[c] Ricardos Ehrlichkeit; Revision seiner Ansichten
über die Anwendung von Maschinen.
Beibehalten falscher Voraussetzungen in seiner neuen Fragestellung]

||736| Ch.XXXI „On Machinery".

Dieser Abschnitt, den Ric[ardo] seiner third edition1 zusetzte, zeugt von seiner bonne foi2, die ihn so wesentlich von den Vulgärökonomen unterscheidet.

„Ich bin um so mehr verpflichtet, meine Meinung zu dieser Frage darzulegen" {viz.3 „den Einfluß der Maschinerie auf die Interessen der verschiedenen Gesellschaftsklassen"}, „da diese durch weitere Überlegungen einen beträchtlichen Wandel erfahren hat. Obwohl mir nicht bewußt ist, daß ich jemals etwas über Maschinerie veröffentlicht habe, was ich zurückziehen müßte, so habe ich doch auf andere Weise Auffassungen" (als Parlamentler?)(89) „unterstützt, die ich nunmehr für irrig halte. Ich fühle mich deshalb innerlich verpflichtet, meine derzeitigen Ansichten zusammen mit deren Begründung zur Prüfung vorzulegen." (p. 466.)

„Seitdem ich meine Aufmerksamkeit erstmalig Fragen der Politischen Ökonomie zugewandt habe, war ich stets der Auffassung, daß eine Anwendung von Maschinerie in einem beliebigen Produktionszweig, soweit sie arbeitssparend wirkt, das allgemeine Wohl fördert und nur von jenen Nachteilen begleitet wird, die sich in den meisten Fällen bei der Überführung von Kapital und Arbeit von einem Zweig zum anderen einstellen."

(Dies inconvenience4 groß genug für den Arbeiter, wenn es, wie in der modernen Produktion, perpetuell ist.)

„Es schien mir, daß die Grundeigentümer, vorausgesetzt sie erhalten dieselbe Geldrente, durch die Herabsetzung der Preise einiger der Waren begünstigt werden, für die diese Renten ausgegeben werden, und eine solche Herabsetzung des Preises kann infolge der Verwendung von Maschinerie nicht ausbleiben. Ich meinte, daß der Kapitalist schließlich auf genau die gleiche Weise begünstigt wird. Derjenige allerdings, der die Maschine entdeckt oder sie zuerst verwendete, wird sich eines zusätzlichen Vorteils dadurch erfreuen, daß er eine Zeitlang hohe Profite erzielt. In dem Maße aber, indem die Maschine in den allgemeinen Gebrauch eingeht, wird der Preis der produzierten Ware infolge der Konkurrenz auf ihre Produktionskosten sinken. Der Kapitalist wird dann denselben Profit in Geld wie früher erhalten und nur als Konsument an dem allgemeinen Vorteil ||737| teilhaben, indem er imstande ist, mit derselben Geldrevenue über eine zusätzliche Menge von Annehmlichkeiten und Genüssen zu verfügen. Ich dachte, daß sich auch für die Klasse der Arbeiter gleicherweise durch die Verwendung von Maschinen Vorteile ergeben, da sie die Möglichkeit haben, mehr Waren mit den gleichen Geldlöhnen zu kaufen, und ich glaubte, daß keine Kürzung der Löhne eintreten wird, weil der Kapitalist die Fähigkeit besitzt, ebenso nach Arbeitern nachzufragen und dasselbe Quantum Arbeit zu beschäftigen wie früher, obwohl er unter dem Zwang stehen kann, es für die Produktion einer neuen oder jedenfalls verschiedenen Ware zu verwenden. Wenn sich durch verbesserte Maschinerie die Zahl der Strümpfe bei Verwendung des gleichen Quantums Arbeit vervierfacht und die Nachfrage nach Strümpfen sich nur verdoppelt, so werden einige Arbeiter notwendigerweise aus der Strumpfwirkerei entlassen. Da aber das Kapital, das sie beschäftigt hat, weiter existiert und es im Interesse seiner Besitzer lag, es produktiv anzulegen, so schien mir, daß es für die Produktion irgendeiner anderen, für die Gesellschaft nützlichen Ware verwendet wird, für welche die Nachfrage nicht ausbleiben kann. ... Da mir also schien, daß die gleiche Nachfrage nach Arbeit wie früher vorhanden ist und daß die Löhne nicht niedriger sein würden, so meinte ich, die Arbeiterklasse würde gleich den anderen Klassen an dem Vorteil teilhaben, der sich aus der allgemeinen Wohlfeilheit von Waren ergibt, die aus der Verwendung von Maschinen entspringt. Das waren meine Auffassungen und sie bleiben unverändert, soweit sie den Grundeigentümer und den Kapitalisten betreffen. Ich bin überzeugt, daß die Ersetzung der menschlichen Arbeit durch Maschinen oft den Interessen der Klasse der Arbeiter sehr schadet. (p.466–468.)

Zunächst geht R[icardo] von der falschen Voraussetzung aus, daß Maschinerie immer in Produktionssphären eingeführt wird, wo schon die kapitalistische Produktionsweise existiert. Aber der mechanische Webstuhl ersetzt ursprünglich den Handweber, die Jenny den Handspinner, die Mäh-, Dresch-, Säemaschine vielleicht den self-labouring peasant5 usw. Hier wird nicht nur der Arbeiter deplaciert, sondern auch sein Produktionsinstrument hört auf, Kapital (im R[icardo]schen Sinne) zu sein. Diese ganze oder völlige Entwertung des alten Kapitals tritt auch ein, sobald Maschinerie bisherige auf bloßer Teilung der Arbeit beruhende Manufaktur revolutioniert. Hier närrisch zu sagen, daß das „alte Kapital" fortfährt, the same demand on labour6 wie früher zu afford7.

The „capital" which was employed by the hand-loom-weaver, hand-spinner etc. has ceased being „in being"8.

Aber unterstelle zur Vereinfachung der Untersuchung, daß die Maschinerie bloß eingeführt werde {von Anwendung der Maschinerie in new trades9 hier natürlich nicht die Rede} in Sphären, wo bereits kapitalistische Produktion (Manufaktur) oder auch in dem auf Maschinerie schon beruhenden Atelier selbst, so daß sein automatischer Charakter erhöht oder verbesserte Maschinerie eingeführt werde, die entweder erlaubt, einen Teil der bisher angewandten Arbeiter zu entlassen oder dieselbe Arbeitermasse wie früher anzuwenden, so daß sie aber ein größres Produkt liefert. Letzteres, of course10, der günstigste Fall.

Es ist zur Verminderung der Konfusion zweierlei zu unterscheiden: 1. die funds11 des Kapitalisten, der Maschinerie anwendet und Arbeiter entläßt; 2. die funds der Gesellschaft, der Konsumenten der Waren dieses Kapitalisten.

ad 1. Was den Kapitalisten angeht, der die Maschinerie einführt, so ist es falsch und abgeschmackt zu sagen, daß er dieselbe Masse Kapital wie zuvor in Arbeitslohn auslegen könne. (Auch wenn er pumpt, bleibt es nicht für ihn, aber für die Gesellschaft, gleich falsch.) Einen Teil seines Kapitals verwandelt er in Maschinerie und andres capital fixe, einen anderen Teil in matières instrumentales12, deren er früher nicht bedurfte, und einen größeren Teil in Rohmaterial, wenn wir voraussetzen, daß er mit verminderter Arbeiteranzahl mehr Waren produziert, also auch mehr Rohmaterial braucht. Das Verhältnis des variablen Kapitals, d. h. des in Arbeitslohn ausgelegten Kapitals, zum konstanten Kapital hat sich in seinem Geschäftszweig vermindert. Und dies verminderte Verhältnis wird bleiben (ja die Abnahme des variablen Kapitals relativ zum konstanten wird noch zunehmen infolge der mit der Akkumulation sich entwickelnden Produktivkraft der Arbeit), selbst wenn sich sein Geschäft auf der neuen Produktionsleiter so ausdehnt, daß er die ganze Zahl der entlassenen Arbeiter wieder beschäftigen kann, ja noch mehr beschäftigen kann als früher. {Die Nachfrage nach Arbeit wird in seinem Geschäft mit Akkumulation seines Kapitals wachsen, aber in viel geringerem Grade, als sein Kapital akkumuliert, und sein Kapital wird absolut nie mehr dieselbe Quelle für Nachfrage nach Arbeit bilden wie früher. Das nächste Resultat aber ist, daß ein Teil der Arbeiter auf die Straße geworfen wird.}

