultat wie in der Industrie zwischen Profit und Lohn aufgeteilt wird. Da der Preis des Getreides also, der keine Rente abwirft, durch seine Produktionskosten bestimmt wird, können diese Kosten nicht von der Rente getragen werden. Die Folge des Ansteigens dieser Kosten ist daher ein höherer Preis und nicht eine niedrigere Rente.“ (l.c. p.293.)
Da die absolute Rente gleich dem Überschuß des Wertes des agricultural Produkts über seinen Produktionspreis, so klar, daß alles, was die Gesamtquantität der zur production of corn etc. erheischten Arbeit vermindert, die Rente vermindert, weil es den Wert, also den Überschuß des Wertes über den Produktionspreis vermindert. Soweit der Produktionspreis aus bezahlten expenses besteht, ist sein Fall identisch und geht Hand in Hand mit dem Wertfall. Soweit aber der Produktionspreis (oder die expenses) = the capital advanced + dem average profit69, verhält sich die Sache grade umgekehrt. Der Marktwert des Produkts fällt, aber der Teil davon, der = dem Produktionspreis, steigt, wenn die allgemeine Profitrate steigt infolge des Fallens des Marktwerts des Korns. Die Rente fällt also, weil die expenses in diesem Sinn – und so nimmt Ric[ardo] sie sonst, wenn er of cost of production70 spricht – steigen. Verbesserungen in der Agrikultur, welche ein Wachsen des capital constant gegen das capital variable verursachen, würden die Rente bedeutend fallen machen, selbst wenn die Totalquantität der angewandten Arbeit nur schwach fiele oder so schwach fiele, daß sie gar keinen Einfluß auf den Arbeitslohn hätte (direkt auf den Mehrwert). Verwandelt sich infolge dieser Verbesserungen das Kapital von C60 V40 in C662/3 V331/3 (z. B. infolge steigenden Arbeitslohns, verursacht durch Emigration, Krieg, Entdeckung neuer Märkte, Konkurrenz auswärtigen Korns, prosperity in the not agricultural industry, so könnte der Pächter sich veranlaßt sehn, Mittel zu suchen, mehr capital constant und weniger capital variable anzuwenden; dieselben Umstände könnten nach der Verbesserung fortfahren zu wirken und daher der Arbeitslohn nicht fallen trotz der Verbesserung), ||648|| so sänke der Wert des agricultural product von 120 auf 1162/3. Also um 31/3. Die Profitrate bliebe nach wie vor = 10 p. c. Die Rente fiele von 10 auf 62/3, und zwar hätte dieser Fall stattgefunden ohne irgendeinen Fall im Arbeitslohn.
Die absolute Rente kann steigen dadurch, daß infolge neuer Fortschritte in der Industrie die allgemeine Profitrate sinkt. Die Profitrate kann sinken dadurch, daß die Rente steigt, weil der Wert des agricultural produce und damit die Differenz zwischen seinem Wert und seinem Kostenpreis wächst. (Zugleich die Profitrate fällt, weil der Arbeitslohn steigt.)
Die absolute Rente kann fallen, weil der Wert des agricultural produce fällt und die allgemeine Profitrate steigt. Sie kann fallen, weil der Wert des agricultural produce fällt, infolge einer Umwälzung in der organischen composition of capital, ohne daß die Profitrate steigt. Sie kann ganz wegfallen, sobald der Wert des agricultural produce = dem Kostenpreis wird, also das agricultural capital dieselbe Komposition hat wie das not agricultural average capital71.
Der Satz Ric[ardos] wäre nur richtig so ausgedrückt: Wenn der Wert des agricultural produce = seinem Kostenpreis ist, so existiert keine absolute Rente. Aber er ist falsch bei ihm, weil er sagt: Es existiert keine absolute rent, weil Wert und Kostenpreis überhaupt identisch sind, wie in der Industrie, so in der Agrikultur(1). Die Agrikultur gehörte vielmehr einer industriellen Ausnahmsklasse an, wenn in ihr Wert und Kostenpreis identisch wären.
Ric[ardo], wenn er zugibt, daß selbst kein land existierte, das keine Rente zahlt, glaubt viel damit zu tun, wenn er sich darauf stützt, daß wenigstens Kapitaldosen, employed to land72 existieren, die keine Rente zahlen. Das eine fact ist so gleichgültig für die Theorie wie das andre. Die wirkliche Frage ist: Regulieren die Produkte dieser Ländereien oder dieser Kapitalien den Marktwert? Oder müssen sie ihre Produkte vielmehr nicht unter ihrem Werte verkaufen, weil ihre additional supply73 nur zu, nicht über diesem ohne sie regulierten Marktwert verkaufbar sind? Bei Kapitaldosen die Sache einfach, weil hier für die additional doses für den farmer landed property74 nicht existiert und er als Kapitalist bloß auf den Kostenpreis zu sehn hat, sogar, wenn er das additional capital besitzt, es selbst unter dem average profit immer noch vorteilhafter auf seiner farm anlegt, als wenn er es ausleiht, also bloß Zins und keinen Profit bezieht. Was die Ländereien betrifft, so bilden diese soils75, die keine Rente zahlen, Bestandteile von Güterkomplexen, die Rente zahlen, und von denen sie nicht trennbar, mit denen sie verpachtet werden, obgleich sie für sich isoliert an keinen capitalist-farmer (wohl aber an cottier76 und auch small capitalist77) verpachtet werden können. Für diese Fetzen existiert wieder kein „landed property“ dem farmer gegenüber. Oder der proprietor78 muß sie selbst bebauen. Ein farmer kann keine rent für sie zahlen, und für nichts verpachtet sie der landlord nicht, es müßte dann ausnahmsweise sein, daß er in dieser Art sein Land ohne Kosten urbar machen will.
Anders verhielt es sich, wenn in einem Lande die composition des agricultural capital gleich der average composition des not agricultural capital wäre, was hohe Entwicklung der Agrikultur oder niedrige Entwicklung der Industrie voraussetzt. In diesem Falle der Wert des agricultural produce = seinem Kostenpreis. Nur Differentialrente könnte dann gezahlt werden. Die Ländereien, die keine Differentialrente liefern und nur agricultural rent abwerfen könnten, können dann keine Rente zahlen. Denn wenn der Pächter sie zu ihrem Wert verkauft, decken sie nur seinen Kostenpreis. Er zahlt also keine Rente. Der proprietor muß sie dann selbst bebauen oder unter dem Namen fermage79 einen Teil des Profits oder selbst des Arbeitslohns seines Pachtmanns einkassieren. Daß dieser Fall in einem Lande existierte, verhinderte nicht das Gegenteil in einem andren Land. Wo die Industrie aber niedrig entwickelt ist – also die kapitalistische Produktion –, existieren keine farmer capitalists, die die kapitalistische Produktion, auf dem Land voraussetzen. Es kommen hier dann ganz andre Verhältnisse in Betracht, als die ökonomische Organisation ist, unter der das Grundeigentum nur als Grundrente ökonomisch existiert.
R[icardo] sagt in demselben ch.XVII:
„Rohrprodukte haben keinen Monopolpreis, da der Marktpreis von Gerste und Weizen in gleichem Maße wie der Marktpreis von Tuch und Leinen durch die Produktionskosten bestimmt wird. Der einzige Unterschied besteht darin, daß ein Teil des in der Landwirtschaft angelegten Kapitals den Getreidepreis bestimmt, jener Teil nämlich, der keine Rente abwirft, wohingegen bei der Produktion von Manufakturwaren jeder Teil des Kapitals mit gleichem Resultat verwendet wird; da kein Teil Rente abwirft, ist jeder Teil in gleichem Maße bestimmend für den Preis.“ (l.c. p.290, 291.)
Diese Behauptung, that every portion of capital is employed with the same results80 und daß keiner rent bezahlt (die aber hier Surplusprofit heißt) ist nicht nur falsch, sondern von Ric[ardo] ||650| selbst widerlegt, wie wir früher sahen81.
Wir kommen jetzt zur Darstellung von R[icardo]s Mehrwerttheorie.
Ricardo eröffnet gleich ch. I „On Value“ mit Sect. I, mit der Überschrift:
„Der Wert einer Ware oder die Quantität einer anderen Ware, gegen die sie ausgetauscht wird, hängt ab von der verhältnismäßigen Menge an Arbeit, die zu ihrer Produktion notwendig ist, nicht aber von dem höheren oder geringeren Entgelt, das für diese Arbeit gezahlt wird.“
In der Manier, die durch seine ganze Untersuchung durchgeht, eröffnet R[icardo] hier sein Buch damit, daß die Bestimmung des Werts der Waren durch Arbeitszeit dem Salair oder der verschiednen Kompensation für diese Arbeitszeit oder dies Arbeitsquantum nicht widerspricht. Er wendet sich von vornherein gegen A.Smiths Verwechslung zwischen der Bestimmung des Werts der Waren durch die proportional quantity of labour required for their production and the value of labour82 (oder der compensation of labour83).
Es ist klar, daß die proportionelle Quantität Arbeit, die in zwei Waren A und B enthalten ist, absolut nicht davon berührt wird, ob die Arbeiter, die A und B produzieren, viel oder wenig vom Produkt ihrer Arbeit erhalten. Der Wert von A und B ist bestimmt durch das Quantum Arbeit, das ihre Produktion kostet, aber nicht durch die Kosten der Arbeit für die owners84 von A und B. Quantum Arbeit und Wert von Arbeit sind zwei verschiedne Dinge. Das Quantum Arbeit, das in A und B resp. enthalten ist, hat nichts damit zu tun, wieviel von den Besitzern von A und B bezahlte oder auch selbst verrichtete Arbeit in A und B enthalten ist. A und B tauschen sich aus nicht im Verhältnis der in ihnen enthaltenen bezahlten Arbeit, sondern im Verhältnis der in ihnen enthaltenen Gesamtquantität von Arbeit, bezahlten und unbezahlter.
„A. Smith, der die ursprüngliche Quelle des Tauschwertes so genau bestimmte, und der demgemäß verpflichtet war zu behaupten, daß alle Dinge je nach der für sie verwendeten größeren oder geringeren Menge Arbeit mehr oder weniger wertvoll sind, als selbst noch einen anderen Maßstab für den Wert aufgestellt und spricht davon, daß Dinge mehr oder weniger wertvoll sind, je nachdem, ob sie sich gegen mehr oder weniger dieses Normalmaßes austauschen.... so, als ob dies zwei gleichwertige Begriffe wären und als ob deswegen, weil jemandes Arbeit doppelt ergiebig geworden ist und er daher die zweifache Quantität einer Ware erzeugen kann, er notwendigerweise das Doppelte der früheren Menge dafür einzutauschen imstande ist“ (nämlich seine Arbeit). „Wenn dies tatsächlich richtig wäre, wenn das Entgelt des Arbeiters immer dem entspräche, was er produziert, würden die auf eine Ware verwendete Menge Arbeit und die Quantität Arbeit, die mit dieser Ware gekauft werden kann, gleich sein, und jede könnte die Veränderungen anderer Dinge zuverlässig messen. Jedoch sie sind nicht gleich.“ (p.5.)
A. Smith behauptet nirgends, that „these were two equivalent expressions“85. Er sagt umgekehrt: Weil in der kapitalistischen Produktion der Lohn des Arbeiters nicht mehr gleich seinem Produkt ist, also das Quantum Arbeit, das eine Ware kostet, und das Quantum Ware, das der Arbeiter mit dieser Arbeit kaufen kann, zwei verschiedne Dinge sind, eben aus diesem Grund hört die relative Quantität Arbeit, die in Waren enthalten ist, auf, ihren Wert zu bestimmen, wird dieser vielmehr bestimmt durch die value of labour86, durch das Quantum Arbeit, das ich mit einer bestimmten Masse Waren kaufen, kommandieren kann. Darum wird die value of labour das Maß der Werte, statt die relative quantity of labour87. Ric[ardo] antwortet A. Smith richtig, daß die relative Quantität Arbeit, die in zwei Waren enthalten ist, durchaus nicht davon affiziert wird, wieviel von diesen Quantis Arbeit den Arbeitern selbst zukömmt, wie diese Arbeit kompensiert wird; daß also, wenn die relative quantity of labour das Maß der Warenwerte war vor dem Hereinkommen des Arbeitslohns (eines vom Wert des Produkts selbst verschiednen Lohns), durchaus kein Grund vorhanden ist, warum sie es nicht nach dem Hereinkommen des Arbeitslohns bleiben soll. Er antwortet richtig, daß A.Smith beide Ausdrücke gebrauchen kann, solange sie äquivalent waren, daß dies aber kein Grund ist, den falschen Ausdruck statt des richtigen zu brauchen, sobald sie aufgehört haben, äquivalent zu sein.
