Nettoeinkommen, im Gegensatz zum Bruttoeinkommen (welches gleich dem gesamten Produkt oder dem Wert des gesamten Produkts), ist die Form, worin die Physiokraten ursprünglich den Mehrwert fassen. Als einzige Form desselben betrachten sie die Grundrente, da der industrielle Profit von ihnen bloß als Art Arbeitslohn aufgefaßt wird; übereinstimmen sollten mit ihnen die Späteren, die den Profit verwischen in wages of superintendence of labour1.
Net revenue ist daher in der Tat der Überschuß des Produkts (oder seines Werts) über den Teil desselben, der das vorgeschußne Kapital ersetzt, sowohl konstantes als variables Kapital. Es besteht also einfach aus Profit und Rente, welche letztre selbst wieder ein ausgeschiedner und nur von den Kapitalisten verschiednen Klasse zufallender Teil des Profits ist.
Der direkte Zweck der kapitalistischen Produktion ist nicht die Produktion der Ware, sondern des Mehrwerts oder des Profits (in seiner entwickelten Form), nicht das Produkt, sondern das surplus produce. Die Arbeit selbst ist von diesem Standpunkt aus nur produktiv, soweit sie Profit oder surplus produce für das Kapital schafft. Soweit der Arbeiter das nicht schafft, ist seine Arbeit unproduktiv. Die Masse der angewandten produktiven Arbeit hat für das Kapital also nur soweit Interesse, als durch sie – oder im Verhältnis zu ihr – die Masse der Surplusarbeit wächst. Nur soweit ist das, was wir notwendige Arbeitszeit nannten, notwendig. Soweit sie nicht dieses Resultat hat, ist sie überflüssig und to suppress2.
Es ist der beständige Zweck der kapitalistischen Produktion, mit dem Minimum von vorgeschossnem Kapital ein Maximum von Surpluswert oder surplus produce zu erzeugen, und soweit dies Resultat nicht durch Überarbeitung der Arbeiter erreicht wird, ist es eine Tendenz des Kapitals, wodurch es mit dem möglichst geringen Aufwand – economy of power and expense3 – ein gegebn es Produkt zu schaffen sucht, also die ökonomische Tendenz des Kapitals, die die Menschheit lehrt, hauszuhalten mit ihren Kräften und den produktiven Zweck mit dem geringsten Aufwand von Mitteln zu erreichen.
Die Arbeiter selbst erscheinen in dieser Auffassung als das, was sie in der kapitalistischen Produktion sind – bloße Produktionsmittel, nicht als Selbstzweck und nicht als Zweck der Produktion.
Das net income4 ist nicht bestimmt durch den Wert des Gesamtprodukts, sondern durch den Überschuß des Werts des Gesamtprodukts über den Wert des vorgeschossnen Kapitals oder durch die Größe des surproduce5 im Verhältnis zum Gesamtprodukt. Wächst dieser Überschuß, obgleich der Wert ||733|| oder auch mit dem Wert die Gesamtquantität des Produkts abnimmt, so ist der Zweck der kapitalistischen Produktion erreicht.
Ric[ardo] hat diese Tendenzen konsequent und rücksichtslos ausgesprochen. Daher viel Heulerei gegen ihn von seiten philanthropischer Spießbürger.
Ric[ardo] begeht bei Betrachtung des net income wieder den Fehler, das Gesamtprodukt in Revenue, wages, profits und rent6 aufzulösen und von dem zu ersetzenden konstanten Kapital zu abstrahieren. Doch davon wollen wir hier absehn.
Ch. XXXII „Mr. Malthus’s Opinions on rent“.