Aber, wird es heißen, indirekt wird die Nachfrage nach Arbeitern dieselbe bleiben. Denn die Nachfrage nach Arbeitern für Maschinenbau wird wachsen. Aber R[icardo] hat selbst schon gezeigt13, daß die Maschinerie nie so viel Arbeit kostet, wie die Arbeit, die durch sie ersetzt wird, beträgt. Es ist möglich, daß die Arbeitsstunden in den mechanischen Ateliers for some time14 verlängert ||738| werden und nicht ein Mann zunächst mehr drin beschäftigt werden kann. Der Rohstoff – Baumwolle z. B. – kann aus Amerika und China kommen, und es ist sehr gleichgültig für die aus Arbeit geworfenen Engländer, ob die Nachfrage nach niggers15 oder coolies16 wächst. Aber selbst gesetzt, der Rohstoff werde im Inland geliefert, so werden mehr Weiber und Kinder im Ackerbau beschäftigt werden, mehr Pferde etc., vielleicht mehr von diesem Produkt, weniger von einem andren produziert werden. Aber keine Nachfrage für die entlaßnen Arbeiter, da auch hier, in der Agrikultur, derselbe Prozeß, der eine beständige relative Surpluspopulation erzeugt, vor sich geht.

Es ist prima facie17 nicht wahrscheinlich, daß die Einführung der Maschinerie Kapital auf seiten des Fabrikanten bei der ersten Anlage freisetzt. Sie gibt bloß seinem Kapital eine andre Anlage, deren nächstes Resultat nach der Voraussetzung selbst die Entlassung von Arbeitern und die Verwandlung eines Teils des variablen Kapitals in konstantes Kapital ist.

ad 2. Auf seiten des Publikums wird zunächst Revenue freigesetzt infolge der Verwohlfeilerung der durch die Maschine produzierten Ware; Kapital unmittelbar – nur soweit der fabrizierte Artikel als Produktionselement in das capital constant eingeht. {Geht es in den average18 Konsum der Arbeiter ein, so würde es nach R[icardo] selbst eine Herabsetzung der real wages19 auch in den andren Industriezweigen nach sich ziehn.} Ein Teil der freigesetzten Revenue wird in demselben Artikel verzehrt werden, sei es, daß seine Verwohlfeilerung ihn neuen Klassen von Konsumenten zugänglich macht (in diesem Fall ist übrigens nicht freigesetzte Revenue expended on the article20), sei es, daß die alten Konsumenten mehr von dem wohlfeiler gewordnen Artikel verzehren, z.B. 4 Paar Baumwollstrümpfe statt eines Paars. Ein andrer Teil der so freigesetzten Revenue mag zur Ausdehnung des trade21, worin die Maschinerie eingeführt, dienen oder auch zur Bildung eines neuen trade, worin a different commodity is produced22 oder zur Ausdehnung eines früher bestehenden trade. Welches auch die Bestimmung sei, die so freigesetzte und in Kapital rückverwandelte Revenue wird zunächst kaum hinreichen, den Teil des Bevölkerungszuwachses, der jedes Jahr neu einströmt in jeden trade, und dem nun der alte trade zunächst versperrt ist, zu absorbieren. Es ist aber auch möglich, daß ein Teil der frei gewordnen Revenue gegen auswärtige Produkte ausgetauscht oder von unproduktiven Arbeitern konsumiert wird. Es findet aber durchaus kein notwendiger Konnex zwischen der frei gewordenen Revenue und den von Revenue frei gewordenen Arbeitern statt.

Die23 abgeschmackte Grundvorstellung jedoch, die bei R[icardo] unterliegt, ist diese:

Das Kapital des Fabrikanten, der Maschinerie einführt, ist nicht set free24. Es erhält nur eine andre Bestimmung, und zwar eine Bestimmung, worin es sich nicht wie zuvor in Arbeitslohn für die discharged workingmen25 verwandelt. Es wird zum Teil aus variablem in konstantes Kapital verwandelt. Würde selbst ein Teil davon freigesetzt, so würde es von Sphären absorbiert, in denen die discharged labourers nicht arbeiten können und die höchstens Asyle für ihre remplaçants26 bilden.

Die freigesetzte Revenue aber – soweit ihre Freisetzung nicht paralysiert wird durch größern Konsum des verwohlfeilerten Artikels oder soweit sie nicht gegen auswärtige Lebensmittel ausgetauscht wird – gibt durch Erweiterung alter oder Öffnung neuer trades nur den nötigen vent (if it does so)27 für den Teil des jährlich zuströmenden Bevölkerungszuwachses, der den alten trade, worin die Maschinerie eingeführt, zunächst verschlossen findet.

Das Abgeschmackte aber, was bei R[icardo] heimlich zu Grund liegt, das:

Die von den entlaßnen Arbeitern früher konsumierten Lebensmittel existieren doch fort und befinden sich doch nach wie vor auf dem Markt. Andrerseits befinden sich ihre Arme ebenfalls auf dem Markt. Auf der einen Seite also Lebens- (und daher Zahlungs-) mittel für Arbeiter, δυνάμει28 variables Kapital, auf der andren unbeschäftigte Arbeiter. Also ist der fund da, um sie in Bewegung zu setzen. Und folglich werden sie Beschäftigung finden.

Ist es möglich, daß selbst ein Ökonom wie R[icardo] solchen haarsträubenden nonsense schwatzt?

Danach könnte in der bürgerlichen Gesellschaft nie ein arbeitsfähiger und williger Mensch hungern, wenn die Lebensmittel auf dem Markt, in der Gesellschaft vorhanden sind, um ihn for any occupation whatever29 zu zahlen. Diese Lebensmittel stehn jenen Arbeitern zunächst durchaus nicht als Kapital gegenüber.

Gesetzt, 100 000 Arbeiter seien durch Maschinerie plötzlich auf die Straße geworfen. So unterliegt zunächst auf keinem Zweifel, ||739| daß die auf dem Markt befindlichen agricultural products, die im Durchschnitt für das ganze Jahr ausreichen und früher von diesen Arbeitern konsumiert wurden, sich nach wie vor auf dem Markt befinden. Fände sich keine Nachfrage für sie – und wären sie zugleich nicht exportierbar – was die Folge? Da die Zufuhr relativ gegen die Nachfrage gewachsen wäre, würden sie im Preise fallen, und infolge dieses Preisfalls würde ihr Konsum steigen, wenn auch die 100 000 Arbeiter verhungern. Der Preis braucht nicht einmal zu fallen. Es wird vielleicht weniger von den Lebensmitteln eingeführt oder mehr von ihnen ausgeführt.

R[icardo] stellt sich das Abenteuerliche vor, daß, wenn z.B. 10 Mann aus der Arbeit entlassen werden, der ganze bürgerliche Gesellschaftsmechanismus so nicely30 eingerichtet ist, daß die Lebensmittel derselben – nun frei geworden – absolut d’une façon ou d’une autre31 von den identischen 10 Mann konsumiert werden müssen oder sonst nicht an den Mann gebracht werden können, als ob nicht eine Masse Halbbeschäftigter oder gar nicht Beschäftigter beständig am Boden dieser Gesellschaft herumkröchen. Und als wenn das in den Lebensmitteln existierende Kapital eine fixe Größe wäre.

Fiele der Marktpreis des Korns infolge der abnehmenden Nachfrage, so wäre das in Korn vorhandne Kapital vermindert (das Geldkapital) und würde sich gegen einen kleinen Teil der money revenue32 der Gesellschaft austauschen, soweit es nicht exportierbar. Und nun gar in Fabriken! Während der vielen Jahre, in denen die hand-loom-weavers were gradually starving33, vermehrte sich Produktion und Export der englischen Baumwollgewebe enorm. Gleichzeitig (1838–1841) stiegen die Preise of provisions34. Und die Weber hatten weder einen ganzen Lappen, sich zu kleiden, noch provisions enough to keep soul and life together35. Die beständige künstliche Produktion einer Surpluspopulation, die nur in den Zeiten der fieberhaften prosperity absorbiert wird, ist eine der notwendigen Produktionsbedingungen für die moderne Industrie. Es steht dem auch gar nichts im Weg, daß gleichzeitig ein Teil des Geldkapitals brach und ohne Beschäftigung liegt, daß gleichzeitig die Lebensmittel im Preise fallen wegen relativer Surproduktion, und daß gleichzeitig durch Maschinerie displaced workingmen are being starved36.