Aber Ric[ardo] hat damit keineswegs das Problem gelöst, das der innere Grund von A.Smiths Widerspruch ist. Value of labour und quantity of labour bleiben „equivalent expressions“, soweit es sich um vergegenständlichte Arbeit handelt. ||651| Sie hören auf, es zu sein, sobald vergegenständlichte Arbeit und lebendige Arbeit ausgetauscht werden.
Zwei Waren tauschen sich aus im Verhältnis der in ihnen vergegenständlichten Arbeit. Gleiche Quanta vergegenständlichter Arbeit tauschen sich gegeneinander aus. Die Arbeitszeit ist ihre standard measure88, aber sie sind eben deswegen „more or less valuable, in proportion as they will exchange for more or less of this standard measure“89. Ist ein Arbeitstag in der Ware A enthalten, so tauscht sie sich aus gegen jedes beliebige Quantum Ware, worin ebenfalls ein Arbeitstag enthalten, und sie ist „more or less valuable“ im Verhältnis, wie sie sich gegen mehr oder minder viel vergegenständlichte Arbeit in andern Waren austauscht, denn dies Austauschverhältnis drückt aus, ist identisch mit dem relativen Quantum Arbeit, das in ihr selbst enthalten ist.
Nun aber ist die Lohnarbeit Ware. Sie ist sogar die Basis, worauf die Produktion der Produkte als Waren stattfindet. Für sie findet nicht das Gesetz der Werte statt. Also beherrscht es überhaupt nicht die kapitalistische Produktion. Hier ist ein Widerspruch. Dies das eine Problem für A.Smith. Das zweite, was wir später bei Malthus weiter ausgeführt finden, die Verwertung einer Ware (als Kapital) steht nicht im Verhältnis, worin sie Arbeit enthält, sondern worin sie fremde Arbeit kommandiert, Herrschaft über mehr fremde Arbeit gibt, als in ihr selbst enthalten ist. Dies in fact90 ein zweites geheimes Motiv, zu behaupten: Mit dem Eintritt der kapitalistischen Produktion werde der Wert der Waren bestimmt, nicht durch die Arbeit, die sie enthalten, sondern durch die lebendige Arbeit, die sie kommandieren, also durch den Wert der Arbeit.
Ric[ardo] antwortet einfach, daß dem nun einmal so in der kapitalistischen Produktion ist. Er löst nicht nur nicht das Problem. Er fühlt es nicht einmal bei A.Smith heraus. Der ganzen Anlage seiner Forschung entsprechend genügt es ihm, nachzuweisen, daß der wechselnde Wert der Arbeit – kurz der Arbeitslohn – die Wertbestimmung der von der Arbeit selbst verschiedenen Waren durch das relativ in ihnen enthaltene Arbeitsquantum nicht aufhebt. „They are not equal“91, nämlich „the quantity of labour bestowed on a commodity, and the quantity of labour which that commodity would purchase“92. Mit der Konstatierung dieser Tatsache begnügt er sich. Aber wodurch unterscheidet sich die Ware Arbeit von andren Waren? Die eine ist lebendige Arbeit, die andre vergegenständlichte Arbeit. Also nur zwei verschiedne Formen Arbeit. Warum gilt für die eine ein Gesetz, das nicht für die andre, da der Unterschied nur formell? Ric[ardo] antwortet nicht, wirft nicht einmal die Frage auf.
Es hilft nichts, wenn er sagt:
„Ist der Wert der Arbeit nicht … schwankend, da er nicht nur, wie alle anderen Dinge“ (soll heißen Waren), „durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage beeinflußt wird, das sich mit jeder Veränderung der Struktur der Gesellschaft unweigerlich ändert, sondern auch durch den wechselnden Preis der Nahrungsmittel und anderer lebensnotwendiger Dinge, für welche die Arbeitslöhne verausgabt werden?“ (p. 7.)
Daß der price of labour93 gleich dem andrer Waren mit demand and supply94 changiert, beweist nach Ric[ardo] selbst nichts, wo es sich um die value of labour handelt, so wenig wie dieser Preiswechsel mit supply and demand für die value of other commodities95. Daß aber die „wages of labour“96, was nun ein andrer Ausdruck für value of labour, affiziert ist durch „the varying price of food and other necessaries, on which the wages of labour are expended“97, beweist ebensowenig, warum die value of labour anders bestimmt ist (oder scheint) als die value andrer commodities. Denn auch diese werden affiziert durch den varying price of other commodities which enter into their production, against which they are exchanged98. Und die expenditure of the wages of labour upon food and necessaries99 heißt doch nichts als der exchange of the value of labour against food and necessaries100. Die Frage ist eben, warum exchangieren labour und die Waren, wogegen sie sich austauscht, nicht nach dem Gesetz der Werte, nach den relativen Arbeitsquantitäten?
Die Frage, so gestellt, an sich unlösbar – das Gesetz der Werte vorausgesetzt, und deswegen unlösbar, weil labour als solche der Ware, ein bestimmtes Quantum unmittelbarer Arbeit als solches einem bestimmten Quantum vergegenständlichter Arbeit gegenübergestellt wird.
Diese Schwäche der Ricardoschen Entwicklung hat, wie wir später sehn werden, zur Auflösung der Ricardoschen Schule beigetragen und zu abgeschmackten Hypothesen.
||652| Wakefield sagt mit Recht:
„Wenn man Arbeit als eine Ware und Kapital, das Produkt von Arbeit, als eine andere behandelt, dann würde sich, wenn die Werte jener beiden Waren durch gleiche Arbeitsmengen bestimmt würden, eine gegebene Menge Arbeit unter allen Umständen gegen eine solche Menge Kapital austauschen, die durch die gleiche Arbeitsmenge erzeugt worden wäre; vergangene Arbeit würde immer gegen die gleiche Menge eingetauscht wie gegenwärtige. Aber der Wert der Arbeit im Verhältnis zu anderen Waren wird, wenigstens soweit der Lohn einen Anteil am Produkt ausmacht, nicht durch gleiche Arbeitsmengen bestimmt, sondern durch das Verhältnis zwischen Zufuhr und Nachfrage.“
(E.G.Wakefield, Note zu p.230 zu t.I seiner Ausgabe von A.Smiths „Wealth of Nations“, London 1836.)
Es ist dies auch eins der Steckenpferde von Bailey; später nachzusehn. Auch Say, der sich sehr darüber freut, daß hier auf einmal supply and demand entscheiden sollen.
Zu 1. Noch zu bemerken: Ch.I. sect.3 trägt folgende Überschrift:
„Nicht nur die auf Waren unmittelbar angewandte Arbeit beeinflußt den Warenwert, sondern auch die Arbeit, die auf Geräte, Werkzeuge und Gebäude verwendet worden ist, welche die unmittelbar verausgabte Arbeit unterstützen.“
[David Ricardo, „On the principles...“, London 1821, p.16.]
Also der Wert einer Ware ist gleichmäßig bestimmt durch das Quantum vergegenständlichter (vergangner) Arbeit, das zu ihrer Produktion erheischt ist, wie durch das Quantum lebendiger (gegenwärtiger) Arbeit, das zu ihrer Produktion erheischt ist. In andren Worten: Quanta Arbeit sind durchaus nicht durch den formellen Unterschied affiziert, ob die Arbeit vergegenständlicht oder lebendig, vergangen oder gegenwärtig (unmittelbar) ist. Wenn dieser Unterschied bei der Wertbestimmung der Waren gleichgültig, warum wird er von so entscheidender Wichtigkeit, wenn vergangne Arbeit (Kapital) mit lebendiger Arbeit ausgetauscht wird? Warum soll er hier das Gesetz des Werts aufheben, da der Unterschied als solcher, wie sich bei der Ware zeigt, gleichgültig für die Wertbestimmung ist? R[icardo] beantwortet diese Frage nicht, wirft sie selbst nicht auf.
Um den Mehrwert zu bestimmen, muß R[icardo], wie die Physiokraten, A. Smith etc. zunächst den Wert des Arbeitsvermögens bestimmen oder, wie er nach A. Smith und seinen Vorgängern sagt, die value of labour.
Wie wird nun der Wert oder natural price der Arbeit bestimmt? Nach Ric[ardo] nämlich ist der natural price nichts als die monetary expression of value101.
„Wie alle anderen Dinge, die gekauft und verkauft werden und deren Menge sich vergrößern und verringern kann“ (d.h. gleich allen anderen Waren), „hat auch die Arbeit ihren natürlichen und ihren Marktpreis. Der natürliche Preis der Arbeit ist jener, der notwendig ist, um den Arbeitern, einen wie den anderen, zu ermöglichen, sich zu erhalten und die Existenz ihres Standes ohne Vermehrung oder Verminderung weiterzuführen.“ (Sollte heißen, with that rate of increase, required by the average progress of production102.) „Die Fähigkeit des Arbeiters, sich und seine Familie, die zur Aufrechterhaltung der Arbeiterzahl notwendig ist, zu erhalten… hängt ab vom Preise der für den Unterhalt des Arbeiters und seiner Familie erforderlichen Nahrungsmittel, lebenswichtigen Güter und Annehmlichkeiten. Der natürliche Preis der Arbeit wird bei einer Erhöhung des Preises der Nahrungsmittel und der lebenswichtigen Güter steigen, bei einem Fall dieser Preise sinken.“ (p. 86.)
„Man möge das nicht so auffassen, als ob der natürliche Preis der Arbeit, auch wenn er in Nahrungsmitteln und lebensnotwendigen Gebrauchsgütern ausgedrückt wird, unbedingt feststehend und unveränderlich ist. Er schwankt zu verschiedenen Zeiten im gleichen Land und ist sehr unterschiedlich in verschiedenen Ländern. Er hängt entscheidend von den Sitten und Gebräuchen des Volkes ab.“ (p. 91.)
Also die value of labour ist bestimmt durch die in einer gegebnen Gesellschaft traditionell notwendigen Lebensmittel für die Erhaltung und Fortpflanzung der Arbeiter.
Aber warum? Nach welchem Gesetz ist die value of labour so bestimmt? Ric[ardo] hat in der Tat keine Antwort, als daß das Gesetz of supply and demand den Durchschnittspreis der Arbeit auf die zu seinem Unterhalt notwendigen (in einer bestimmten Gesellschaft als physisch oder sozial not wendigen) Lebensmittel ||653|| reduziert. Er bestimmt hier den Wert, in einer Grundlage des ganzen Systems, durch Nachfrage und Zufuhr, wie Say schadenfroh bemerkt. (Sieh die Übersetzung von Constancio.)
Er hätte, statt von der Arbeit, von Arbeitsvermögen sprechen müssen. Damit hätte sich aber auch das Kapital dargestellt als die dem Arbeiter als verselbständigte Macht gegenüber tretenden sachlichen Arbeitsbedingungen. Und das Kapital hätte sich sofort als bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis dargestellt. So unterscheidet es sich für Ricardo nur als „accumulated labour“ von „immediate labour“103. Und ist etwas bloß Sachliches, bloß Element im Arbeitsprozeß, woraus das Verhältnis von Arbeiter und Kapital, wages and profits, nimmermehr entwickelt werden kann.
„Kapital ist der zur Produktion verwendete Teil des Reichtums eines Landes, der aus Nahrungsmitteln, Kleidung, Werkzeugen, Rohstoffen, Maschinerie usw. besteht, Dingen, die nötig sind, damit die Arbeit Resultate erzielt.“ (p.89.) „Weniger Kapital, was das gleiche ist wie weniger Arbeit.“ (p.73.) „Arbeit und Kapital, das ist angehäufte Arbeit.“ (l.c. p.499.)