„Es ist wichtig, klar zwischen Bruttorevenue und Nettorevenue zu unterscheiden, denn aus der Nettorevenue einer Gesellschaft müssen alle Steuern bezahlt werden. Angenommen, alle Waren innerhalb eines Landes, das gesamte Getreide, alle Rohprodukte, Manufakturwaren usw., die im Laufe eines Jahres auf den Markt gebracht werden können, haben einen Wert von 20 Millionen. Zur Erlangung dieses Wertes ist die Arbeit einer bestimmten Zahl von Leuten erforderlich, und die absolut notwendigen Konsumgüter dieser Arbeiter erfordern eine Ausgabe von 10 Millionen. Ich würde sagen, die Bruttorevenue einer solchen Gesellschaft beträgt 20 Millionen und ihre Nettorevenue 10 Millionen. Es folgt aus dieser Annahme nicht, daß die Arbeiter für ihre Arbeit nur 10 Millionen erhalten. Sie können 12, 14 oder 15 Millionen bekommen, und sie würden in diesem Falle 2, 4 oder 5 Millionen des Nettoeinkommens besitzen. a id="S550"Der Rest wird zwischen den Grundeigentümern und den Kapitalisten aufgeteilt, aber das gesamte Nettoeinkommen wird 10 Millionen nicht übersteigen. Angenommen, diese Gesellschaft zahlt 2 Millionen an Steuern, so wird ihr Nettoeinkommen auf 8 Millionen reduziert." (p. 512, 513.)
[Und im ch.XXVI sagt Ricardo:]
„Worin besteht der Vorteil, der sich für ein Land aus der Beschäftigung einer großen Menge produktiver Arbeit ergibt, wenn, gleichgültig, ob es eine solche oder eine kleinere Menge beschäftigt, seine Nettorente und sein Profit zusammen dasselbe bleiben. Das gesamte Produkt des Bodens und der Arbeit jedes Landes zerfällt in drei Teile. Davon entfällt einer auf die Löhne, der andere auf den Profit und der dritte auf die Rente."
(Dies falsch, da hier der Teil vergessen which is devoted to replace the capital (wages excluded) employed in production7.)
„Nur von den letzteren beiden Teilen können Abzüge für Steuern oder Ersparnisse gemacht werden, während der erste, sofern er mäßig ist, immer die notwendigen Produktionsausgaben bildet."
(Ric[ardo] bemerkt selbst zu diesem Satz in Note p. 416:
„Dies ist vielleicht etwas zu stark betont, da im allgemeinen dem Arbeiter unter der Bezeichnung Lohn etwas mehr zugewiesen wird als die absolut notwendigen Produktionsausgaben. In diesem Falle erhält der Arbeiter einen Teil des Nettoproduktes des Landes, den er entweder sparen oder ausgeben kann oder der ihn in Stand setzt, zur Landesverteidigung beizutragen.")
„Für ein Individuum mit einem Kapital von 20 000 l., dessen Profite 2000 l. jährlich betragen, wäre es ein durchaus gleichgültig Ding, ob sein Kapital hundert oder tausend Arbeiter beschäftigt, ob die produzierten Waren sich zu 10 000 l. oder 20 000 l. verkaufen, immer vorausgesetzt, daß seine Profite in allen Fällen nicht unter 2000 l. fallen. Ist das reale Interesse einer Nation nicht dasselbe? Vorausgesetzt, ihr reales Nettoeinkommen, ihre Renten und Profite bleiben dieselben, so ist es nicht von der geringsten Wichtigkeit, ob die Nation aus zehn oder 12 Millionen Einwohnern besteht. Ihre Fähigkeit, Flotten und Armeen und alle Arten unproduktiver Arbeit zu unterhalten, muß im Einklang mit ihrer Netto- und nicht mit ihrer Bruttorevenue stehen. Wenn fünf Millionen Menschen soviel Nahrung und Kleidung produzieren können, wie für zehn Millionen notwendig sind, so bilden Nahrung und Kleidung für fünf Millionen die Netto-Revenue. Wird es dem Lande irgendwie zum Vorteil gereichen, wenn sieben Millionen Menschen für die Produktion dieser Netto-Revenue erforderlich sind, d. h. daß sieben Millionen beschäftigt werden, um für 12 Millionen Kleidung und Nahrung zu produzieren? Die Nahrung und Kleidung für fünf Millionen wird immer noch die Netto-Revenue darstellen. Die Beschäftigung einer größeren Anzahl Menschen ermöglicht uns weder, unsere Armee und Flotte um einen Mann zu vermehren, noch eine Guinea mehr Steuern abzuführen.“ (p. 416, 417.)