Allerdings muß in the long run37 – was aber mehr den remplaçants der displaced men38 zugut kommt als ihnen selbst – die frei gewordne Arbeit zusammen mit dem frei gewordnen Teil von Revenue oder Kapital find its vent in a new trade39 oder Ausdehnung der alten. Es bilden sich beständig neue Abzweigungen mehr oder minder unproduktiver Arbeitszweige, in denen direkt Revenue gespendet wird. Dann die Bildung of capital fixe (Eisenbahnen etc.) und die durch sie eröffnete labour of superintendence40, Luxusfabrikation etc., auswärtiger Handel, der die Gegenstände, worin die Revenue gespendet wird, mehr und mehr differenziert.

Von seinem abgeschmackten Standpunkt aus nimmt R[icardo] daher an, daß die Einführung der Maschinerie nur dann den Arbeitern schädlich, wenn sie das gross produce (und daher die gross revenue) vermindert, ein Fall, der allerdings in der großen Agrikultur, Einführung von Pferden, die statt der Arbeiter Korn verzehren, Verwandlung von Kornbau in Schafzucht etc. möglich; aber höchst absurd ist [die Ausdehnung dieses Falls] auf die eigentliche Industrie, die den Markt für ihr gross produce keineswegs auf den innern Markt beschränkt. (Übrigens, wenn ein Teil der Arbeiter verhungert, mag ein andrer Teil sich besser nähren, besser kleiden, ebenso die unproduktiven Arbeiter und die Mittelstufen zwischen Arbeiter und Kapitalist.)

Es ist an und für sich falsch, daß die Vermehrung (oder Quantität) der in die Revenue eingehenden Artikel an und für sich und für die Arbeiter ist oder Kapital für sie bildet. Ein Teil dieser Artikel wird von unproduktiven Arbeitern oder Nichtarbeitern verzehrt, ein andrer Teil kann aus der Form, worin er als Arbeitslohn dient – aus seiner groben Form – durch auswärtigen Handel in eine Form verwandelt werden, worin er in die Revenue der Reichen eingeht oder als Produktionselement des konstanten Kapitals dient. Ein Teil endlich wird von den entlaßnen Arbeitern selbst im working-house41, im Gefängnis, als Almosen oder als gestohlnes Gut verzehrt oder als Lohn für die Prostitution ihrer Töchter.

In dem folgenden will ich kurz die Sätze zusammenstellen, worin R[icardo] den Unsinn entwickelt. Den Anstoß dazu, wie er selbst sagt, erhielt er aus der Schrift Bartons, auf die daher nach Anführung jener Zitate einzugehn.

||740|| Es versteht sich von selbst, daß, um eine bestimmte Zahl Arbeiter jährlich anzuwenden, eine bestimmte Masse food and necessaries42 jährlich produziert werden muß. In der großen Agrikultur, Viehzucht etc. [ist es] möglich, daß das net income43 vermehrt wird (Profit und Rente), während das gross income44 vermindert wird, die Masse der dem Unterhalt der Arbeiter bestimmten necessaries. Aber das ist hier nicht die Frage. Die Masse der in die Konsumtion eingehenden Artikel kann vermehrt werden oder – um uns des Ric[ardo]schen Ausdrucks zu bedienen – der in die gross revenue eingehenden Artikel, ohne daß deswegen der Teil dieser Masse, der in variables Kapital verwandelt wird, sich vermehrt. Er kann sich sogar vermindern. Es wird dann mehr als Revenue aufgegegessen von den Kapitalisten, landlords, ihren retainers45, den unproduktiven Klassen, Staat, den Zwischenklassen (Handelsleuten) etc.

Was bei R[icardo] (und Barton) im Hintergrund steckt: Er ging ursprünglich von der Voraussetzung aus, daß jede Akkumulation des Kapitals = Vermehrung des variablen Kapitals, die Nachfrage nach Arbeit daher direkt zunimmt – im selben Verhältnis, wie das Kapital sich akkumuliert. Dies aber falsch, da mit der Akkumulation des Kapitals eine Veränderung in seiner organischen Zusammensetzung eintritt und der konstante Teil desselben in rascherer Progression wächst als der variable. Dies verhindert aber nicht, daß die Revenue beständig wächst, dem Wert und der Quantität nach. Aber deswegen wird nicht in demselben Verhältnis ein großer Teil des Gesamtprodukts in Arbeitslohn ausgelegt. Die nicht von der Arbeit direkt lebenden Klassen und Unterklassen vermehren sich, leben besser als früher, und ebenso vermehrt sich die Zahl der unproduktiven Arbeiter.

Von der Revenue des Kapitalisten, der einen Teil seines variablen Kapitals in Maschinerie verwandelt (und daher auch in allen Produktionssphären, wo der Rohstoff ein Element des Verwertungsprozesses bildet, im Verhältnis zur angewandten Arbeit mehr in Rohstoff), wollen wir absehn, da sie zunächst mit der Frage nichts zu tun. Sein wirklich in den Produktionsprozeß aufgegangnes Kapital sowohl wie seine Revenue existiert zunächst in der Form der Produkte oder vielmehr der Waren, die er selbst produziert, z.B. in Garn, wenn er Spinner ist. Einen Teil dieser Waren (oder des Geldes, wofür er sie verkauft) verwandelt er in Maschinerie, matières instrumentales46 und Rohstoff (after the introduction of machinery47), statt ihn wie früher als Arbeitslohn an die Arbeiter auszuzahlen, also indirekt in Lebensmittel für Arbeiter zu verwandeln. Mit einigen Ausnahmen in der Agrikultur wird er mehr von dieser Ware produzieren als früher, obgleich seine entlaßnen Arbeiter aufgehört haben, Konsumenten, also demanders48 für seine eignen Artikel zu sein, was sie früher waren. Es existieren nun mehr von diesen Waren auf dem Markt, obgleich sie aufgehört haben, für die Arbeiter thrown on the street49, zu existieren oder in demselben Umfang zu existieren als früher. Was also zunächst sein eignes Produkt betrifft, selbst wenn es in die Konsumtion der Arbeiter eingeht, so steht dessen Vergrößerung in keinem Widerspruch damit, daß ein Teil davon aufgehört, als Kapital für die Arbeiter zu existieren. Ein größrer Teil davon (von dem Gesamtprodukt) muß dagegen jetzt den Teil des konstanten Kapitals ersetzen, der sich in Maschinerie, matières instrumentales und Rohmaterial auflöst, oder er muß gegen mehr von diesen Ingredienzien der Reproduktion ausgetauscht werden als früher. Wenn Vermehrung der Waren durch Maschinerie und Verminderung einer früher existierenden Nachfrage für die durch diese Maschinerie produzierte Ware (nämlich der Nachfrage der entlaßnen Arbeiter) im Widerspruch stände, könnte überhaupt keine Maschinerie in most cases50 eingeführt werden. Die Masse der produzierten Waren und die Portion dieser Waren, die sich in Arbeitslohn rückverwandelt, hat also zunächst durchaus kein bestimmtes Verhältnis oder notwendigen Zusammenhang, wenn wir das Kapital selbst betrachten, wovon ein Teil in Maschinerie statt in Lohnarbeit rückverwandelt wird.

Was die Gesellschaft sonst betrifft, so findet bei ihr Ersetzung oder vielmehr Ausdehnung der Grenzen ihrer Revenue statt, zunächst in der Artikel, der durch Maschinerie verwohlfeilert ist. Diese Revenue kann nach wie vor be spent51 als Revenue, und sobald ein größrer Teil davon sich in Kapital verwandelt, ist auch schon der Zuwachs von Bevölkerung da, außer der künstlich erzeugten Surpluspopulation, um den Teil der Revenue, der sich in variables Kapital verwandelt, zu absorbieren.