Der Sprung, den Ricardo hier macht, richtig herausgefühlt von Bailey:
„Ricardo, geistreich genug, vermeidet eine Schwierigkeit, die auf den ersten Blick seiner Theorie entgegenzustehen scheint, daß der Wert von der in der Produktion verwandten Arbeitsmenge abhängig ist. Hält man an diesem Prinzip streng fest, so folgt daraus, daß der Wert der Arbeit abhängt von der zu ihrer Produktion aufgewandten Arbeitsmenge – was offenbarer Unsinn ist. Durch eine geschickte Wendung macht deshalb Ricardo den Wert der Arbeit abhängig von der Menge der Arbeit, die zur Produktion des Lohnes erforderlich ist; oder, um mit seinen eigenen Worten zu sprechen, er behauptet, daß der Wert der Arbeit nach der Arbeitsmenge zu schätzen sei, die zur Produktion des Lohnes benötigt wird, worunter er die Arbeitsmenge versteht, die zur Produktion des Geldes oder der Ware notwendig ist, die dem Arbeiter gegeben werden. Geradesogut könnte man sagen, daß der Wert des Tuchs nicht nach der zu seiner Produktion verwandten Arbeitsmenge geschätzt werde, sondern nach der Arbeitsmenge, die zur Produktion des Silbers verwandt wurde, gegen welches das Tuch eingetauscht wird.“ (p.50, 51. „A Critical Dissertation on the Nature, Measures, and Causes of Value etc.“, Lond. 1825.)
Dieser Einwurf ist wörtlich richtig. Ricardo unterscheidet zwischen nominal und real wages. Nominal wages ist der Arbeitslohn in Geld ausgedrückt, money wages.
Nominal wages ist „die Zahl der Pfunde, die dem Arbeiter jährlich bezahlt werden“, aber real wages ist „die Anzahl der Tagewerke, die zur Erlangung dieser Pfunde notwendig sind.“ (Ric[ardo] l.c. p.152.)
Da die wages = den necessaries104 des labourer, und der Wert dieser wages (der real wages) = dem Wert dieser necessaries, so ist offenbar auch der Wert dieser necessaries = den real wages, = der Arbeit, die sie kommandieren können. Wechselt der Wert der necessaries, so wechselt der Wert der real wages. Nimm an, die necessaries des Arbeiters beständen bloß in Korn, und sein notwendiges Quantum Lebensmittel sei 1 qr. Korn pro Monat. So ist der Wert seines Arbeitslohns = dem Wert von 1 qr. Korn; steigt oder fällt der Wert des qr. Korn, so steigt oder fällt der Wert der Monatsarbeit. Aber wie der Wert des qr. Korn steige oder falle (wieviel oder wenig Arbeit in dem qr. Korn enthalten sei), er ist immer gleich dem Wert eines Monats Arbeit.
Und hier haben wir den verborgnen Grund, warum A.Smith sagt, daß, sobald das Kapital dazwischenkommt und folglich die Lohnarbeit, nicht die quantity of labour bestowed upon the produce, but the quantity of labour it can command105, seinen Wert reguliert. Der durch Arbeitszeit bestimmte Wert des Korns (and of other necessaries106) wechselt; aber, solange der natural price of labour bezahlt wird, bleibt das Quantum Arbeit, das das qr. Korn kommandiert, dasselbe. Es hat also einen permanenten relativen Wert, verglichen mit Korn. Darum auch bei Smith value of labour und value of corn (for food107. Sieh D.Hume), standard measures of value, because a certain quantity of corn so long as the natural price of labour is paid, commands a certain quantity of labour, whatever be the quantity of labour bestowed upon one qr. of corn108. Dasselbe Quantum Arbeit kommandiert stets denselben Gebrauchswert oder rather109 derselbe Gebrauchswert kommandiert stets dasselbe Quantum Arbeit.
Dadurch bestimmt selbst R[icardo] die value of labour, its natural price110. Sagt Ric[ardo]: Das qr. Korn hat sehr verschiednen Wert, obgleich es stets dasselbe ||654| Quantum Arbeit kommandiert oder davon kommandiert wird. Ja, sagt A.Smith: Wie immer der durch Arbeitszeit bestimmte Wert des qr. Korn wechsle, der Arbeiter muß stets dasselbe Quantum Arbeit zahlen (Opfer bringen), um es zu kaufen. Also wechselt der Wert des Korns, aber der Wert der Arbeit wechselt nicht, denn 1 Monat Arbeit = 1 qr. Korn. Auch der Wert des Korns wechselt nur, sofern wir die Arbeit betrachten, die zu seiner Produktion erheischt ist. Beobachten wir dagegen das Quantum Arbeit, wogegen es sich austauscht, das es in Bewegung setzt, so wechselt sein Wert nicht. Und darum ist eben die quantity of labour, against which a qr. of corn is exchanged, the standard measure of value111. Die Werte der andren Waren aber verhalten sich zur labour, wie [sie] sich zum Korn verhalten. Ein gegebnes Quantum Korn kommandiert a given quantity of labour. A given quantity of every other commodity commands a certain quantity of corn. Hence every other commodity – or rather the value of every other commodity is expressed by the quantity of labour it commands, since it is expressed by the quantity of corn it commands, and the latter is expressed by the quantity of labour it commands112.
Aber wie ist das Wertverhältnis der andren Waren zum Korn (necessaries) bestimmt? Durch die quantity of labour they command113. Und wie ist die quantity of labour they command bestimmt? Durch die quantity of corn that labour commands114. Hier fällt Smith notwendig in den cercle vicieux. (Obgleich er by the by115, wo er wirklich entwickelt, nie diese measure of value116 anwendet.) Außerdem verwechselt er hier, was Ric[ardo] auch oft tut, die Arbeit, die, wie er und Ric[ardo] sagt, „the foundation of the value of commodities“117 ist, während „the comparative quantity of labour which is necessary to their production“118 ist, „the rule which determines the respective quantities of goods which shall be given in exchange for each other“119 (Ric[ardo], l.c.p.80), – verwechselt dieses immanente Maß des Werts mit dem äußren Maß, dem Gelde, was schon die Wertbestimmung voraussetzt.
A.Smith fehlt, indem er daraus, daß ein bestimmtes Quantum Arbeit exchangeable120 für ein bestimmtes Quantum Gebrauchswerte, schließt, daß dies bestimmte Quantum Arbeit Maß des Werts ist, stets denselben Wert hat, während dasselbe Quantum Gebrauchswert sehr verschiednen Tauschwert darstellen kann. Aber Ric[ardo] fehlt doppelt, indem er erstens nicht das Problem versteht, was den Irrtum Smiths veranlaßt; zweitens selbst, ohne allen Bezug auf das Gesetz der Warenwerte und mit Flüchtung zum law of supply and demand121, den Wert der Arbeit bestimmt, nicht durch die Arbeitsquantität bestowed upon the force of labour, but upon the wages allotted to the labourer122, also in fact sagt: Der Wert der Arbeit ist bestimmt durch den Wert des Geldes, das dafür bezahlt wird! Und wodurch ist dieser bestimmt? Wodurch die Masse Geld, die gezahlt wird? Durch das Quantum Gebrauchswerte, das eine bestimmte Quantität Arbeit kommandiert oder von ihm kommandiert wird, wodurch er wörtlich in die von ihm bei A. Smith gerügte Inkonsequenz verfällt.
Zugleich, wie wir gesehn, hindert ihn dies, den spezifischen Unterschied von Ware und Kapital, von Austausch zwischen Ware und Ware und Kapital und Ware – dem Gesetz des Warenaustausches entsprechend – zu begreifen.
Das obige Beispiel war: 1 qr. Korn = 1 Monat Arbeit, nimm an = 30 Arbeitstagen. (Der Arbeitstag zu 12 Stunden.) In diesem Fall der Wert von 1 qr. Korn < 30 Arbeitstage. If123 1 qr. Korn das Produkt von 30 Arbeitstagen, wäre der Wert der Arbeit = ihrem Produkt. Also kein Mehrwert und daher kein Profit. Kein Kapital. Also ist in der Tat der Wert von 1 qr. Korn stets < als 30 Arbeitstage, wenn der Lohn für 30 Arbeitstage. Der Mehrwert hängt davon ab, wieviel er kleiner ist. Z.B. 1 qr. Korn = 25 Arbeitstagen. Dann der Mehrwert = 5 Arbeitstagen, = 1/6 der Gesamtarbeitszeit. Wenn 1 qr. (8 bushels) = 25 Arbeitstagen, so sind 30 Arbeitstage = 1 qr. 1 5/5 bushels. Der Wert der 30 Arbeitstage (i.e. das Salair) also stets kleiner als der Wert des Produkts, worin 30 Arbeitstage enthalten sind. Der Wert des Korns also bestimmt nicht durch die ||655|| Arbeit, die es kommandiert, wogegen es sich austauscht, sondern durch die Arbeit, die in ihm enthalten ist. Dagegen der Wert der 30 Tage Arbeit stets bestimmt durch 1 qr. Korn, welches dieser immer sei.
Abgesehn von der Verwechslung zwischen labour und Arbeitsvermögen bestimmt [Ric[ardo] richtig die average wages124 oder die value of labour. Sie ist nämlich bestimmt, sagt er, weder durch das Geld, noch durch die Lebens mittel, die der Arbeiter erhält, sondern durch die Arbeitszeit, die es kostet, sie zu produzieren; durch die Quantität Arbeit, die in den Lebensmitteln des Arbeiters vergegenständlicht ist. Dies nennt er die real wages. (Siehe später.)
Diese Bestimmung ergibt sich übrigens bei ihm notwendig. Da die value of labour bestimmt ist durch die value der notwendigen Lebensmittel, worin diese value is to be expended125, und die value of necessaries, like that of all other commodities, is determined by the quantity of labour bestowed upon them126, so folgt von selbst, that the value of labour = the value of necessaries, = the quantity of labour bestowed upon these necessaries127.
So richtig diese Formel (abgesehn von der direkten Gegenüberstellung von labour und capital) nun ist, ist sie doch nicht genügend. Der einzelne Arbeiter zum Ersatz seiner wages reproduziert – also die Kontinuität dieses Prozesses erwogen –; produziert zwar nicht direkt die Produkte, von denen er lebt {er mag Produkte produzieren, die gar nicht in seine Konsumtion eingehn, und selbst, wenn er necessaries produziert, produziert er vermöge der Teilung der Arbeit nur a single part of necessaries, f. i. corn and gives it only one form128 (z. B. die of corn, not of bread129)}, aber er produziert Ware vom Wert seiner Lebensmittel, oder er produziert den Wert seiner Lebensmittel. D. h. also, wenn wir seinen täglichen Durchschnittskonsum betrachten: Die Arbeitszeit, die in den täglichen necessaries enthalten ist, bildet einen Teil seines Arbeitstags. Er arbeitet einen Teil des Tages, um den Wert seiner necessaries zu reproduzieren; die während dieses Teils des Arbeitstags produzierte Ware hat denselben Wert oder ist gleich große Arbeitszeit, wie die in seinen täglichen necessaries enthaltne. Es hängt vom Wert dieser necessaries ab (also von der gesellschaftlichen Produktivität der Arbeit, nicht von der Produktivität des einzelnen Zweigs, in dem er arbeitet), ein wie großer Teil seines Arbeitstags der Reproduktion oder Produktion des Werts, i. e. des Äquivalents für seine Lebensmittel, gewidmet ist.
Ric[ardo] setzt natürlich voraus, daß die in den täglichen necessaries enthaltne Arbeitszeit = der täglichen Arbeitszeit, die der Arbeiter arbeiten muß, um den Wert dieser necessaries zu reproduzieren. Aber er bringt dadurch eine Schwierigkeit herein und verwischt das klare Verständnis des Verhältnisses, indem er nicht unmittelbar einen Teil des Arbeitstags des Arbeiters als der Reproduktion des Werts seines eignen Arbeitsvermögens bestimmt darstellt. Es entspringt daraus doppelte Wirrnis. Der Ursprung des Mehrwerts wird nicht klar, und daher wird Ric[ardo] von seinen Nachfolgern vorgeworfen, daß er die Natur des Mehrwerts nicht begriffen, nicht entwickelt [habe]. Daher zum Teil die scholastischen Versuche derselben, ihn zu erklären. Indem aber so der Ursprung und die Natur des Mehrwerts nicht klar gefaßt wird, wird die Surplusarbeit + der notwendigen Arbeit, kurz der Gesamtarbeitstag als eine fixe Größe betrachtet, die Unterschiede in der Größe des Mehrwerts übersehn und die Produktivität des Kapitals, der Zwang zur Surplusarbeit, zur absoluten einerseits, dann sein innerer Trieb, die notwendige Arbeitszeit zu verkürzen, verkannt, also die historische Berechtigung des Kapitals nicht entwickelt. A. Smith dagegen hatte die richtige Formel schon ausgesprochen. So wichtig es war, die value in labour130, ebensosehr die surplus value in surplus labour131 aufzulösen und zwar in expressen Worten.