Es sind hierzu, zu weiterer Einsicht in die Meinung R[icardo]s, noch folgende Stellen hinzuzunehmen:
„Ein Vorteil ergibt sich jedoch immer aus einem verhältnismäßig niedrigen Getreidepreis, daß nämlich die Aufteilung der jeweiligen Produktion höchstwahrscheinlich den Fonds zum Unterhalt der Arbeit vermehrt, insofern als mehr in Form von Profit der produktiven Klasse und weniger unter der Bezeichnung Rente der unproduktiven Klasse zufallen wird.“ (p. 317.)
Productive class hier nur die industrial capitalists.
„Die Rente ist eine Schöpfung von Wert, … nicht aber eine Schöpfung von Reichtum. Wenn der Preis des Getreides infolge der Schwierigkeit bei der Produktion irgendeines Teiles davon von 4 auf 5 l. pro qr. steigt, so wird eine Million qr. 5 000 000 l. anstatt 4 000 000 l. wert sein. … die Gesellschaft wird insgesamt einen größeren Wert ihr eigen nennen, und die Rente ist in diesem Sinne eine Schöpfung von Wert. Aber dieser Wert ist insofern nominell, als er dem Reichtum, d. h. den notwendigen Konsumartikeln, Annehmlichkeiten und Genüssen der Gesellschaft nichts hinzufügt. Wir werden genau dieselbe Menge und nicht mehr an Waren und dieselbe Million Quarter Getreide wie früher haben. Aber das Ergebnis dessen, daß es nunmehr mit 5 l. pro Quarter anstatt mit 4 l. bewertet wird, ist die Übertragung eines Teiles des Wertes des Getreides und der Waren von ihren früheren Besitzern auf die Grundeigentümer. Die Rente ist also eine Schöpfung von Wert, nicht aber eine Schöpfung von Reichtum. Sie fügt den Ressourcen eines Landes nichts hinzu.“ (p. 485, 486.)
||734| Gesetz, durch Einfuhr8 fremden Korns falle der Getreidepreis so, daß die Rente um 1 Million abnimmt. Ric[ardo] sagt, die money incomes9 der Kapitalisten werden dadurch wachsen, und fährt dann fort:
„Man mag jedoch sagen daß das Einkommen des Kapitalisten nicht erhöht und die von der Rente des Grundeigentümers abgezogene Million als zusätzlicher Lohn an die Arbeiter gezahlt wird. Sei es so, … die Lage der Gesellschaft wird sich verbessert haben, und es wird ihr möglich sein, dieselben Lasten in Geld mit größerer Leichtigkeit als früher zu tragen. Das wird nur etwas noch Wünschenswerteres beweisen, nämlich, daß es die Lage einer anderen, und zwar der bei weitem bedeutendsten Klasse der Gesellschaft ist, die bei der neuen Verteilung hauptsächlich gewinnt. Alles das, was sie mehr als 9 Millionen erhalten, bildet einen Teil des Nettoeinkommens des Landes und kann nicht ausgegeben werden, ohne daß es seine Revenue, seine Zufriedenheit oder seine Macht vermehrt. Man verteile also das Nettoeinkommen nach Belieben, man gebe etwas mehr der einen, ein bißchen weniger der anderen Klasse, aber man wird es dadurch nicht verringern. Eine größere Zahl von Waren wird dennoch mit der gleichen Arbeit produziert, obwohl der Betrag des Bruttogeldwertes dieser Waren zurückgegeben wird. Das Netto-Geldeinkommen des Landes aber, jener Fonds, aus dem die Steuern bezahlt und die Annehmlichkeiten beschafft werden, wird viel mehr als früher imstande sein, die jeweilige Bevölkerung zu unterhalten, ihr Annehmlichkeiten und Luxus zu gewähren und irgendeine beliebige Steuersumme aufzubringen." (p. 515, 516.)
Ch. I (sectio V) „On Value“.