Bleibt also prima facie nur das: Die Produktion in allen andren Artikeln, namentlich auch in den Sphären, die in die Konsumtion der Arbeiter eingehende Artikel erzeugen, ist – trotz dem discharging of the 100 men etc. – auf derselben Stufenleiter als vorher; ganz sicher im Moment ihrer Entlassung. Soweit die entlaßnen Arbeiter also Nachfrage für diese Artikel bildeten, hat die Nachfrage abgenommen, obgleich die Zufuhr dieselbe geblieben ist. Wird dieser Ausfall also nicht gedeckt, so findet ein Sinken des Preises statt (oder statt des sinkenden Preises kann mehr auf dem Markt als Rest bleiben für das kommende Jahr). Wäre der Artikel nicht zugleich Exportartikel und dauerte der Ausfall der Nachfrage fort, so würde die Reproduktion abnehmen, keineswegs aber notwendig das in ||741|| dieser Sphäre angewandte Kapital. Es würde vielleicht mehr Fleisch oder mehr Handelspflanzen produziert oder Luxus-comestibles52, weniger Weizen oder mehr Hafer für Pferde etc. oder weniger fustian jackets53 und mehr Bourgeoisröcke etc. Es wäre aber durchaus nicht nötig, daß irgendeine dieser Folgen einträite, wenn z.B. infolge der Verwohlfeilerung des cottons54 die beschäftigten Arbeiter mehr für Nahrung zu spenden hätten etc. Es kann dieselbe Masse Waren – auch von denen, die in die Konsumtion der Arbeiter eingehn – produziert werden und mehr davon, obgleich weniger Kapital, ein geringrer Teil des Gesamtprodukts in variables Kapital verwandelt, in Arbeitslohn verausgabt wird.

Es ist auch nicht, daß für die Produzenten dieser Artikel ein Teil ihres Kapitals frei geworden. Im schlimmsten Fall hat die Nachfrage für ihre Ware abgenommen, und daher findet Reproduktion ihres Kapitals mit Hindernissen statt, mit gesunknen Preisen ihrer Ware. Daher würde ihre eigne Revenue momentan abnehmen, wie bei jedem Fall der Warenpreise. Es kann aber nicht gesagt werden, daß irgendein Teil ihrer Waren als Kapital den entlaßnen Arbeitern gegenüberstand und nun gleichzeitig mit diesen „frei geworden" ist. Was diesen als Kapital gegenüberstand, war ein Teil der nun mit Maschinerie produzierten Ware, welcher Teil als Geld ihnen zufloß und von ihnen gegen andre Waren (Lebensmittel) ausgetauscht wurde, zu denen sie sich nicht als Kapital verhielten, sondern die ihrem Geld als Waren gegenüberstanden. Dies ist also ein ganz verschiednes Verhältnis. Der farmer etc., dessen Ware sie mit ihrem Arbeitslohn kauften, stand ihnen nicht als Kapitalist gegenüber und wandte sie nicht als Arbeiter an. Sie haben nur aufgehört, Käufer für ihn zu sein, was möglicherweise – if not counterbalanced by other circumstances55 – eine augenblickliche Depreziation seines Kapitals herbeiführen kann, aber kein Kapital für die entlaßnen Arbeiter frei macht. Das Kapital, was sie anwendete, „is still in being"56, aber nicht mehr in einer Form, worin es sich in Arbeitslohn (oder nur indirekt in geringrem Maße) auflöst.

Sonst müßte jeder, der durch irgendein Pech aufhört, Geld zu haben, ein Kapital for his own employment57 freisetzen.

[d) Ricardo über Folgen der Einführung von Maschinen für die Arbeiterklasse]

Unter gross revenue versteht Ric[ardo] den Teil des Produkts, der Salair und surplus value (profits and rent) ersetzt, unter net revenue das surplus produce = der surplus value. Er vergißt hier, wie in seiner ganzen Ökonomie, daß ein Teil des gross produce den Wert der Maschinerie und des Rohmaterials, kurz des konstanten Kapitals ersetzen muß.

R[icardo]s nachfolgende Entwicklung hat Interesse teils wegen einiger unterlaufender Bemerkungen, teils weil sie, mutatis mutandis58, praktisch und landlords ihre Revenue ziehn durch Verminderung des fund, woraus die Arbeiter die ihrige ziehn.

Es folgt daraus nicht, daß der fund, woraus die Arbeiter ihre Revenue ziehn, absolut vermindert wird, sondern nur relativ im Verhältnis zum Gesamtergebnis ihrer Produktion. Und das ist das einzige Wichtige zur Bestimmung des aliquoten Teils, den sie von dem von ihnen selbst geschaffnen Reichtum sich aneignen.

„Nehmen wir an, ein Kapitalist verwendet ein Kapital im Werte von 20000 l. und betreibt damit das Unternehmen eines Farmers und eines Fabrikanten lebenswichtiger Artikel zu gleicher Zeit. Wir wollen weiter annehmen, daß 7000 l. seines Kapitals als fixes Kapital angelegt sind, d. h. in Gebäuden, Gerätschaften usw. und daß die restlichen 13 000 l. als zirkulierendes Kapital zum Unterhalt der Arbeit verwendet werden. Nehmen wir ferner an, daß sich der Profit auf 10 Prozent beläuft und daß demgemäß das Kapital des Kapitalisten jedes Jahr auf den ursprünglichen Stand seiner Leistungsfähigkeit gebracht wird und einen Profit von 2000 l. abwirft. Der Kapitalist beginnt jedes Jahr seine Tätigkeit mit einem Vorrat von Nahrungsmitteln und notwendigen Konsumartikeln im Werte von 13 000 l., die er vollständig im Laufe des Jahres seinen eigenen Arbeitern für diesen Geldbetrag verkauft, und während dieses Zeitraumes zahlt er ihnen die gleiche Geldsumme als Lohn. Am Ende des Jahres haben sie seinem Besitz wieder Nahrungsmittel und notwendige Artikel im Wert von 15 000 l. zugeführt, von denen er 2000 l. selbst konsumiert oder darüber verfügt, wie es seinem Vergnügen und seiner Laune am besten entspricht.“

{Hier ist die Natur der surplus value sehr handgreiflich ausgesprochen. Die Stelle p. 469, 470.}

„Soweit es diese Produkte betrifft, beläuft sich das Bruttoprodukt auf 15 000 l. und das Nettoprodukt auf 2000 l. Angenommen nun, der Kapitalist beschäftigte im folgenden Jahr die Hälfte seiner Leute mit der Konstruktion einer Maschine und die andere Hälfte wie gewöhnlich mit der Produktion von Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Konsumartikeln. Während dieses Jahres bezahlt er wie gewöhnlich die Summe von 13 000 l. als Lohn und verkauft in gleicher Höhe Nahrungsmittel und notwendige Konsumartikel an seine Arbeiter. Was würde aber im folgenden Jahr eintreten?

Während die Maschine angefertigt wurde, ist nur die Hälfte der üblichen Menge Nahrungsmittel und lebenswichtiger Artikel gewonnen worden, und sie werden auch nur die Hälfte des Wertes der früher produzierten Menge besitzen. Die Maschine wird 7500 l. und die Nahrungsmittel und lebenswichtigen Artikel 7500 l. wert sein, und das Kapital des Kapitalisten wird daher ebenso groß wie vorher sein, da er neben diesen beiden Werten sein fixes Kapital in Höhe von 7000 l., was zusammen 20 000 l. Kapital ergibt, und 2000 l. Profit besitzt. Nach dem Abzug der letztgenannten Summe für seine eigenen Ausgaben hat er ein zirkulierendes Kapital, nicht größer als 5500 l., mit dem er seine künftige Tätigkeit durchführen muß. Seine Mittel für die Beschäftigung von Arbeitern sind deshalb entsprechend von 13 000 l. auf 5500 l. zurückgegangen und infolgedessen wird alle die Arbeit überflüssig, die früher mit Hilfe von 7500 l. beschäftigt worden ist."