Ric[ardo] geht von der vorliegenden Tatsache der kapitalistischen Produktion aus. Der Wert der Arbeit < als der Wert des Produkts, den sie schafft. Der Wert des Produkts daher > als der Wert der Arbeit, die es produziert, oder der Wert der wages. Der Überschuß des Werts des Produkts über den Wert der wages = Mehrwert. (Ric[ardo] sagt fälschlich Profit, identifiziert aber, wie vorhin bemerkt, hier Profit mit Mehrwert und spricht in der Tat von dem letztern.) Bei ihm ist es Tatsache, daß der Wert des Produkts > als der Wert der wages. Wie diese Tatsache entsteht, bleibt unklar. Der Gesamtarbeitstag ist größer als der Teil des Arbeitstags, der zur Produktion der wages erheischt. Warum? tritt nicht hervor. Die Größe des Gesamtarbeitstags wird daher fälschlich als fix vorausgesetzt, woraus direkt falsche Konsequenzen folgen. Die Vergrößerung oder Verkleinerung des Mehrwerts kann daher nur aus der wachsenden oder fallenden132 Produktivität der gesellschaftlichen Arbeit erklärt werden, die die necessaries produziert. D. h., nur der relative Mehrwert wird begriffen.
||656| Es ist klar, daß, wenn der Arbeiter seinen ganzen Tag brauchte, um seine eignen Lebensmittel (i. e. Ware gleich dem Werte seiner eignen Lebensmittel) zu produzieren, kein Mehrwert möglich wäre, also keine kapitalistische Produktion und keine Lohnarbeit. Damit diese existiere, muß die Produktivität der gesellschaftlichen Arbeit hinreichend entwickelt sein, damit irgendein Überschuß des Gesamtarbeitstags über die zur Reproduktion der wages notwendige Arbeitszeit, Surplusarbeit von irgendwelcher Größe existiere. Aber es ist ebenso klar, daß, wenn bei gegebner Arbeitszeit (Größe des Arbeitstags) die Produktivität der Arbeit, andrerseits bei gegebner Produktivität die Arbeitszeit, die Größe des Arbeitstags, sehr verschieden sein kann. Es ist ferner klar, daß, wenn eine gewisse Entwicklung der Produktivität der Arbeit vorausgesetzt werden muß, damit Surplusarbeit existieren könne, die bloße Möglichkeit dieser Surplusarbeit (also das Vorhandensein jenes notwendigen Minimums der Produktivität der Arbeit), noch nicht ihre Wirklichkeit schafft. Dazu muß der Arbeiter erst gezwungen werden, über jene Größe hinaus zu arbeiten, und diesen Zwang übt das Kapital aus. Dies fehlt bei Ric[ardo], daher auch der ganze Kampf um die Bestimmung des normalen Arbeitstags.
Auf niedriger Stufe der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivität der Arbeit, wo also die Surplusarbeit relativ klein, wird die Klasse der von fremder Arbeit Lebenden überhaupt klein sein im Verhältnis zur Anzahl der Arbeiter. Sie kann sehr bedeutend wachsen (proportionell) im Maße wie die Produktivität, also der relative Surpluswert, sich entwickelt.
Es ist ferner understood133, daß der Wert der Arbeit in verschiednen Epochen im selben Lande und zur selben Epoche in verschiednen Ländern sehr wechselt. Die Heimat der kapitalistischen Produktion jedoch sind die mittleren Zonen. Die gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit mag sehr unentwickelt sein, und doch grade in der Produktion der necessaries einerseits die Fruchtbarkeit der natürlichen Agenten (wie die des Grund und Bodens), andrerseits die Bedürfnislosigkeit der Bewohner (infolge von Klima etc.) – wie beides, in Indien z.B., zutrifft – kompensieren. In rohen Zuständen mag das Minimum des Salairs wegen noch nicht entwickelter sozialer Bedürfnisse sehr klein sein (quantitativ den Gebrauchswerten nach) und doch viel Arbeit kosten. Aber wäre die zu seiner Erzeugung notwendige Arbeit selbst nur mittlerer Größe, so wäre der erzeugte Mehrwert, obgleich er in großem Verhältnis stände zum Salair (notwendigen Arbeitszeit), also bei hoher Rate des Mehrwerts, in Gebrauchswerten ausgedrückt, ebenso armselig (proportionell), wie es das Salair selbst ist.
Die notwendige Arbeitszeit sei = 10, die Surplusarbeit = 2, der Gesamtarbeitstag = 12 Stunden. Wäre die notwendige Arbeitszeit = 12, die Surplusarbeit = 22/5 und der Gesamttag = 142/5 Stunden, so wären die produzierten Werte sehr verschieden. Im ersten Fall = 12 Stunden, im 2. = 142/5 Std. Ebenso die absoluten Größen der Mehrwerte. In einem Fall = 2 Std., im andern = 22/5. Dennoch wäre die Rate des Mehrwerts oder der Surplusarbeit dieselbe, weil 2 : 10 = 22/5 : 12. Wäre im 2. Fall das ausgelegte variable Kapital größer, so aber auch der von ihm appropriierte Mehrwert oder Surplusarbeit. Stiege im letztern Fall die Surplusarbeit statt um 2/5 um 5/5 Std., so daß sie = 3 Std. und der Gesamtarbeitstag = 15 Std., so wäre die Rate des Mehrwerts gestiegen, obgleich die notwendige Arbeitszeit oder das Minimum des Salairs gewachsen, denn 2 : 10 = 1/5; aber 3 : 12 = 1/4. Beides könnte eintreten, wenn infolge der Verteuerung von Korn etc. das Minimum des Salairs von 10 auf 12 Std. gewachsen wäre. Selbst in diesem Falle könnte also die Mehrwertsrate nicht nur gleichbleiben, sondern amount134 und Rate des Mehrwerts wachsen.
Gesetzt aber, der notwendige Arbeitslohn sei nach wie vor = 10, die Surplusarbeit = 2, alle andern Verhältnisse blieben gleich (also keine Berücksichtigung hier auf verminderte Produktionskosten für das capital constant). Arbeitet der Arbeiter nun 2 2/5 Std. mehr, wovon er selbst 2 Std. sich aneignet, die 2/5 aber Surplusarbeit. In diesem Falle werden Salair und Mehrwert gleichmäßig wachsen, das erstere aber mehr als den notwendigen Arbeitslohn oder die notwendige Arbeitszeit darstellen.
Wenn man eine gegebne Größe nimmt und sie in zwei Teile teilt, so ist klar, daß der eine Teil nur zunehmen kann, soweit der andre abnimmt und vice versa135. Aber bei wachsenden Größen (Fluxionen) ist dies keineswegs der Fall. Und der Arbeitstag ist solche wachsende Größe (solange kein Normalarbeitstag erkämpft ist). Bei solchen Größen können beide Teile wachsen, sei es gleichmäßig, sei es ungleichmäßig. Das Wachsen des einen ist nicht bedingt durch das Abnehmen des andern und vice versa. Dies ist denn auch der einzige Fall, wo Salair und Mehrwert beide wachsen können, auch möglicherweise gleichmäßig wachsen können dem Tauschwert nach. Dem Gebrauchswert nach versteht sich das von selbst; dieser kann zunehmen, obgleich Wert der labour z.B. abnimmt. Von 1797 bis 1815, wo der Kornpreis in England bedeutend stieg und der nominelle Arbeitslohn, nahm die Zahl der täglichen Arbeitsstunden in den Hauptindustrien, die auch in einer rücksichtslosen Entwicklungsphase sich befanden, sehr zu, und ich glaube, daß dies den Fall der Profitrate (weil der Rate des Mehrwerts) aufgehoben hat. In diesem Fall wird aber unter allen Umständen der normale Arbeitstag verlängert und dementsprechend die normale Lebensperiode des Arbeiters, also die normale Dauer seines Arbeitsvermögens abgekürzt. Dies gilt, wenn solche Verlängerung konstant. Ist sie nur temporär, um temporäre Verteuerung des Arbeitslohns zu kompensieren, so mag sie (mit Ausnahme von Kindern und Weibern) keine andre Folge haben, als den Fall der Profit rate in den Geschäften zu verhindern, wo Verlängerung der Arbeitszeit der Natur der Sache nach möglich. (Am wenigsten dies in der Agrikultur der Fall.)
Ric[ardo] hat dies gar nicht berücksichtigt, da er weder den Ursprung des Mehrwerts, noch den absoluten Mehrwert untersucht, daher den Arbeitstag als eine gegebne Größe betrachtet. Für diesen Fall ist also sein Gesetz falsch, daß Mehrwert und Salair (er sagt fälschlich Profit und Salair) nur in umgekehrtem Verhältnis – dem Tauschwert nach betrachtet – steigen oder fallen können.
Nehmen wir [zwei Fälle] an, einmal die notwendige Arbeitszeit bleibe dieselbe, ditto die Mehrarbeit. Also 10 + 2; Arbeitstag = 12 Std., Mehrwert = 2 Stunden; die Rate des Mehrwerts = 1/5.
[Im anderen Fall.] Notwendige Arbeitszeit bleibe dieselbe; Surplusarbeit wachse von 2 auf 4 Stunden. Also 10 + 4 = 14 Stunden Arbeitstag; Mehrwert = 4 Std.; Rate des Mehrwerts = 4:10 = 4/10 = 2/5.
In beiden Fällen die notwendige Arbeitszeit dieselbe; aber der Mehrwert in dem einen Fall doppelt so groß als in dem andren und der Arbeitstag im zweiten Fall um 1/6 größer als im ersten. Ferner wären die produzierten Werte, entsprechend den Arbeitsquantitäten, sehr verschieden, obgleich der Arbeitslohn derselbe; im ersten Fall = 12 Std., im andren = 12 + 12/6 = 14. Es ist also falsch, daß, dasselben Arbeitslohn (dem Wert nach, notwendige Arbeitszeit) vorausgesetzt, der in 2 Waren enthaltne Mehrwert sich verhält wie die in ihnen enthaltnen Arbeitsquantitäten. Dies nur richtig, wenn der Normalarbeitstag derselbe.
Gesetzt ferner, infolge der Steigerung der Produktivkraft der Arbeit falle der notwendige Arbeitslohn (obgleich er in Gebrauchswerten expended constant136 bliebe) von 10 auf 9 Stunden und ditto falle die Surplusarbeitszeit von 2 auf 14/5 (9/5). In diesem Falle 10:9 = 2:14/5. Also fiele die Surplusarbeitszeit im selben Verhältnisse wie die notwendige. Die Rate des Mehrwerts in beiden Fällen dieselbe, denn 2 = 10/5 und 14/5 = 9/5. 14/5:9 = 2:10. Das Quantum Gebrauchswerte, das mit dem Mehrwert gekauft werden könnte, bliebe der Voraussetzung nach auch dasselbe. (Jedoch gälte das nur von Gebrauchswerten, den necessaries.) Der Arbeitstag fiele von 12 auf 10 4/5. Die Masse der Werte, die im zweiten Fall produziert, geringer als im ersten. Und trotz dieser ungleichen Arbeitsquantitäten wäre die Mehrwertsrate in beiden Fällen dieselbe.
Wir haben beim Mehrwert unterschieden: Mehrwert und Rate des Mehrwerts. Für einen Arbeitstag betrachtet ist der Mehrwert = der absoluten Stundenzahl, die er darstellt, 2,3 etc. Die Rate = dem Verhältnis dieser Stundenzahl zur Stundenzahl, woraus die notwendige Arbeit besteht. Diese Unterscheidung schon sehr wichtig, weil sie die differente Länge des Arbeitstags anzeigt. Der Mehrwert = 2, so ist er = 1/5, wenn die notwendige Arbeitszeit = 10, und = 1/6, wenn die notwendige Arbeitszeit = 12. Im einen Fall der Arbeitstag = 12 Std., im andren = 14. Im ersten die Mehrwertsrate größer, und dabei arbeitet der Arbeiter eine geringere Anzahl Stunden des Tags. Im zweiten Fall die Mehrwertsrate kleiner, der Wert des Arbeitsvermögens größer, und dabei arbeitet der Arbeiter während des Tags eine größere Stundenanzahl. Hier sehn wir, wie bei gleichbleibendem Mehrwert (aber ungleichem Arbeitstag) die Rate des Mehrwerts verschieden sein kann. In dem frühren Fall 10:2 und 9:14/5, sahen wir, wie bei gleichbleibender Rate des Mehrwerts (aber ungleichem Arbeitstag), der Mehrwert selbst verschieden sein kann (in einem Fall 2, im andren 14/5).