„Nehmen wir ... eine Maschine an, die in einem bestimmten Gewerbe verwendet werden kann, um die Arbeit von hundert Leuten während eines Jahres zu verrichten, und die nur eine einjährige Lebensdauer besitzt. Nehmen wir weiterhin an, die Maschine kostet 5000 l. und der Jahreslohn für hundert Leute beträgt auch 5000 l., dann ist es offensichtlich, daß es für den Fabrikanten völlig gleichgültig ist, ob er die Maschine kauft oder die Leute beschäftigt. Unterstellen wir aber, die Arbeit steigt und der Jahreslohn beträgt demzufolge 5500 l. für hundert Mann, so ist es klar, daß der Fabrikant nicht länger zögern wird und seinen Interessen entsprechend die Maschine kaufen wird, damit seine Arbeit für 5000 l. verrichtet wird. Aber wird die Maschine nicht im Preis steigen, wird sie nicht infolge des Steigens der Arbeit ebenfalls 5500 l. wert sein? Sie würde im Preis steigen, wenn bei ihrer Produktion kein Kapital verwendet worden wäre und ihrem Erbauer kein Profit zu zahlen wäre. Wenn beispielsweise die Maschine das Produkt der Arbeit von hundert Leuten ist, die daran jeder zu einem Lohn von 50 l. ein Jahr lang arbeiten, und ihr Preis daher 5000 l. wäre, so wird sie, falls der Lohn auf 55 l. ansteigt, 5500 l. kosten. Dieser Fall kann jedoch nicht eintreten. Entweder werden weniger als hundert Leute beschäftigt oder aber die Maschine kann nicht für 5000 l. verkauft werden, denn aus diesen 5000 l. muß der Profit für das Kapital, das die Leute beschäftigt, bezahlt werden. Nehmen wir also an, es werden lediglich fünfundachtzig Leute mit einem Aufwand von 50 l. für jeden, bzw. 4250 l. im Jahr beschäftigt, und die 750 l., die der Verkauf der Maschine über die vorgeschossenen Löhne hinaus erbringt, stellen den Profit für das Kapital des Maschinenbauers dar. Wenn die Löhne um 10 Prozent steigen, so wird er zur Anwendung eines zusätzlichen Kapitals von 425 l. genötigt sein und läßt daher 4675 l. statt 4250 l. arbeiten, wobei er auf dieses Kapital nur einen Profit von 325 l. erhält, falls er seine Maschine weiterhin für 5000 l. verkauft. a id="S553"Aber derselbe Fall tritt bei allen Fabrikanten und Kapitalisten ein: das Steigen des Lohnes trifft sie alle. Falls daher der Maschinenbauer den Preis der Maschine als Folge einer Lohnsteigerung erhöht, so wird sich eine ungewöhnliche Menge Kapital der Erzeugung dieser Maschinen zuwenden, bis ihr Preis nur noch die gewöhnliche Profitrate abwirft. Wir sehen also, daß Maschinen infolge einer Erhöhung der Löhne nicht im Preise steigen.
Jedoch wird der Fabrikant, der bei einer allgemeinen Steigerung der Löhne zu einer Maschine seine Zuflucht nehmen kann, welche die Produktionskosten seiner Ware nicht erhöht, sich besonderer Vorteile erfreuen, wenn er den gleichen Preis weiterhin für seine Waren fordern kann; wie wir bereits gesehen haben, wird er aber genötigt sein, den Preis seiner Waren zu senken, oder es strömt solange Kapital in seinen Gewerbezweig, bis sein Profit auf das allgemeine Niveau gesunken ist. Darin liegen also die Vorteile der Maschinerie für die Allgemeinheit: diese stummen Agenten sind immer das Produkt von viel weniger Arbeit als jene, die sie verdrängen, selbst dann, wenn sie gleichen Geldwert haben. (p.38–40.)
Dieser Punkt ganz richtig. Zugleich Antwort auf die, die glauben, daß die durch Maschinen displaced10 Arbeiter in der Maschinenfabrikation selbst Beschäftigung finden, eine Ansicht, übrigens angehörig einer Epoche, wo das mechanic atelier11 noch ganz auf der Teilung der Arbeit beruhte und selbst noch nicht Maschinen zur Produktion von Maschinen angewandt wurden.