{Dies wäre aber auch der Fall, wenn nun vermittelst der 7500 l. kostenden Maschine eine ganz ebenso große Quantität von Produkten produziert würde wie früher mit einem variablen Kapital von 13 000 l. Gesetzt, der déchet59 der Maschine sei = 1/10 in einem Jahr, = 750 l., so wäre jetzt der Wert des Produkts – früher 15 000 l. – = 8250 l. (Abgesehn vom déchet des ursprünglichen fixen Kapitals von 7000 l., von dessen Ersatz R[icardo] überhaupt nicht spricht.) Von diesen 8250 l. wären 2000 l. Profit, die früher von den 15 000. Soweit der farmer selbst food and necessaries als Revenue verzehrt, hätte er gewonnen. Insofern er dadurch befähigt wäre, den Lohn der von ihm angewandten Arbeiter herabzusetzen, hätte er auch gewonnen, und ein Teil seines variablen Kapitals würde frei. Es ist dieser Teil, der to a certain degree60 neue Arbeit anwenden könnte, aber nur, weil der reale Lohn der beibehaltenen Arbeiter gefallen wäre. Ein geringer Teil der Entlaßnen könnte so – auf Kosten der Beibehaltenen – wieder beschäftigt werden. Der Umstand aber, daß das Produkt gradeso groß wäre wie früher, würde den entlaßnen Arbeitern nichts nützen. Bliebe der Arbeitslohn derselbe, so würde auch kein Teil des variablen Kapitals [frei. Der Wert des Produkts – 8250 l. – ist nicht dadurch gestiegen, daß er soviel necessaries und food darstellt wie früher 15 000 l. Der farmer müßte verkaufen für 8250 l., teils um den déchet der Maschinerie, teils um sein variables Kapital zu ersetzen. Sofern diese Verwohlfeilerung von food und necessaries nicht Sinken des Arbeitslohns allgemein herbeiführte oder Sinken von ingredients entering into the reproduction of the constant capital61, wäre nur die Revenue der Gesellschaft, soweit it is expended on food and necessaries62, erweitert. Ein Teil der unproduktiven und produktiven Arbeiter etc. würde besser leben. Voilà tout.63 (Könnte auch sparen, aber dies immer action in the future64.) Die entlaßnen Arbeiter lägen nach wie vor auf dem Pflaster, obgleich die physiche Möglichkeit, sie zu unterhalten, ganz so gut existierte wie früher. Auch wäre dasselbe Kapital wie früher in der Reproduktion angewandt. Aber ein Teil des Produkts (dessen Wert gesunken), der früher als Kapital existierte, existiert jetzt als Revenue.}

„Die reduzierte Quantität Arbeit, die der Kapitalist beschäftigen kann, muß allerdings mit Hilfe der Maschine, nach Abzügen für deren Reparaturen, einen Wert von 7500 l. produzieren, sie muß das zirkulierende Kapital zusammen mit einem Profit von 2000 l. auf das Gesamtkapital ersetzen. Wenn das aber geschieht, wenn sich das Nettoeinkommen nicht verringert, welche Bedeutung hat es für den Kapitalisten, ob das Bruttoeinkommen einen Wert von 3000, 10 000 oder 15 000 l. hat?“

(Dies ist absolut richtig. Das gross income ist dem Kapital absolut gleichgültig. Das einzige, was es interessiert, ist das net income.)

„Obwohl in diesem Falle das Nettoprodukt an Wert nicht geringer sein wird und obgleich seine Fähigkeit, Waren zu kaufen, sehr viel größer sein kann, wird das Bruttoprodukt im Wert von 15 000 l. auf 7500 l. gesunken sein. Da die Fähigkeit, eine Bevölkerung zu unterhalten und Arbeit zu beschäftigen stets vom Bruttoprodukt und nicht vom Nettprodukt einer Nation abhängt,

{Daher A. Smiths Vorliebe für das gross produce, die R[icardo] bekämpft. Sieh ch.XXVI „On Gross and Net Revenue“, das R[icardo] eröffnet mit den Worten:

„Adam Smith übertreibt ständig die Vorteile, die ein Land viel eher von einem hohen Brutto- als von einem hohen Nettoeinkommen hat.“ (p.415.)}

so wird notwendigerweise eine Verringerung der Nachfrage nach Arbeit eintreten, Bevölkerung wird überzählig und die Lage der arbeitenden Klassen elend und armselig sein.“

(Also labour becomes redundant65, weil die demand for labour diminishes, and that demand diminishes in consequence of the development in the productive powers of labour66. Letztrer Satz bei R[icardo] p. 471.)

Da aber die Möglichkeit des Sparens bei der Revenue, um das Kapital zu vermehren, von der Fähigkeit der Nettorevenue abhängen muß, die Bedürfnisse des Kapitalisten zu befriedigen, so kann es nicht ausbleiben, daß er durch die Herabsetzung des Preises der Waren infolge der Einführung der Maschinen bei gleichen Bedürfnissen67“ {but his wants enlarge67} „größere Sparmöglichkeiten besitzt, bessere Bedingungen, Revenue in Kapital zu verwandeln.

{Danach wird erst ein Teil des Kapitals – nicht seinem Wert nach, sondern den Gebrauchswerten nach, seinen stofflichen Elementen nach, woraus es besteht – in Revenue verwandelt, transferred to revenue68, um später wieder einen Teil der Revenue to transfer into capital69. Z.B. ein Teil des Produkts, solange die 13 000 l. in variablem Kapital ausgelegt werden zum Belauf von 7500 l., ging in die Konsumtion der Arbeiter ein, die der farmer anwandte, und dieser Teil des Produkts bildete Teil seines Kapitals. Infolge der Einführung der Maschinerie wird z.B. nach unsrer Unterstellung ebensoviel Produkt wie früher produziert, aber sein Wert nur mehr 8250 l. statt früher 15 000. Und dieses wohlfeiler gewordne Produkt geht zu größrem Teil ein, sei es in die Revenue des farmers, sei es in die Revenue der Käufer von food und necessaries. Sie verzehren jetzt einen Teil des Produkts als Revenue, der früher zwar auch von den labourers (den entlaßnen) des farmers als Revenue verzehrt wurde, aber von ihm als Kapital industriell verzehrt wurde. Infolge dieses Wachsens der Revenue – dadurch entstanden, daß ein Teil des Produkts als Revenue verzehrt wird, der früher als Kapital verzehrt wurde – Neubildung von Kapital und Rückverwandlung desselben in Kapital.}

„Mit jeder Kapitalerhöhung wird er aber mehr Arbeiter beschäftigen"

{dies jedenfalls nicht im Verhältnis zum increase des Kapitals, to the whole extent of that increase. Perhaps he would buy more horses, or Guano, or new implements70}

„und ein Teil der Leute, die zunächst ihre Arbeit verloren haben, werden später wieder beschäftigt werden. Und falls die durch die Verwendung der Maschine erhöhte Produktion so groß wird, daß sie als Nettoprodukt eine ebenso große Menge von Nahrungsmitteln und notwendigen Konsumgütern herstellt, wie sie vorher als Bruttoprodukt vorhanden war, so ist dieselbe Fähigkeit zur Beschäftigung der gesamten Bevölkerung vorhanden, und es gibt daher nicht unbedingt“ {but possibly and probably!71} „eine überschüssige Bevölkerung.“ (p.469–472.)

In den letzten Zeilen sagt also R[icardo] das oben von mir Bemerkte. Damit Revenue auf diesem Weg in Kapital verwandelt wird, wird vorher Kapital in Revenue verwandelt. Oder wie R[icardo] es ausdrückt: Erst wird das net produce auf Kosten des gross produce vergrößert, um dann wieder einen Teil vom net produce in gross produce zurückzuverwandeln. Produce is produce. Net und gross (obgleich der Gegensatz auch einschließen kann, daß der Überschuß über die Auslagen, also das net produce, wächst, obgleich die Gesamtmasse des Produkts, also gross produce abnimmt) ändert nichts daran. Das Produkt wird das eine oder das andre nach der bestimmten Form, die es im Produktionsprozeß einnimmt.

„Damit möchte ich nur beweisen, daß die Erfindung und die Verwendung von Maschinen von einer Verringerung des Bruttoprodukts begleitet sein kann und daß, sobald dies der Fall ist, sie für die arbeitende Klasse schädlich sein wird, weil einige aus ihren Reihen ihre Beschäftigung verlieren werden und Bevölkerung im Vergleich zu den für ihre Beschäftigung bestimmten Fonds überzählig wird." (p. 472.)

Aber the same may and in most instances ||744| will be the case, even if the gross produce remains the same or enlarges; only that part of it, formerly acting as variable capital, is now being consumed as revenue72.

Auf R[icardo]s folgendes (p. 472–474) abgeschmacktes Beispiel von dem clothier73, der seine Produktion vermindert infolge von Einführung von Maschinerie, überflüssig hier einzugehn.