Ich habe früher (ch. 2) gezeigt, daß der Arbeitstag (seine Länge gegeben), ditto die notwendige Arbeitszeit, also die Rate des Mehrwerts gegeben, die Masse des Mehrwerts abhängt von der Anzahl gleichzeitig von demselben Kapital beschäftigter Arbeiter. Dies war ein tautologischer Satz. Denn wenn 1 Arbeitstag mir 2 Surplusstunden gibt, so 12 Arbeitstage 24 Surplus[stunden] oder 2 Surplustage. Der Satz wird jedoch sehr wichtig bei der Bestimmung des Profits, der gleich dem Verhältnis des Mehrwerts zum vorgeschußnen Kapital, also von der absoluten Größe des Mehrwerts abhängt. Es wird dies wichtig, weil Kapitalien von gleicher Größe, aber verschiedner organischer Komposition, ungleiche Anzahl Arbeiter anwenden, also ungleichen Mehrwert, also ungleichen Profit produzieren müssen. Bei fallender Rate des Mehrwerts kann der Profit steigen und bei steigender Rate des Mehrwerts der Profit fallen, oder der Profit kann derselbe bleiben, wenn Steigen oder Fallen in der Rate des Mehrwerts kompensiert werden durch umgekehrte Bewegung in der Anzahl der angewandten Arbeiter. Hier sehn wir von vornherein, wie höchst falsch, die Gesetze |658| über Steigen und Fallen des Mehrwerts zu identifizieren mit den Gesetzen über Steigen und Fallen des Profits. Betrachtet man bloß das einfache Gesetz des Mehrwerts, so scheint es tautologisch, daß bei gegebner Rate des Mehrwerts (und gegebnem Arbeitstag) der absolute amount des Mehrwerts von der Masse der angewandten Kapitals abhängt. Denn das Wachstum dieser Kapitalmasse und das Wachstum der Anzahl der gleichzeitig beschäftigten Arbeiter sind nach der Voraussetzung identisch oder nur Ausdrücke desselben Faktums. Kommt man aber zur Betrachtung des Profits, wo die Masse des angewandten Totalkapitals und die Masse der angewandten Anzahl Arbeiter sehr verschieden sind für Kapitalien von gleicher Größe, so begreift man die Wichtigkeit des Gesetzes.
Ricardo geht aus von Waren von gegebnem Wert, d.h. von Waren, die ein gegebnes Quantum Arbeit darstellen. Und für diesen Ausgangspunkt scheint absoluter Mehrwert und relativer Mehrwert stets zusammenzufallen. (Dies erklärt jedenfalls die Einseitigkeit seiner Verfahrensweise und fällt mit seiner ganzen Methode der Untersuchung zusammen, auszugehn von dem Wert der Waren als bestimmt durch die in ihnen gegebne Arbeitszeit und nun zu untersuchen, wie weit dies durch Salair, Profit etc. affiziert wird.) Indes ist dieser Schein falsch, da es sich hier nicht von der Ware handelt, sondern von der kapitalistischen Produktion, von den Waren als Produkten des Kapitals.
Ein Kapital wende bestimmte Masse Arbeiter an, z.B. 20, und der Arbeitslohn = 20 l. Wir wollen der Vereinfachung wegen das capital fixe = 0 setzen, i.e. aus der Rechnung weglassen. Gesetzt, diese 20 Arbeiter verspinnen für 80 l. Baumwolle in Twist, wenn sie täglich 12 Std. arbeiten. Kostet das lb. Baumwolle 1 sh., so 20 lbs. 1 l., und 80 l. = 1600 lbs. Wenn 20 Arbeiter in 12 Stunden 1600 lbs. verspinnen, so in 1 Std. 1600⁄12 lbs. = 1331/3 lbs. Ist also die notwendige Arbeitszeit = 10 Std., so die Surplusarbeitszeit = 2 und diese = 2662/3 lbs. Twist. Der Wert der 1600 lbs. wäre = 104 l. Denn wenn 10 Arbeitsstunden = 20 l., so 1 Arbeitsstunde = 2 l. und 2 Arbeitsstunden = 4 l., also 12 = 24 l. (80 l. [Rohmaterial] + 24 l. = 104 l.)
Gesetzt aber, die Arbeiter arbeiteten 4 Std. Surpluszeit, so ihr Produkt = 8 l. (ich meine den Surpluswert, den sie erzeugen, ihr Produkt in fact = 28 l.). Das Gesamtprodukt = 1211/3 l.. Und diese 1211/3 l. = 18662/3 lbs. Twist. Nach wie vor, da die Produktionsbedingungen dieselben geblieben, würde 1 lb. Twist denselben Wert haben; es würde gleich viel Arbeitszeit enthalten. Auch wäre nach der Voraussetzung der notwendigen Arbeitslohn konstant geblieben (sein Wert, die in ihm enthaltne Arbeitszeit).
Ob diese 18662/3 lbs. Twist unter den ersten Bedingungen oder den zweiten produziert werden, d.h. mit 2 oder 4 Stunden Surplusarbeit, sie hätten beidesmal denselben Wert. Nämlich für die 2662/3 lbs. Baumwolle, die mehr versponnen werden, 131/3 l. Dies zu den 80 l. für die 1600 lbs., macht 931/3 l. und in beiden Fällen 4 Arbeitsstunden mehr der 20 Mann = 8 l. Zusammen für die Arbeit 28 l., also 1211/3 l. In beiden Fällen der Arbeitslohn derselbe. Das lb. Twist kostet in beiden Fällen 13/10 sh. Da der Wert des lb. Baumwolle = 1 sh., bliebe für die neu hinzugesetzte Arbeit in 1 lb. Twist in beiden Fällen 3/10 sh., = 31/5 d. (oder 13/5 d.).
Dennoch wäre das Verhältnis von Wert und Mehrwert in jedem lb. Twist unter den vorausgesetzten Umständen sehr verschieden. Im ersten Falle, da die notwendige Arbeit = 20 l., die Mehrarbeit = 4 l., oder die erste = 10 Std., die zweite = 2 Std., verhält sich die Surplusarbeit zur notwendigen = 2:10 = 2/10 = 1/5. (Ebenso 4 l. : 20 l. = 4/20 = 1/5.) In den 3 3/5 d. des lb. Twist in diesem Fall steckt also 1/5 unbezahlte Arbeit = 18/25 d. oder 72/25 f. = 2 22/25 f. Dagegen im zweiten Fall ist die notwendige Arbeit = 20 l. (10 Arbeitsstd.) die Surplusarbeit = 8 l. (4 Arbeitsstd.). Die Surplusarbeit verhielte sich zur notwendigen = 8 : 20 = 8/20 = 4/10 = 2/5. Also in den 3 3/5 d. des lb. Twist steckten 2/5 der ganzen unbezahlten Arbeit, also 5 19/25 f. oder 1 d. 1 f. und 19/25 f. Der Surpluswert in dem lb. Twist, ||659|| obgleich es in beiden Fällen denselben Wert hat, und in beiden Fällen derselbe Arbeitslohn gezahlt wird, ist in dem einen Fall noch einmal so groß als in dem andren. In der einzelnen Ware muß natürlich als aliquotem Teil des Produkts dasselbe Verhältnis von Wert der Arbeit und Surpluswert herrschen, wie im ganzen Produkt.
In dem einen Fall das vorgeschoßne Kapital = 93 1/3 l. für Baumwolle und wieviel für Arbeitslohn? Der Arbeitslohn hier für 1600 lbs. = 20 l., also für 266 2/3 lbs. mehr = 3 1/3 l. Also 23 1/3 l. Und die Gesamtauslage = Kapital von 93 1/3 l. + 23 1/3 l. = 116 2/3 l. Das Produkt = 121 1/3 l. (Die Mehrauslage [an variablem] Kapital von 3 1/3 l. gäbe nur 13 1/3 sh. [= 2/3 l.] Mehrwert. 20 l. : 4 l. = 3 1/3 l. : 2/3 l.)
Dagegen betrüge im andren Fall die Kapitalauslage nur 93 1/3 l. + 20 l. = 113 1/3 l. und zu den 4 l. Mehrwert kämen 4 l. hinzu. Dieselben Massen lbs. Twist sind in beiden Fällen produziert, und beide haben denselben Wert, d.h., sie stellen gleiche Totalquanta Arbeit dar, aber diese gleichen Totalquanta Arbeit sind von ungleich großen Kapitalien in Bewegung gesetzt, obgleich der Arbeitslohn derselbe; dagegen die Arbeitstage von ungleicher Größe und daher die Quanta unbezahlter Arbeit verschieden. Das einzelne lb. Twist betrachtet, ist der dafür gezahlte Arbeitslohn oder das in ihm gezahlte Quantum Arbeit verschieden. Derselbe Arbeitslohn ist hier verteilt auf größere Warenmenge, nicht weil die Arbeit produktiver in dem einen Fall als in dem andren, sondern weil die Gesamtmasse unbezahlter Surplusarbeit, die in dem einen Fall in Bewegung gesetzt, größer als in dem andren. Mit demselben Quantum bezahlter Arbeit werden daher in dem einen Fall mehr lbs. Twist produziert als in dem andren, obgleich in beiden Fällen die gleichen Quanta Twist produziert und gleiche Quanta Totalarbeit (bezahlte und unbezahlte) darstellen. Hätte sich dagegen die Produktivität der Arbeit vermehrt in dem zweiten Fall, so wäre unter allen Umständen (wie sich immer das Verhältnis des Mehrwerts zum variablen Kapital gestaltet) der Wert des lb. Twist gefallen.
In einem solchen Fall also wäre es falsch zu sagen, daß – weil der Wert des lb. Twist gegeben, = 1 sh. 3³/₅ d., ferner der Wert der zugesetzten Arbeit gegeben, = 3³/₅ d., und der Arbeitslohn der Voraussetzung nach derselbe, d.h. die notwendige Arbeitszeit –, daß deswegen der Mehrwert derselbe sein und 2 Kapitalien unter sonst gleichen Umständen den Twist mit gleichem Profit produziert hätten. Es wäre dies richtig, wenn es sich um 1 lb. Twist handelte, aber es handelt sich hier um ein Kapital, das 1866²/₃ lbs. Twist produziert hat. Und um zu wissen, wie groß sein Profit an einem lb. (d.h. eigentlich der Mehrwert), müssen wir wissen, wie groß der Arbeitstag ist, oder wie großes Quantum unbezahlter Arbeit (bei gegebener Produktivität) es in Bewegung setzt. Dies kann man aber der einzelnen Ware nicht ansehn.
Bei Ric[ardo] findet sich also nur die Entwicklung von dem, was ich den relativen Mehrwert genannt habe. Er geht davon aus (wie es auch bei Smith und seinen Vorgängern scheint), daß die Größe des Arbeitstags gegeben ist. (Höchstens bei Smith Differenzen in der Größe des Arbeitstags in verschiedenen Arbeitszweigen erwähnt, die sich aufheben oder kompensieren durch relativ größere Intensivität der Arbeit, Schwierigkeit, Widerlichkeit derselben usw.) Von dieser Voraussetzung aus entwickelt er im ganzen den relativen Mehrwert richtig. Bevor wir davon die Hauptpunkte geben, noch einige Belegstellen zu der Auffassung Ricardos.
„Die Arbeit von einer Million Menschen in den Manufakturen wird stets den gleichen Wert, aber nicht immer den gleichen Reichtum produzieren.“ (l.c. p.320.)
D.h., das Produkt ihrer täglichen Arbeit wird stets das Produkt von 1 Million Arbeitstagen sein, dieselbe Arbeitszeit enthalten, was falsch ist, oder nur richtig ist, sobald dieselbe normale Arbeitstag, mit Berücksichtigung der different difficulties etc. of different branches of labour137, allgemein hergestellt wäre.