Gesetzt, der jährliche Arbeitslohn eines man12 = 50 l., so der von 100 = 5000 l. Werden diese 100 Mann durch eine Maschine ersetzt, die ebenfalls 5000 l. kostet, so muß diese Maschine das Produkt der Arbeit von weniger als 100 Mann sein. Denn sie enthält außer bezahlter Arbeit unbezahlte Arbeit, die eben den Profit des Maschinenfabrikanten bildet. Wäre sie das Produkt von 100 Mann, so enthielte sie nur bezahlte Arbeit. Wäre die Profitrate 10 p.c., so bildeten von den 5000 l. ungefähr 4545 das vorgeschobne Kapital und ungefähr 455 den Profit. Bei 50 l. repräsentierten 4545 nur 909/10 Mann.
||735| Aber das Kapital von 4545 stellt keineswegs nur variables Kapital (direkt in Arbeitslohn ausgelegtes Kapital) vor. Es repräsentiert auch den déchet13 des vom Maschinenfabrikanten angewandten capital fixe und Rohmaterial. Die 5000 l. kostende Maschine, die 100 Mann ersetzt, deren Arbeitslohn = 5000 l., repräsentiert also das Produkt von viel weniger als 90 Mann. Auch kann die Maschine nur mit Nutzen angewandt werden, wenn sie das Produkt {wenigstens der Teil von ihr, der jährlich mit Zinsen in das Produkt eingeht, i.e. in seinen Wert} von viel weniger men (jährlich), als sie ersetzt.
Jede Erhöhung des Arbeitslohns vergrößert das variable Kapital, das vorgeschossen werden muß, obgleich der Wert des Produkts (da die Arbeiterzahl, die das variable Kapital in Bewegung setzt, dieselbe bleibt) – soweit dieser Wert = dem variablen Kapital + der Surplusarbeit – derselbe bleibt; der vom variablen Kapital produzierte Wert derselbe bleibt.
Die natural agents add14 nichts zum value of commodities15, umgekehrt [verringern]16. Sie add17 eben dadurch zur surplus value, die allein den Kapitalisten interessiert.
„Say spricht im Gegensatz zur Auffassung von Adam Smith im vierten Kapitel von dem Wert, der den Waren durch natürliche Faktoren, wie Sonne, Luft, Luftdruck usw. verliehen wird, die manchmal die menschliche Arbeit ersetzen und manchmal mit ihr bei der Produktion zusammenwirken. Aber diese natürlichen Faktoren, obwohl sie beträchtlich zum Gebrauchswert beitragen, fügen niemals einer Ware Tauschwert zu, wovon Say spricht. Sobald wir mittels Maschinen oder durch Kenntnisse der Naturwissenschaften die Naturkräfte zur Verrichtung von Arbeit zwingen, die früher von Menschen geleistet wurde, wird der Tauschwert dieser Arbeit entsprechend sinken.“ (p.335, 336.)
Die Maschine kostet [Arbeit]. Die natural agents als solche kosten nichts. Sie können also dem Produkt keinen Wert zusetzen und vermindern vielmehr den Wert desselben, soweit sie Kapital oder Arbeit, immediate or accumulated labour18, ersetzen. Soweit natural philosophy19, ohne aid of machinery20 oder nur mit derselben Maschine wie früher (vielleicht noch wohlfeiler wie beim Dampfkessel, vielen chemischen Prozessen etc.), Menschenarbeit durch natural agents ersetzen lehrt, kostet sie dem Kapitalisten (auch der Gesellschaft) nichts und verwohlfeilert die Waren absolut.
R[icardo] fährt nach dem oben zitierten Satz fort:
„Wenn zehn Leute eine Getreidemühle drehen und man entdeckt, daß mit Hilfe von Wind oder Wasser die Arbeit dieser zehn Leute eingespart werden kann, so wird das Mehl, das zum Teil Produkt der von der Mühle geleisteten Arbeit ist, unmittelbar entsprechend dem eingesparten Quantum Arbeit im Werte sinken, und die Gesellschaft wird um die Waren reicher sein, welche die Arbeit dieser zehn Leute zu produzieren imstande ist, da ja die für ihren Unterhalt bestimmten Mittel in keiner Weise geschmälert wurden. (p.336.)
Die Gesellschaft würde zunächst reicher sein durch den gefallnen Preis des Mehls. Sie würde entweder mehr Mehl verzehren oder spend the money formerly destined for the flour upon some other commodity, either existing, or called into life, because a new fund for consumption had become free21.
Von diesem Teil der revenue, formerly spent in flour and now, consequent upon the diminished price of flour, become free for any other application, it may be said that it was „destined"22 – durch die ganze Ökonomie der Gesellschaft – for a certain thing, and that it is now freed from that „destiny"23. Es ist dasselbe, als wäre neues Kapital akkumuliert worden. Und in dieser Weise macht die Anwendung von Maschinerie und natural agents Kapital frei und macht früher „latente Bedürfnisse“ der Befriedigung fähig.