„Wenn diese Ansichten richtig sind, so folgt daraus:
1. Daß die Erfindung und nutzbringende Verwendung von Maschinen stets zu einer Vergrößerung des Nettoprodukts des Landes führt, obwohl sie, abgesehen von einem unbedeutenden zeitlichen Zwischenraum, den Wert dieses Nettoprodukts nicht erhöhen braucht und wird." (p. 474.)

It will always increase that value whenever it diminishes the value of labour.74

„2. Daß eine Vergrößerung des Nettoprodukts eines Landes mit einem Rückgang des Bruttoprodukts vereinbar ist, und daß die Beweggründe für die Verwendung von Maschinen stets genügend stark sind, um deren Verwendung zu sichern, wenn sie das Nettoprodukt erhöhen, obwohl sie sowohl den Umfang der Bruttoproduktion als auch dessen Wert verringern können und häufig dies sogar müssen." (p. 474.)

„3. Daß die bei der arbeitenden Klasse herrschende Meinung, daß die Verwendung von Maschinen häufig ihren Interessen zuwiderläuft, sich nicht auf Vorurteil und Irrtum stützt, sondern mit den richtigen Prinzipien der politischen Ökonomie vereinbar ist." (p. 474.)

„4. Falls die infolge der Verwendung von Maschinen verbesserten Produktionsmittel das Nettoprodukt eines Landes in einem so großen Maße vermehren sollten, daß das Bruttoprodukt nicht geringer wird (ich habe stets die Menge der Waren, nicht den Wert im Auge), wird sich die Lage aller Klassen verbessern. Der Grundeigentümer und der Kapitalist werden nicht durch eine Erhöhung der Rente und des Profits begünstigt, sondern durch die Vorteile, die sich aus der Verausgabung der gleichen Rente und desselben Profits für im Wert beträchtlich gesunkene Waren ergeben,"

(dieser Satz widerspricht der ganzen Doktrin R[icardo]s, wonach die Verwohlfeilerung der necessaries75, also of wages raises profits76, während Maschinerie, die erlaubte mehr vom selben Land mit weniger Arbeit zu ziehn, must lower rent77),

„während die Lage der arbeitenden Klassen auch wesentlich verbessert wird; erstens nämlich durch die gesteigerte Nachfrage nach Hauspersonal“

(dies schöne Resultat der Maschinerie, daß ein großer Teil der arbeitenden weiblichen und männlichen Klasse in Bediente verwandelt wird);

„zweitens durch den Anreiz zu Ersparnissen von der Revenue, den ein so reichliches Nettoprodukt hervorruft und drittens durch den niedrigen Preis aller Konsumartikel, für die ihr Lohn verwendet wird“ {and in consequence of which their wages will be reduced78}. (p. 474, 475.)

Die ganze apologetische Bourgeoisdarstellung der Maschinerie leugnet nicht,

1. daß die Maschinerie, bald hier, bald dort, aber beständig, makes a part of the population redundant79, wirft einen Teil der Arbeiterbevölkerung aufs Pflaster. Bringt Surpluspopulation (daher Herabsetzen des Arbeitslohns in einigen Sphären, bald hier, bald dort) hervor, nicht weil die Bevölkerung rascher wächst als die Lebensmittel, sondern weil das rasche Wachsen der Lebensmittel infolge der Maschinerie erlaubt, mehr Maschinerie einzuführen und daher die unmittelbare Nachfrage nach Arbeit zu vermindern. Nicht weil der gesellschaftliche fund abnimmt, sondern weil durch sein Wachsen relativ der Teil desselben abnimmt, which is spent in wages80.

2. Noch weniger leugnet diese Apologetik die Knechtschaft der Maschinenarbeiter selbst und die Misere der durch sie verdrängten und untergehenden Hand- oder handwerksmäßigen Arbeiter.

Was sie – und partly81 richtig – assures82, ist, [erstens] daß infolge der Maschinerie (überhaupt der Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit) die net revenue (profit und rent) wachsen, daß der Bourgeois mehr menial servants83 als früher braucht; wenn er früher von seinem Produkt mehr in productive labour auslegen mußte, er jetzt mehr auslegen kann in unproductive labour, also Bediente und andre von der unproduktiven Klasse lebenden Arbeiter zunehmen. Diese progressive Verwandlung eines Teils der Arbeiter in Bediente ist eine schöne Aussicht. Ebenso wie es tröstlich für sie ist, daß infolge des Wachsens des net produce mehr Sphären für unproduktive labour sich öffnen, die von ihrem Produkt zehren und deren Interesse plus ou moins84 mit dem der direkt exploitierenden Klassen in ihrer Exploitation konkurriert.

Zweitens, daß infolge des Sporns, der der Akkumulation gegeben wird, auf der neuen Basis – wo weniger lebendige Arbeit nötig im Verhältnis zu der vergangenen – auch die ausgeschloßnen, pauperisierten Arbeiter oder wenigstens der Teil des Bevölkerungszuwachses, ||745|| der sie replaciert, entweder durch Erweiterung des Geschäfts in den Maschinengeschäften selbst absorbiert wird oder in indirekten trades85, die durch sie nötig geworden und eröffnet sind, or in new fields of employment opened by the new capital, and satisfying new wants86. Dies ist die zweite schöne Aussicht, daß die labouring class alle „temporary inconveniences“ – throwing out of labour, displacement of labour and capital87 – zu tragen hat, aber deswegen doch der Lohnarbeit kein Ende gemacht, diese vielmehr auf stets wachsender Stufenleiter reproduziert wird, absolut wachsend, wenn auch relativ abnehmend im Verhältnis zum wachsenden Gesamtkapital, das sie anwendet.

Drittens: Daß die Konsumtion sich verfeinert infolge der Maschinerie. Die Verwohlfeilerung der unmittelbaren Lebensbedürfnisse erlaubt, den Kreis der Luxusproduktion zu erweitern. Und so haben die Arbeiter die dritte schöne Aussicht, daß, to win their necessaries, the same amount of them, the same number of labourers will enable the higher classes to extend, refine, and varify the circle of their enjoyments, and thus to widen the economical, social, and political gulf separating them from their betters. Fine prospects, these, and very desirable results, for the labourer, of the development of the productive powers of his labour88.

R[icardo] zeigt dann noch, daß es Interesse der arbeitenden Klassen,

„daß soviel wie möglich von der Revenue von den Ausgaben für Luxuswaren abgezogen wird, um für den Unterhalt von Dienstpersonal verwendet zu werden.“

(p. 476.) Weil, ob ich Möbel [kaufe] oder menial servants halte, ich bekenne dadurch Nachfrage für Waren zu einem bestimmten Betrag und setze in einem Fall ungefähr soviel productive labour in Bewegung als im andern; aber im letzten Fall I add „der früheren Nachfrage nach Arbeit, und diese Vermehrung tritt lediglich ein, weil ich diese Art der Verausgabung meiner Revenue gewählt habe." (p. 475, 476.)

Dasselbe beim Halten of large fleets and armies89.

„Ob sie" (the revenue) „nun auf diese oder jene Weise ausgegeben werden, dasselbe Quantum Arbeit wird in der Produktion beschäftigt, denn die Nahrung und Kleidung des Soldaten und des Seemanns erfordern denselben Aufwand an Arbeit für ihre Produktion wie die luxuriöseren Waren. Aber im Falle eines Krieges wird die zusätzliche Nachfrage nach Leuten wie Soldaten und Seeleuten vorhanden sein, und infolgedessen ist ein Krieg, der aus der Revenue und nicht aus dem Kapital des Landes finanziert wird, der Bevölkerungsvermehrung günstig." (p. 477.)

„Es gibt einen anderen, bemerkenswerten Fall einer Möglichkeit der Erhöhung des Umfangs der Netto- und sogar der Bruttorevenue eines Landes bei Verringerung der Nachfrage nach Arbeit, der dann eintritt, wenn die Arbeit des Menschen durch die von Pferden ersetzt wird. Wenn ich hundert Leute auf meiner Farm beschäftige, und ich stelle fest, daß die für fünfzig dieser Leute verwendeten Nahrungsmittel für die Haltung von Pferden aufgewendet werden können, die mir einen höheren Ertrag an Rohprodukten liefern, nachdem ich den Zins für das Kapital, das der Kauf der Pferde beanspruchen wird, in Rechnung gestellt habe, so wird es für mich von Vorteil sein, die Menschen durch die Pferde zu ersetzen, und ich werde das dementsprechend tun. Doch das liegt nicht im Interesse der Arbeiter, und sofern das von mir bezogene Einkommen sich nicht derart erhöht, daß es mich instand setzt, die Leute ebenso wie die Pferde zu beschäftigen, so ist es offensichtlich, daß Bevölkerung überzählig wird und die Lage des Arbeiters sich allgemein verschlechtert. Es ist offensichtlich, daß er keinesfalls in der Landwirtschaft" (why not? if the field of agriculture was enlarged90) „beschäftigt werden kann. Wenn aber das Bodenprodukt durch die Ersetzung von Menschen durch Pferde größer wird, so kann er in der Manufaktur oder als Hausdiener verwendet werden." (p. 477, 478.)