Selbst dann indes ist der Satz falsch in der allgemeinen Form, worin er hier ausgesprochen ist. Gesetzt, der normale Arbeitstag sei gleich 12 Std. Das Jahresprodukt in Geld eines Mannes sei = 50 l. und der Geldwert bleibe unverändert. In diesem Falle das Produkt von 1 Mill. Mann stets 50 Mill. l. jährlich. Gesetzt, die notwendige Arbeit sei = 6 Std., so das für diese 1 Mill. Mann ausgelegte Kapital jährlich = 25000000 l. Der Mehrwert ditto = 25 Mill. l. Das Produkt wäre immer 50 Mill., ob die Arbeiter 25 oder 30 oder 40 Mill. erhalten. Nur im ersten Fall der Mehrwert = 25 Mill., im 2. = 20 Mill. und im 3. = 10 Mill. Bestände das vorgeschößne Kapital nur aus variablem Kapital, d.h. nur aus dem Kapital, das in dem Arbeitslohn dieser 1 Mill. Mann ausgelegt wird, so hätte Ric[ardo] recht. Er hat daher auch nur in dem einen Fall recht, wo das Totalkapital gleich dem variablen Kapital; eine Voraussetzung, die bei ihm, wie bei A.Smith, soweit er vom Kapital der ganzen Gesellschaft spricht, durchgeht und die bei der kapitalistischen Produktion nicht in einem einzelnen trade138, noch viel weniger für den trade der ganzen Gesellschaft existiert.
Der Teil des konstanten Kapitals, der in den Arbeitsprozeß eingeht, ohne in den Verwertungsprozeß einzugehn, geht nicht in das Produkt (Wert des Produkts) ein und geht uns daher hier nichts an, wo es sich um den Wert des jährlichen Produkts handelt, so wichtig die Berücksichtigung jenes Teils des konstanten Kapitals für die Bestimmung der allgemeinen Profitrate ist. Anders aber verhält es sich mit dem Teil des konstanten Kapitals, der in das jährliche Produkt eingeht. Wir haben gesehn, daß ein Teil dieses Teils des konstanten Kapitals oder was als konstantes Kapital in einer Produktionsphäre erscheint, als unmittelbares Produkt der Arbeit innerhalb einer andren erscheint, während derselben Produktionsperiode von einem Jahr, daß also ein großer Teil des jährlich ausgelegten Kapitals, der als konstantes Kapital vom Standpunkt des einzelnen Kapitalisten oder der besondren Produktionsphäre erscheint, sich in variables Kapital vom Standpunkt der Gesellschaft oder der Kapitalistenklasse auflöst. Dieser Teil ist also in den 50 Mill. eingeschlossen, in dem Teil der 50 Mill., der variables Kapital bildet oder in Arbeitslohn ausgelegt ist.
Anders verhält es sich aber mit dem Teil des konstanten Kapitals, der aufgezehrt wird, um das in der Manufaktur und Agrikultur aufgezebrte konstante Kapital zu ersetzen, mit dem aufgezebrten Teil des in den Produktionszweigen beschäftigten konstanten Kapitals, die konstantes Kapital, Rohmaterial in seiner ersten Form, capital fixe und matières instrumentales139 produzieren. Der Wert dieses Teils erscheint wieder, ist reproduziert im Produkt. Und es hängt ganz von seiner vorhandnen Größe ab (vorausgesetzt, daß die Produktivität der Arbeit nicht wechselt; wie sie aber immer wechseln mag, hat er eine bestimmte Größe), in welchen Proportionen [er] in den Wert des ganzen Produkts eingeht. (Im Durchschnitt, einige Ausnahmen in der Agrikultur abgerechnet, wird allerdings auch die Masse der Produkte, also der von der 1 Mill. Mann erzeugte Reichtum, wie ihn R[icardo] von value unterscheidet, abhängen von der Größe dieses der Produktion vorausgesetzten konstanten Kapitals.) Dieser Wertteil des Produkts existierte nicht ohne die neue Jahresarbeit der 1 Mill. Mann. Andererseits gäbe die Arbeit der 1 Mill. Mann nicht dieselbe Produktenmasse ohne dies unabhängig von ihrer Jahresarbeit existierende konstante Kapital. Es geht als Produktionsbedingung in den Arbeitsprozeß ein, aber es wird keine Stunde mehr gearbeitet, um diesen Teil dem Wert nach zu reproduzieren. Als Wert ist er daher nicht das Resultat der Jahresarbeit, obgleich sein Wert sich nicht ohne diese Jahresarbeit reproduziert hätte.
Gesetzt, der Teil des konstanten Kapitals, der in das Produkt eingeht, sei = 25 Mill., so wäre der Wert des Produkts der 1 Mill. Mann = 75 Mill.; wäre er = 10, so nur = 60 Mill. etc. Und da im Lauf der kapitalistischen Entwicklung das Verhältnis des konstanten Kapitals zum variablen wächst, wird der Wert des Jahresprodukts der 1 Mill. eine Tendenz haben, beständig zu wachsen, im Verhältnis wie die vergangene Arbeit wächst, die als Faktor in ihrer jährlichen Produktion mitspielt. Man sieht schon daraus, daß Ricardo weder das Wesen der Akkumulation noch die Natur des Profits verstehn konnte.
Mit dem Wachsen der Proportion des konstanten Kapitals zum variablen wächst auch die Produktivität der Arbeit, die produzierten Produktivkräfte, mit denen die gesellschaftliche Arbeit wirtschaftet. Infolge derselben zunehmenden Produktivität der Arbeit wird zwar ein Teil des vorhandenen konstanten Kapitals beständig entwertet, indem sein Wert sich nicht nach der Arbeitszeit richtet, die es ursprünglich gekostet hat, sondern nach der Arbeitszeit, mit der es reproduziert werden kann, und diese beständig abnimmt mit der zunehmenden Produktivität der Arbeit. Obgleich sein Wert daher nicht im Verhältnis seiner Masse wächst, wächst er dennoch, weil seine Masse noch rascher wächst, als sein Wert fällt. Doch auf Ric[ardo]s Ansichten von der Akkumulation kommen wir später zurück.
Soviel hier klar, daß, den Arbeitstag als gegeben vorausgesetzt, der Wert des Produkts von Jahresarbeit der 1 Mill. sehr verschieden sein wird je nach der Verschiedenheit der Masse von konstantem Kapital, das in das Produkt eingeht, und daß er trotz der wachsenden Produktivität der Arbeit größer sein wird, wo das konstante Kapital einen großen Teil des Gesamtkapitals bildet, als in Gesellschaftszuständen, wo es einen relativ kleinen Teil desselben bildet. Mit dem Fortschritt in der Produktivität der gesellschaftlichen Arbeit, begleitet, wie er ist, vom Anwachsen des konstanten Kapitals, wird daher auch ein relativ stets größrer Teil des jährlichen Produkts der Arbeit dem Kapital als solchem zufallen und somit das Kapitaleigentum (abgesehn von der Revenue) sich beständig vergrößern und die Proportion des Wertteils, den der einzelne Arbeiter und selbst die Arbeiterklasse schafft, immer mehr sinken |66| gegen das ihnen als Kapital gegenüberstehende Produkt ihrer vergangnen Arbeit. Die Entfremdung und der Gegensatz zwischen dem Arbeitsvermögen und den objektiven, im Kapital verselbständigten Bedingungen der Arbeit wachsen damit beständig. (Abgesehn vom variablen Kapital, dem Teil des Produkts der jährlichen Arbeit, der zur Reproduktion der Arbeiterklasse erforderlich; diese ihre Subsistenzmittel selbst aber ihr als Kapital gegenübergetreten.)
R[icardo]s Ansicht, daß der Arbeitstag gegeben, begrenzt, fixes Quantum ist, auch sonst bei ihm ausgesprochen, z. B.
„sie“ (the wages of labour and the profit of stock140) „haben zusammen stets den gleichen Wert“ (l. c. p. 499 ch. XXXII „Mr. M[althus]’s opinions on rent“),
das heißt in andern Worten nur: die Arbeitszeit (tägliche), deren Produkt zwischen wages of labour und profits of stock geteilt wird, ist stets dieselbe, ist konstant.
„Löhne und Profit werden zusammen den gleichen Wert haben.“ (l. c. p. 491, Note.)
Ich brauche hier nicht zu wiederholen, daß für Profit hier immer zu lesen surplus value.
„Lohn und Profit zusammengenommen werden stets den gleichen Wert besitzen.“ (p. 490, 491.)
„Die Löhne muß man nach ihrem wirklichen Wert schätzen, d. h. nach der Quantität von Arbeit und Kapital, die zu ihrer Produktion verwendet wurden, nicht aber nach ihrem nominellen Wert in Röcken, Hüten, Geld oder Getreide.“ (l. c. ch. I „On Value“, p. 50.)
Der Wert der Lebensmittel, die der Arbeiter erhält (mit seinen wages kauft), Korn, Kleidung etc., ist bestimmt durch die Gesamtarbeitszeit, die deren Produktion erheischt, sowohl das Quantum unmittelbarer Arbeit als das Quantum vergegenständlichter Arbeit necessary for their production141. Aber R[icardo] verwikkelt die Sache, indem er ihr nicht den reinen Ausdruck gibt, nicht sagt „their real value, viz. that quantity of their working day required to reproduce the value of their own necessaries, the equivalent of the necessaries paid of them, or exchanged for their labour"142. Die real wages143 ist zu bestimmen durch die average time144, die der Arbeiter täglich arbeiten muß, um seine eigne wages zu produzieren oder zu reproduzieren.
„Der Arbeiter erhält nur dann einen wirklich hohen Preis für seine Arbeit, wenn sein Lohn das Produkt einer großen Menge Arbeit kauft." (l.c. p.322.)
Dies ist in fact die einzige Form des Mehrwerts, die R[icardo] unter dem Namen Profit entwickelt. [Er meint:]
Die Quantität der zu ihrer Produktion erheischten und in ihr enthaltenen Arbeit bestimmt den Wert der Ware, der somit ein Gegebnes ist, bestimmte Größe. Diese Größe wird geteilt zwischen Lohnarbeiter und Kapitalist. (Ricardo, wie Smith, berücksichtigt hier das konstante Kapital nicht.) Es ist klar, daß die Portion des einen nur wachsen oder fallen kann im Verhältnis, wie die des andren fällt oder wächst. Da der Wert der Waren der Arbeit der Arbeiter geschuldet ist, ist das, was unter allen Fällen die Voraussetzung bildet, diese Arbeit selbst, die aber unmöglich, ohne daß der Arbeiter lebt und sich erhält, also den notwendigen Arbeitslohn (Minimum des Salairs, Salair = dem Wert des Arbeitsvermögens) erhält. Salair und Mehrwert – diese beiden Kategorien, worin der Wert der Ware oder das Produkt selbst sich verteilt – stehn also nicht nur in umgekehrtem Verhältnis zueinander, sondern das Prius, das Bestimmende ist die Bewegung der Salaire. Ihr Steigen oder Fallen bewirkt die umgekehrte Bewegung auf seiten des Profits (Mehrwerts). Salair steigt oder fällt nicht, weil Profit (Mehrwert) fällt oder steigt, sondern umgekehrt, weil Salair steigt oder fällt, fällt oder steigt der Mehrwert (Profit). Das Mehrprodukt (sollte eigentlich heißen der Mehrwert), das übrigbleibt, nachdem die Arbeiterklasse ihren Anteil von ihrer eignen jährlichen Produktion erhalten, bildet die Substanz, von der die Kapitalistenklasse lebt.