Dagegen ist es falsch zu sprechen von „the funds destined for the maintenance"24 of the ten men thrown out of employment by the new discovery.
Der erste fund nämlich, der durch die discovery gespart oder kreiert wird, ist der Teil der Revenue, den die Gesellschaft früher für Mehl zahlte, und den sie nun spart infolge des gesunknen Preises des Mehls. Der zweite fund aber, der gespart wird, ist der, den der Müller früher zahlte für die ten men now displaced25. Dieser „fund“ ist in der Tat, wie R[icardo] bemerkt, durch die discovery und das deplacement of the 10 men in no way impaired26. Dieser fund hat aber durchaus keinen natural connexus27 mit den 10 men. Sie können paupers werden, verhungern etc. Sicher ist nur, daß 10 men der new generation28, die an die Stelle dieser 10 men einrücken sollten, um die Mühle zu drehn, nun in einem andren employment absorbiert werden müssen, und daß so die relative Bevölkerung sich vermehrt hat (unabhängig von dem average increase of population29), indem jetzt die Mühle getrieben wird und die 10 Mann, die sie sonst hätten treiben müssen, are employed in producing some other commodity30. Die Erfindung der Maschinerie und employment of natural agents31 setzt so Kapital und Menschen (Arbeiter) frei und schafft mit freigesetztem Kapital freigesetzte Hände (free hands, wie Steuart sagt), sei es ||736| nun, daß neue Sphären der Produktion geschaffen oder alte erweitert und auf größrer Stufenleiter getrieben werden.
Der Müller mit seinem freigesetztem Kapital wird neue Mühlen bauen oder sein Kapital verpumpen, wenn er es nicht selbst als Kapital verausgaben kann.
Unter allen Umständen aber ist kein fund da, „destined“ for the ten men displaced32. Wir kommen auf diese abgeschmackte Voraussetzung zurück33: Daß nämlich, wenn die Einführung von Maschinerie (oder natural agents) nicht (wie teilweise in der agriculture, wenn Pferde an die Stelle von Menschen treten oder Viehzucht an die Stelle von Kornbau) die Masse der Lebensmittel vermindert, die in Arbeitslohn ausgelegt werden können, der so freigesetzte fund notwendig als variables Kapital verausgabt werden muß (als ob keine Ausfuhr von Lebensmitteln möglich sei oder die Lebensmittel nicht an unproduktive Arbeiter34 verausgabt werden könnten oder der Arbeitslohn in gewissen Sphären nicht steigen könnte etc.) und gar an die displaced labourers35 verausgabt werden müsse. Die Maschinerie schafft stets eine relative Surpluspopulation, eine Reservearmee von Arbeitern was die Macht des Kapitals sehr vermehrt.
In der Note zu p.335 bemerkt R[icardo] noch gegen Say:
„Adam Smith, der Reichtum als die Fülle von notwendigen Artikeln, Annehmlichkeiten und Genüssen des menschlichen Leben definierte, hätte wohl eingeräumt, daß Maschinen und natürliche Faktoren sehr beträchtlich zum Reichtum eines Landes beitragen können, würde er nicht zugegeben haben, daß sie dem Wert dieses Reichtums etwas hinzufügen."
Die natural agents add, indeed nothing to value36, soweit sie nicht circumstances37 vorfinden, worin sie Gelegenheit zur creation of rent38 geben. Aber die Maschinen fügen stets zum vorhandnen Wert ihren eignen Wert hinzu, und soweit ihr Vorhandensein 1. die weitre Verwandlung von zirkulierendem Kapital in fixes Kapital erleichtert, erlaubt, sie auf stets wachsender Stufenleiter zu bewerkstelligen, vermehren sie nicht nur die riches39, sondern den Wert, der durch die vergangne Arbeit dem Produkt der jährlichen Arbeit zugefügt wird; 2. in dem sie das absolute Wachstum der Bevölkerung ermöglichen und mit ihr die Masse der jährlichen Arbeit, vermehren sie in dieser zweiten Art den Wert des jährlichen Produkts. |736|