Es sind zwei Tendenzen, die sich beständig durchkreuzen; möglichst wenig Arbeit anwenden, um dieselbe oder größere Quantität Waren, um dasselbe oder größere net produce, surplus value, net revenue zu produzieren; zweitens möglichst große Anzahl Arbeiter (obgleich möglichst wenig im Verhältnis zum Quantum der von ihnen produzierten Waren) anwenden, weil mit der Masse der angewandten Arbeit – auf einer gegebenen Stufe der Produktivkraft – die Masse der surplus value und des surplus produce wächst. Die eine Tendenz schmeißt die Arbeiter aufs Pflaster und macht population redundant91, die andre absorbiert sie wieder und erweitert die wages-slavery92 absolut, so daß der Arbeiter stets schwankt in seinem Los und doch nie davon loskommt. Daher der Arbeiter die Entwicklung der Produktivkräfte seiner eignen Arbeit als ihm feindlich, und mit Recht, betrachtet; anderseits der Kapitalist ihn als ein beständig aus der Produktion zu entfernendes Element behandelt. Dies sind die Widersprüche, worin sich R[icardo] in diesem Kapitel herumarbeitet. Was er vergißt hervorzuheben, [746] die beständige Vermehrung der zwischen workmen auf der einen Seite, Kapitalist und landlord auf der andren Seite, in der Mitte stehenden und sich in stets größerm Umfang, großenteils von der Revenue direkt fed93 Mittelklassen, die als eine Last auf der working94 Unterlage lasten und die soziale Sicherheit und Macht der upper ten thousand95 vermehren. Die Bourgeois stellen die Verewigung der wages-slavery durch Anwendung der Maschinerie als „Apologie“ derselben auf.

„Ich habe vorhin auch festgestellt, daß die Erhöhung des Nettoeinkommens, gemessen in Waren, die immer als Folge verbesserter Maschinerie eintritt, zu neuen Ersparnissen und zur Akkumulation führen wird. Man muß sich erinnern, daß dies jährliche Ersparnisse sind, die bald einen bedeutend größern Fonds als die Brutto-Revenue bilden müssen, welche ursprünglich durch die Erfindung der Maschine verlorenging. Dann wird die Nachfrage nach Arbeit ebenso groß wie vordem sein, und die Lage der Bevölkerung wird noch weiter durch die höheren Ersparnisse verbessert werden, die ihr durch die höhere Netto-Revenue ermöglicht werden.“ (p. 480.)

Erst wird gross revenue verloren und net revenue gewonnen. Dann ein Teil der increased net revenue96 wieder in Kapital und daher gross revenue verwandelt. So muß der Arbeiter beständig die Macht des Kapitals vermehren, um, nach very serious disturbances97, die Erlaubnis zu erhalten, denselben Prozeß auf größrer Stufenleiter zu wiederholen.

„Mit jeder Vermehrung von Kapital und Bevölkerung werden die Nahrungsmittel auf Grund der erhöhten Produktionsschwierigkeiten allgemein steigen.“ (p. 478, 479.)

Es geht dann unmittelbar fort:

„Die Folge eines Steigens der Nahrungsmittel wird eine Erhöhung der Löhne sein, und jede Lohnerhöhung wird eine Tendenz haben, das gesparte Kapital in höherem Maße als früher zur Verwendung von Maschinen zu drängen. Maschinerie und Arbeit sind in ständiger Konkurrenz, und die erstere kann häufig so lange nicht verwendet werden, solange die Arbeit nicht steigt.“ (p. 479.)

Die Maschine so ein Mittel gegen das rise of labour98.

„Um das Prinzip zu erläutern, habe ich unterstellt, daß Verbesserungen der Maschinerie plötzlich erfunden und in großem Umfang benutzt werden. Die Wahrheit ist jedoch, daß diese Erfindungen allmählich erfolgen und sich eher so auswirken, daß sie die Verwendung des gesparten und akkumulierten Kapitals bestimmen, als daß sie Kapital aus seinen gegenwärtigen Anlagen abziehen." (p.478.)

The truth is, that it is not so much the displaced labour as rather the new supply of labour – the part of the growing population which was to replace it –, which, by the new accumulations, gets for itself new fields of employment opened.99

„In Amerika und in vielen anderen Ländern, in denen menschliche Nahrung leicht beschafft werden kann, existiert keine auch nur annähernd so starke Versuchung, Maschinen zu verwenden" (sie werden nirgends so massenhaft, und so auch zu sagen für den Hausbedarf, angewandt als in Amerika) „wie in England, wo Nahrungsmittel teuer sind und ihre Produktion viel Arbeit kostet."

{Wie wenig die Anwendung der Maschinerie von dem price of food100 abhängt – wohl aber kann sie abhängen von dem relativen want of labour101, wie in Amerika, wo die relativ kleine Bevölkerung über ungeheure Landstriche verbreitet – zeigt grade Amerika, das relativ viel mehr Maschinerie anwendet als England, where there is always a redundant population102. So lesen wir „Standard", 19.Sept.[18]62, in einem Artikel über die Exhibition:

„Der Mensch ist ein maschinenmachendes Tier ... Wenn wir den Amerikaner als einen Repräsentanten des Menschen betrachten, dann ist die Definition ... vollkommen. Es ist einer der Hauptpunkte im System eines Amerikaners, nichts mit den Händen zu tun, was er mit einer Maschine machen kann. Vom Bewegen einer Wiege bis zur Verfertigung eines Sarges, vom Melken einer Kuh bis zum Roden eines Waldes, vom Annähen eines Knopfes bis zum Abstimmen über einen Präsidenten hat er eine Maschine für fast alles. Er hat eine Maschine erfunden, um sich die Mühe des Kauens der Nahrung zu ersparen ... Der außerordentliche Mangel an Arbeitskräften und daher ihr hoher Wert" (despite the low value of food103), „ebenso wie eine angeborene Erfindungsgabe haben diesen Erfindungsgeist angestachelt ... Die in Amerika produzierten Maschinen sind, allgemein gesprochen, niedriger im Wert als die in England hergestellten... a id="S578"Sie sind im ganzen eher Nothelf, um Arbeit zu ersparen, als Erfindungen, um bisher Unmögliches möglich zu machen." {Und die Dampfschiffe?} … „auf der Ausstellung in der Abteilung der Vereinigten Staaten ist die Baumwollentkörnungsmaschine von Emery ausgestellt. Viele Jahre nach der Einführung der Baumwolle in Amerika war der Anbau sehr gering, weil nicht nur die Nachfrage ziemlich beschränkt war, sondern auch die Schwierigkeit, die Baumwolle durch manuelle Arbeit zu reinigen, ihn nichts weniger als lohnenswert machte. Als jedoch Eli Whitney die Baumwollentkörnungsmaschine ||747| erfand, erweiterte sich sofort die Anbaufläche, und diese Erweiterung geht bis jetzt fast in einer arithmetischen Progression vor sich. Es ist tatsächlich nicht zuviel gesagt, daß Whitney das Baumwollgewerbe geschaffen hat. Seine Baumwollentkörnungsmaschine blieb mit mehr oder weniger erheblichen und nützlichen Veränderungen bis jetzt in Gebrauch, und bis zur Erfindung der jetzigen Verbesserung und Ergänzung war Whitneys ursprüngliche Baumwollentkörnungsmaschine zumindest ebensogut wie die meisten ihrer scheinbaren Konkurrentinnen. Durch die jetzige Maschine, die den Namen der Herren Emery aus Albany, Staat New York, trägt, wird ohne Zweifel die Whitneysche Baumwollentkörnungsmaschine, auf der sie basiert, gänzlich verdrängt werden. Sie ist ebenso einfach, aber leistungsfähiger. Sie reinigt nicht nur die Baumwolle besser, sondern liefert sie auch in breiten Lagen wie Watte, die, wenn sie die Maschine verlassen, sogleich von der Baumwollpresse in Ballen gepreßt werden können … Im Amerikanischen Hof findet man nicht viel anderes als Maschinen: Die Melkmaschine …, einen Treibriemenversteller …, eine Rauh- und Spinnmaschine für Hanf, die mit einer Operation direkt vom Ballen haspelt … Eine Maschine zur Herstellung von Papierbeuteln, die diese aus den Papierlagen schneidet, sie klebt, faltet und in einer Minute 300 Stück fertigstellt … Hawes Wäschewringer, der durch zwei Kautschukwalzen aus der Wäsche das Wasser preßt und sie damit fast trocken macht, erspart Zeit und beschädigt das Gewebe nicht … Buchbindermaschinen …, Schuhmachermaschinen. Es ist gut bekannt, daß in diesem Lande schon seit langer Zeit das Oberleder durch solche Maschinen bearbeitet wurde, aber hier sind Maschinen zum Festmachen der Sohle, andere zum Ausschneiden der Sohle nach Mustern und wieder andere zum Zurichten der Absätze … Eine Steinbrechmaschine, sehr stark und sinnreich erdacht, die zweifelsohne in umfassender Weise in Gebrauch kommen wird, um Straßenschotter herzustellen und Erze zu brechen … Ein System von Marinesignalen von Herrn W.H. Ward aus Auburn, New York … Ernte- und Mähmaschinen sind eine amerikanische Erfindung, die sich in England einer wachsenden Beliebtheit erfreut. M'Cormick's „die beste … Hansbrows mit der kalifornischen Preismedaille ausgezeichnete Kraftpumpe ist ihrer Einfachheit und Leistungsfähigkeit nach die beste in der Ausstellung. Sie gibt mit derselben Kraft mehr Wasser als irgendeine andere Pumpe in der Welt … Nähmaschinen…“}