Da der Wert der Waren bestimmt ist durch das Quantum der in ihnen enthaltenen Arbeit, und da Salair und Mehrwert (Profit) nur Teile sind, Proportionen, worin zwei Klassen von Produzenten den Wert der Ware unter sich verteilen, ist es klar, daß Steigen oder Fallen des Salairs zwar die Rate des Mehrwerts (Profits) bestimmt, den Wert der Ware oder price (as monetary expression of the value of a commodity)145 aber unaffiziert läßt. Die Proportion, wie ein Ganzes geteilt wird zwischen zwei shareholders146, macht das Ganze selbst weder größer noch kleiner. Es ist also ein falsches Vorurteil, daß Steigen der Salaire die Warenpreise erhöht; selbst macht nur den Profit (Mehrwert) fallen. Selbst die Ausnahmen, die Ric[ardo] anführt, wo Steigen der Salaire die Tauschwerte einiger Waren fallen machen, die andrer steigern soll, sind falsch, soweit es sich um Werte handelt, und nur richtig für Kostenpreise.
||662| Da nun die Rate des Mehrwerts (Profits) bestimmt ist durch die relative Höhe des Salairs, wie wird diese bestimmt? Von der Konkurrenz abgesehn, durch den Preis der notwendigen Lebensmittel. Dieser hängt wieder von der Produktivität der Arbeit ab, die am größten ist, je fruchtbarer der Boden (wobei Ric[ardo] kapitalistische Produktion unterstellt). Jedes „improvement“147 vermindert den Preis der Waren, Lebensmittel. Der Arbeitslohn oder value of labour148 steigt und fällt also in umgekehrtem Verhältnis zur Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, soweit letztre necessaries produziert, die in die average consumption149 der Arbeiterklasse eingehn. Die Rate des Mehrwerts (Profits) fällt oder steigt also in direktem Verhältnis, wie sich die Produktivkraft der Arbeit entwickelt, weil diese Entwicklung den Arbeitslohn senkt oder erhöht.
Die Rate des Profits (Mehrwerts) kann nicht fallen, ohne daß der Arbeitslohn steigt, und kann nicht steigen, ohne daß der Arbeitslohn fällt.
Der Wert des Arbeitslohns ist zu schätzen nicht nach der Quantität Lebensmittel, die der Arbeiter erhält, sondern nach der Quantität Arbeit, die diese Lebensmittel kosten (in fact the proportion des Arbeitstags, die er sich selbst aneignet), nach dem proportionellen Anteil, den der Arbeiter vom Gesamtprodukt or rather150 vom Gesamtwert dieses Produkts erhält. Es ist möglich, daß in Gebrauchswerten geschätzt (Quantität von Ware oder Geld) sein Arbeitslohn steigt (bei steigender Produktivität) und doch dem Wert nach fällt und umgekehrt. Es ist eines der großen Verdienste R[icardo]s, den relativen oder proportionate Arbeitslohn betrachtet und als Kategorie fixiert zu haben. Bisher der Arbeitslohn immer nur einfach betrachtet, der Arbeiter daher als Tier. Hier aber wird er in seinem sozialen Verhältnis betrachtet. Die Stellung der Klassen zueinander bedingt mehr durch die proportionate wages als durch den absolute amount of wages.
Die oben aufgestellten Sätze nun durch Zitate aus R[icardo] zu belegen.
„Der Wert des Hirsches, das Produkt der Tagesarbeit des Jägers, entspricht genau dem Wert der Fische, dem Produkt der Tagesarbeit des Fischers. Das Wertverhältnis des Fisches und des Wildbrets wird völlig durch die in jedem der beiden enthaltene Arbeitsmenge bestimmt, unabhängig von der produzierten Menge oder von einem hohen oder niedrigen Stand der Löhne und des Profits. Wenn … zehn Leute beschäftigt, deren Arbeit jährlich 100 l. kostet und die in einem Tage durch ihre Arbeit zwanzig Lachse fangen; wenn … der Jäger … auch zehn Mann beschäftigt, deren Arbeit im Jahr 100 l. kostet, und die ihm in einem Tage zehn Hirsche verschaffen, – dann wäre der natürliche Preis eines Hirsches zwei Lachse, gleichgültig ob der Anteil vom Gesamtprodukt groß oder klein ist, der auf die Leute, die es produzieren, entfällt. Der etwa als Lohn bezahlte Anteil ist von größter Bedeutung für die Frage des Profits, denn es muß sofort einleuchten, daß die Profite genau in dem Verhältnis hoch oder niedrig sind, wie die Löhne niedrig oder hoch sind. Das aber kann den verhältnismäßigen Wert von Fisch und Wildbret nicht im geringsten beeinflussen, da der Lohn zur gleichen Zeit in beiden Berufen hoch oder niedrig ist.“ (ch.1 „On Value“, p.20, 21.)
Man sieht, daß Ric[ardo] den ganzen Wert der Ware herleitet aus dem labour der men employed151. Es ist ihre eigne Arbeit oder das Produkt derselben oder der Wert dieses Produkts, das zwischen ihnen und dem Kapital verteilt wird.
„Keine Veränderung der Arbeitslöhne kann irgendeine Veränderung im relativen Wert dieser Waren hervorbringen; denn angenommen, sie steigen, so wird doch keine größere Quantität Arbeit in einem dieser Berufe benötigt, sondern sie werden zu einem höheren Preise bezahlt werden. … Die Löhne können um zwanzig Prozent steigen und die Profite demzufolge in größerem oder geringerem Ausmaß sinken, ohne damit auch nur die geringste Änderung im relativen Wert dieser Waren hervorzurufen.“ (l.c. p.23.)
„Der Wert der Arbeit kann nicht ohne ein Sinken des Profits steigen. Wenn das Getreide zwischen dem Farmer und dem Arbeiter geteilt wird, wird um so weniger für den ersteren bleiben, je größer der Anteil des letzteren ist. Ebenso wird bei der Teilung von Tuch oder Baumwollwaren zwischen dem Arbeiter und seinem Unternehmer für den letzteren um so weniger bleiben, je größer der Anteil des ersteren ist.“ (l.c. p.31.)
||663|| „A. Smith und alle die ihm folgenden Autoren behaupten nach meiner Kenntnis ausnahmslos, ein Steigen des Preises der Arbeit habe eine gleichmäßige Erhöhung des Preises aller Waren zur Folge. Ich hoffe, es ist mir gelungen zu zeigen, daß es keine Gründe für eine derartige Ansicht gibt.“ (l.c. p.45.)
„Eine Erhöhung der Löhne infolge einer besseren Bezahlung des Arbeiters oder infolge von Schwierigkeiten der Beschaffung der lebenswichtigen Artikel, für welche die Löhne ausgegeben werden, bewirkt mit Ausnahme weniger Fälle keine Erhöhung des Preises, sie hat jedoch eine bedeutende Wirkung auf die Senkung des Profits." Anders verhält es sich, wenn das rise of wages152 herrührt von einer „Änderung des Geldwertes". „In dem einen" [nämlich dem letzterwähnten Fall] „Fall wird kein größerer Anteil der Jahresarbeit des Landes auf den Unterhalt der Arbeiter verwendet, während in dem anderen ein größerer Teil darauf verwendet wird." (l. c. p. 48.) |663|
|663| „Der natürliche Preis der Arbeit wird bei einer Erhöhung des Preises der Nahrungsmittel und der lebenswichtigen Güter steigen, bei einem Fall dieser Preise sinken." (l. c. p. 86.)
„Der nach der Sättigung des Bedarfes der vorhandenen Bevölkerung verbleibende Produktenüberschuß muß notwendigerweise der Leichtigkeit der Produktion, d. h. der geringeren Zahl der in der Produktion Beschäftigten entsprechen." (p. 93.)
„Weder der Farmer, der jenen Boden bebaut, der den Preis bestimmt, noch der Fabrikant, der Waren erzeugt, geben einen Teil des Produktes zugunsten der Rente auf. Der gesamte Wert ihrer Waren spaltet sich nur in zwei Teile: der eine bildet den Kapitalprofit, der andere den Arbeitslohn." (l. c. p. 107.)
„Angenommen aber, der Preis von Seide, Samt, Möbeln und einer Reihe anderer Waren, die nicht vom Arbeiter benötigt werden, steigt infolge des für sie verausgabten größeren Arbeitsquantums, wird das nicht den Profit berühren? Sicherlich nicht; denn nichts als eine Erhöhung des Lohnes kann den Profit beeinträchtigen. Seide und Samt werden nicht vom Arbeiter konsumiert, und sie können daher den Lohn nicht in die Höhe treiben." (l. c. p. 118.)
„Wenn die Arbeit von zehn Leuten auf Boden bestimmter Qualität 180 qrs. Weizen ergibt und sein Wert 4 l. pro qr., oder 720 l. beträgt..." (p. 110.) „...muß in jedem Falle dieselbe Summe von 720 l. zwischen Lohn und Profit geteilt werden... Ob der Lohn oder Profit steigt oder fällt, beide müssen immer aus dem Betrag von 720 l. gedeckt werden. Einerseits kann der Profit niemals so hoch steigen, daß er so viel von den 720 l. verschlingt, daß nicht genügend übrigbleibt, um die Arbeiter mit den unbedingt notwendigen Gütern zu versorgen, andererseits können die Löhne niemals so hoch steigen, daß von diesem Betrage nichts für den Profit zurückbleibt." (l. c. p. 113.)
„Der Profit ist von hohen oder geringen Löhnen, die Löhne vom Preis der lebenswichtigen Güter und der Preis der lebenswichtigen Güter hauptsächlich vom Preis der Lebensmittel abhängig, da alle anderen Artikel fast grenzenlos vermehrbar sind." (l. c. p. 119.)
„Obwohl ein größerer Wert produziert wird" (bei Verschlechterung des Landes), „so wird ein höherer Anteil von dem, was nach Zahlung der Rente von diesem Werte übrigbleibt, von den Produzenten konsumiert" {er identifiziert hier labourers und producers}, „und das – und nur das – bestimmt den Profit." (l. c. p. 127.)
„Die notwendige Eigenschaft einer Verbesserung besteht darin, die früher für die Produktion einer Ware notwendige Arbeit zu vermindern; diese Verminderung aber kann ohne einen Fall ihres Preises oder relativen Wertes nicht vor sich gehen." (l. c. p. 70.)
„Man verringere die Produktionskosten von Hüten, und ihr Preis wird schließlich auf ihren neuen natürlichen Preis zurückgehen, obwohl sich die Nachfrage verdoppelt, verdrei- oder vervierfacht haben mag. Man verringere die Unterhaltskosten der Arbeiter, indem man den natürlichen Preis der Nahrungsmittel und der Kleidung, die das Leben erhalten, senkt, und die Löhne werden schließlich sinken, trotzdem die Nachfrage nach Arbeitern sehr erheblich gestiegen sein mag.“ (l.c. p.460.)
„In dem Maße, in dem weniger auf den Lohn entfällt, wird mehr auf den Profit entfallen, und vice versa153.“ (l.c. p.500.)
„Es ist eines der Ziele dieses Werkes gewesen zu zeigen, daß mit jedem Rückgang im tatsächlichen Wert der notwendigen Artikel die Arbeitslöhne sinken und der Kapitalprofit steigt – mit anderen Worten, daß von einem gegebenen jährlichen Wert ein geringerer Anteil an die arbeitende Klasse, und ein größere Teil an jene gezahlt wird, deren Fonds diese Klasse beschäftigen.“
{Es ist nur in dieser ganz in das gewöhnliche Leben eingegangnen Phrase, daß Ric[ardo], wenn nicht ahnt, doch ausspricht the nature of capital. Es ist nicht accumulated labour employed by the labouring class, by the labourers themselves, but it is „funds“, „accumulated labour“, „employing this class“, employing present, immediate labour154.}
„Angenommen, der Wert der in einer bestimmten Manufaktur erzeugten Waren sei 1000 l., die zwischen dem Unternehmer und seinen Arbeitern“ (hier wieder der Ausdruck der Natur des Kapitals; der Kapitalist ist the master, die Arbeiter sind his labourers155) „im Verhältnis von 800 l. für die Arbeiter und 200 l. für den Unternehmer aufzuteilen sind. Falls der Wert dieser Waren auf 900 l. fällt und 100 l. an Arbeitslöhnen erspart werden infolge des Sinkens lebenswichtiger Artikel, so wird das Nettoeinkommen des Unternehmers in keiner Weise beeinträchtigt.“ (p.511, 512.)
„Wenn die Schuhe und Kleider des Arbeiters durch Verbesserungen der Maschinerie mit dem vierten Teile der jetzt zu ihrer Produktion notwendigen Arbeit erzeugt werden können, so sinken sie wahrscheinlich um 75 Prozent; aber es ist von der Wahrheit weit entfernt anzunehmen, daß der Arbeiter dadurch in die Lage versetzt wird, dauernd vier Röcke oder vier Paar Schuhe anstelle von einem Rock oder einem Paar Schuhe zu verbrauchen. Sein Lohn wird sich in kurzer Zeit durch die Wirkung der Konkurrenz und den Anreiz zur Bevölkerungsvermehrung dem neuen Werte der lebenswichtigen Artikel, für die er ausgegeben wird, anpassen. Wenn diese Verbesserungen sich auf alle Gegenstände des Konsums des Arbeiters erstrecken, so finden wir ihn wahrscheinlich nach wenigen Jahren im Besitz einer nur geringen, wenn überhaupt einer Vergrößerung seiner Annehmlichkeiten, obwohl der Tauschwert jener Waren eine recht bedeutende Verminderung erfährt im Vergleich mit einer beliebigen anderen Ware, und obwohl sie das Erzeugnis einer erheblich geringeren Menge Arbeit sind.“ (l.c. p.8.)
„Wenn die Löhne steigen, so geschieht dies immer auf Kosten des Profits und wenn sie sinken, steigt stets der Profit." (l. c. p. 491, Note.)
„Es war mein Bestreben, durch dieses ganze Werk zu zeigen, daß die Profitrate niemals anders als durch eine Senkung der Löhne erhöht werden kann und daß eine dauernde Senkung der Löhne nur durch ein Sinken der lebenswichtigen Güter, für welche die Löhne verausgabt werden, eintritt. Wenn daher durch die Ausdehnung des auswärtigen Handels oder durch Verbesserungen der Maschinerie die Nahrungsmittel und die anderen lebensnotwendigen Güter des Arbeiters zu einem niedrigeren Preis auf den Markt gebracht werden können, wird der Profit steigen. Wenn wir, anstatt unser eigenes Getreide anzubauen oder die Kleidung und die anderen lebenswichtigen Güter des Arbeiters selbst zu erzeugen, einen neuen Markt entdecken, durch den wir uns mit diesen Waren wohlfeiler versorgen können, so werden die Löhne fallen und der Profit wird steigen. Wenn aber die durch die Ausdehnung des auswärtigen Handels oder durch Verbesserungen der Maschinerie zu einem niedrigeren Satze bezogenen Waren ausschließlich von den Reichen konsumierte Waren sind, wird keine Veränderung der Profitrate eintreten. Die Lohnrate wird nicht berührt, obwohl Wein, Samt, Seide und andere teuere Waren um 50 Prozent fallen, und die Profite bleiben folglich unverändert.
Obwohl also der auswärtige Handel sehr vorteilhaft für ein Land ist, da er die Menge und Vielfalt der Dinge vermehrt, für welche die Revenue verwendet werden kann, durch den Überfluß und die Wohlfeilheit der Waren Anreiz zum Sparen156 (und why not incentives to spending?156) und zur Akkumulation von Kapital liefert, besitzt er keine Tendenz zur Erhöhung des Kapitalprofits, es sei denn, die eingeführten Waren sind solche, für die der Arbeitslohn ausgegeben wird.
Die Bemerkungen, die ich bezüglich des auswärtigen Handels gemacht habe, treffen in gleicher Weise für den Binnenhandel zu. Niemals wird die Profitrate erhöht
[eben hat er das Gegenteil gesagt; er meint offenbar, never unless by the improvements mentioned the value of labour is diminished157]
„durch eine bessere Verteilung der Arbeit, durch Erfindung von Maschinen, durch Straßen- und Kanalbauten oder irgendwelche andere Mittel, welche die bei der Erzeugung oder dem Transport von Waren aufgewendete Arbeit verkürzen. Das sind Faktoren, die den Preis beeinflussen und immer sehr zum Vorteil der Konsumenten wirken, da sie ihnen ermöglichen, mit der gleichen Arbeit im Austausch eine größere Quantität der Waren zu erhalten, auf die sich die Verbesserung auswirkt. Auf den Profit haben sie jedoch keinerlei Einfluß. Andererseits erhöht jede ||665|| Verminderung des Arbeitslohnes den Profit, sie beeinflußt aber den Preis der Waren nicht. Das eine ist für alle Klassen vorteilhaft, denn alle Klassen sind Konsumenten;"
(aber wie advantageous to the labouring class158, da R[icardo] unterstellt, daß diese Waren, wenn sie in den Konsum des Arbeitslohns eingehn, ihn verringern, und wenn sie ihn durch ihre Verwohlfeilerung nicht verringern, auch nicht in ihn eingehn?);
„das andere ist nur für die Produzenten vorteilhaft; sie gewinnen mehr, aber alles behält seinen früheren Preis."
(Wie ist dies wieder möglich, da Ric[ardo] unterstellt, daß die diminution in the wages of labour, which raises profits159, grade stattfindet, weil der Preis der necessaries gefallen ist, also keineswegs „every thing remains at its former price“160.)
„Im ersteren Fall erhalten sie gleich viel wie früher, doch ist jedes Ding" (wieder falsch; nämlich sollte heißen every thing necessaries excluded161), „wofür ihre Gewinne ausgegeben werden, im Tauschwert gesunken." (p. 137, 138.)
Man sieht, daß dieser Passus höchst inkorrekt abgefaßt. Aber abgesehn von diesem Formellen, das alles nur richtig, wenn statt rate of profit „rate of surplus value"162 gelesen wird, wie in dieser ganzen Untersuchung über den relativen Mehrwert. Selbst bei Luxuswaren können jene improvements die allgemeine Profitrate erhöhen, da die Profitrate in diesen Sphären, wie die jeder andren, in die Ausgleichung aller besondren Profitraten zur average Profitrate eingeht. Fällt in solchen Fällen durch die erwähnten Einflüsse der Wert des konstanten Kapitals im Verhältnis zum variablen oder vermindert sich die Länge der Umschlagszeit (also change163 im Zirkulationsprozeß), so steigt die Profitrate. Ferner der Einfluß des foreign trade164 ganz einseitig aufgefaßt. Das Wesentliche für die kapitalistische Produktion ist die Entwicklung des Produkts zur Ware, die wesentlich mit der Ausdehnung des Markts, Schöpfung des Weltmarkts, also foreign trade, verbunden.
Dies apart, stellt R[icardo] also den richtigen Satz auf, daß alle improvements, sei es durch Teilung der Arbeit, Verbesserung der Maschinerie, Vervollkommnung der Transportmittel, auswärtigen Handel, kurz, alle Mittel, die in der Manufaktur oder dem Transport der Waren nötige Arbeitszeit abzukürzen, den Mehrwert (hence165 Profit) erhöhen, also die Kapitalistenklasse bereichern, weil und insofern diese „improvements" depreciate the value of labour166.
Wir haben in diesem Abschnitt noch schließlich ein paar Stellen zu zitieren, worin Ric[ardo] die nature of proportionate wages167 entwickelt.
„Wenn ich einen Arbeiter für eine Woche mieten muß, und ich zahle ihm an Stelle von zehn Schillingen acht, ohne daß eine Veränderung des Geldwertes eingetreten ist, so kann der Arbeiter wahrscheinlich mit seinen acht Schillingen mehr Nahrungsmittel und lebenswichtige Konsumgüter erhalten als vordem für zehn. Aber dies entspringt nicht, wie A. Smith und in jüngster Zeit Malthus behaupten, einer Erhöhung des realen Wertes seines Lohnes, sondern geht auf einen Fall im Werte jener Dinge zurück, für die er seinen Lohn ausgibt – zwei völlig verschiedene Angelegenheiten. Man hält mir jedoch vor, daß ich eine neue und ungebräuchliche Ausdrucksweise anwende, die mit den wahren Prinzipien der Wissenschaft nicht vereinbar sei, wenn ich dies einen Fall im realen Wert des Lohnes nenne.“ (l.c. p.11, 12.)
„Nicht auf Grund der absoluten Menge von Produkten, die jede Klasse erhält, können wir die Rate des Profits, der Rente sowie der Löhne richtig beurteilen, sondern auf Grund der Quantität Arbeit, die zur Erzeugung jener Menge erforderlich war. Durch Verbesserungen der Maschinerie und der Agrarwirtschaft kann sich das Gesamtprodukt verdoppeln; wenn aber Löhne, Rente und Profit sich ebenfalls auf das Doppelte erhöhen, so werden alle drei zueinander im gleichen Verhältnis wie vorher stehen, und man kann bei keinem von einer relativen Veränderung sprechen. Wenn jedoch die Löhne an dieser Erhöhung nicht voll teilnehmen und, anstelle einer Verdoppelung, lediglich um die Hälfte steigen … dann ist … glaube ich, richtig zu sagen, daß Löhne gefallen, der Profit aber gestiegen ist. Wenn wir nämlich ein unveränderliches Maß für die Messung des Wertes dieser Produktion hätten, so würden wir finden, daß der Arbeiterklasse … weniger und der Kapitalistenklasse mehr Wert als vorher zugefallen ist.“ (l.c. p.49.)
„Es braucht dies nicht im geringsten ein wirklicher Fall zu sein, denn er“ (der Lohn) „kann ihm eine größere Menge billiger Waren als sein früherer Lohn verschaffen.“ (l.c. p.51.)
Quincey pointiert einige der entwickelten Ric[ardo]schen Sätze im Gegensatz zu den anderen Ökonomen.
Bei den Ökonomen vor Ricardo „bekam man, wenn man fragte, was den Wert aller Waren bestimmt, die Antwort, dieser Wert werde hauptsächlich durch den Lohn bestimmt. Wenn man nun fragte: was bestimmt den Lohn? wurde man darauf hingewiesen, daß der Lohn sich nach dem Wert der Waren richtet, auf die er ausgegeben wird; und die Antwort war also im Grunde die, daß der Lohn durch den Wert der Waren bestimmt ist.“ (p.560 „Dialogues of Three Templars on Polit. Econ., chiefly in relation to the principles of Mr. Ricardo“, ||666|| „London Magazine“, vol. IX, 1824.)
In denselben „Dialogues“ heißt es über das Gesetz des measure of value by the quantity of labor und by the value of labor168:
„Die beiden Formeln sind so weit entfernt davon, nur zwei verschiedene Ausdrücke desselben Gesetzes zu sein, daß der beste Weg, in negativer Weise Herrn Ricardos Gesetz (nämlich der Wert von A verhält sich zu dem von B wie die Mengen der sie produzierenden Arbeit) auszudrücken, der sein würde, zu sagen, der Wert von A verhält sich nicht zu dem von B wie die Werte der sie produzierenden Arbeit.“ [p.348.]
(Wäre die organische Komposition des Kapitals dieselbe in A und B, so könnte in der Tat gesagt werden, daß sie sich verhalten wie die values of the producing labour169. Denn die accumulated labour in beiden verhielte sich, wie die immediate labour in beiden sich verhielte. Die Quantitäten bezahlter Arbeit aber verhielten sich in beiden wie die Totalquantitäten in ihnen verwandter immediate labour. Nimm an, die Zusammensetzung sei C80 V20 und die Rate des Mehrwerts = 50 p.c. Wäre das eine Kapital = 500 und das andre = 300, so wäre das Produkt in dem einen Fall = 550 und in dem andren = 330. Sie verhielten sich dann aber auch = 5 × 20 = 100 (Arbeitslohn) zu 3 × 20 = 60; = 100 : 60, = 10 : 6, = 5 : 3. 550 : 330 = 55 : 33 oder wie ⁵⁵/₁₁ : ³³/₁₁ (5 × 11 = 55 und 3 × 11 = 33); also = 5 : 3. Aber selbst dann wüßte man nur ihr Verhältnis, nicht ihre wirklichen Werte, da sehr verschiedne Wertsätze dem Verhältnis von 5 : 3 entsprechen.)
„Wenn der Preis 10 sh., dann können Lohn und Profit zusammengenommen nicht mehr als zehn Schilling ausmachen. Aber sind es nicht im Gegenteil Lohn und Profit zusammen, die den Preis bestimmen? Nein, das ist die alte überholte Doktrin.“ (p.204 Th. de Quincey, „The Logic of Polit. Econ.“, Edinburgh [and London] 1844.)
„Die neue Ökonomie hat gezeigt, daß jeder Preis bestimmt ist durch die verhältnismäßige Menge der produzierenden Arbeit und durch sie allein. Ist er selbst einmal festgesetzt, dann, ipso facto170, bestimmt der Preis den Fonds, aus dem sowohl der Lohn wie auch der Profit ihre besonderen Anteile ziehen.“ (l.c. p.204.) „Jeder Wechsel, der das bestehende Verhältnis zwischen Lohn und Profit stören kann, muß vom Lohn ausgehen.“ (l.c.p.205.)
Ricard[o] hat das Neue an der Doktrin der Grundrente, daß er sie in der Frage vorbringt, ob sie das law of actual value actually by side171 setzt. (l.c. p.158.)