„Die gleiche Ursache, welche die Arbeit erhöht, steigert nicht den Wert von Maschinen, und daher wird mit jeder Vermehrung des Kapitals ein größerer Teil davon, in Maschinen angelegt. Die Nachfrage nach Arbeit wird sich weiter erhöhen bei einer Vermehrung des Kapitals, jedoch nicht proportional zu dessen Vermehrung; das Verhältnis wird notwendigerweise kleiner werden." ([Ric[ardo], l.c. p.479.)

In dem letzten Satz spricht R[icardo] das richtige Gesetz des Wachstums des Kapitals aus, obgleich seine considérants104 sehr einseitig. Er macht Note dazu, woraus hervorgeht, daß er hier dem Barton nachfolgt, auf dessen Schrift wir daher noch kurz eingehn wollen.

Vorher noch eine Bemerkung, Ric[ardo] sagt vorhin, wo er davon spricht, ob die Revenue in menial servants oder luxuries is expended105:

„In beiden Fällen ist die Netto-Revenue ebenso wie die Brutto-Revenue die gleiche, jedoch wird die erstere in verschiedene Waren umgesetzt." (p.476.)

Und so kann auch das gross produce dem Wert nach dasselbe sein, aber „be realized"106, sehr fühlbar für die workmen, „in different commodities"107, je nachdem es mehr variables oder konstantes Kapital zu ersetzen hat.

[2. Bartons Ansichten]

[a) Barton über die relativ abnehmende Nachfrage nach Arbeit im Prozeß der Akkumulation des Kapitals. Seine einseitige Auffassung der Wirkung der organischen Zusammensetzung des Kapitals in diesem Prozeß]

Die Schrift von Barton heißt:

John Barton, „Observations on the circumstances which influence the condition of the Labouring Classes of Society", London 1817.

Wir wollen zunächst die wenigen theoretischen Sätze zusammenstellen, die sich in Barton finden.

„Die Nachfrage nach Arbeit hängt von der Vermehrung des zirkulierenden und nicht des fixen Kapitals ab. Wenn es stimmte, daß das Verhältnis zwischen diesen beiden Arten des Kapitals zu allen Zeiten und in allen Ländern dasselbe ist, dann folgt allerdings daraus, daß die Anzahl der beschäftigten Arbeiter sich nach dem Reichtum des Staates richtet. Aber eine solche Behauptung hat nicht den Anschein von Wahrscheinlichkeit. In dem Maße, wie die Naturwissenschaften gepflegt werden und die Zivilisation sich ausbreitet, wächst das fixe Kapital im Verhältnis zum zirkulierenden immer mehr und mehr an. Die Summe des bei der Produktion eines Stückes britischen Musselins verwendeten fixen Kapitals ist wenigstens hundertmal, wahrscheinlich aber tausendmal größer als jene, die bei der Produktion eines ähnlichen Stückes indischen Musselins verwendet wird, und der Anteil des verwendeten zirkulierenden Kapitals ist hundert- oder tausendmal geringer. Es ist leicht zu verstehen, daß unter gewissen Umständen die Gesamtheit der jährlichen Ersparnisse eines fleißigen Volkes dem fixen Kapital zugeschlagen werden kann, und in diesem Falle werden sie sich nicht in einer erhöhten Nachfrage nach Arbeit auswirken.“ (l.c. p.16, 17.)

(Ric[ardo] bemerkt zu dieser Stelle, Note, p.480:

„Es ist nicht leicht zu verstehen, glaube ich, daß unter irgendwelchen Umständen einer Vermehrung des Kapitals nicht eine erhöhte Nachfrage nach Arbeit folgt. Das Äußerste, was man behaupten kann, ist, daß die Nachfrage verhältnismäßig abnehmen wird. Barton hat in seiner oben erwähnten Veröffentlichung eine richtige Ansicht über einige der Auswirkungen eines steigenden Umfangs des fixen Kapitals auf die Lage der arbeitenden Klassen entwickelt. Sein Aufsatz enthält viel wertvolles Material.“)

Zu dem obigen Satz von B[arton] muß der folgende hinzugenommen werden:

„Fixes Kapital, wenn es einmal gebildet ist, hört auf, die Nachfrage nach Arbeit zu beeinflussen“ (nicht richtig, da es Reproduktion, wenn auch in Zwischenräumen und nach und nach nur nötig macht); „aber während seiner Bildung gibt es ebensoviel Händen Beschäftigung, als ein gleicher Betrag von zirkulierendem Kapital oder von Revenue beschäftigen würde.“ (p.56.)

Und:

„Die Nachfrage nach Arbeit hängt absolut ab von der Gesamtmasse von Revenue und zirkulierendem Kapital.“ (p.34, 35.)

Barton hat unstreitig ein sehr großes Verdienst.

A.Smith glaubt, daß die demand for labour108 wächst direkt im Verhältnis wie Kapital sich akkumuliert. Malthus leitet die Überbevölkerung daher, daß das Kapital nicht so rasch akkumuliert (reproduziert wird auf wachsender Stufenleiter) wie die Bevölkerung. Barton hob zuerst hervor, daß die verschiedenen organischen Bestandteile des Kapitals nicht gleichmäßig mit der Akkumulation und der Entwicklung der Produktivkräfte wachsen, vielmehr im Prozeß dieses Wachstums der Teil des Kapitals, der sich in Arbeitslohn auflöst, proportional abnimmt gegen den Teil (er nennt ihn das fixe Kapital), der im Verhältnis zu seiner Größe nur unbedeutend die demand for labour alteriert. Er stellt daher den wichtigen Satz zuerst auf: „that the number of labourers employed is“ not „in proportion to the wealth of the state“109, daß dies mehr in einem industriell unentwickelten als in einem industriell entwickelten Land ist.

Ric[ardo] in der dritten Ausgabe seiner „Principles“, ch.XXXI „On Machinery“ – nachdem er in seinen frühern Ausgaben in diesem Punkt noch ganz in den Fußtapfen Smiths – nimmt B[arton]s Korrektur auf und zwar in der einseitigen Fassung, worin B[arton] sie gibt. Der einzige Punkt, worin er weitergeht – und dieser ist wichtig – ist, daß er nicht nur, wie B[arton], aufstellt, daß die Nachfrage nach Arbeit nicht proportionell wächst mit der Entwicklung der Maschinerie, sondern daß die Maschine selbst „makes population redundant"110, also Surpluspopulation erzeugt. Nur schränkt er diesen Effekt fälschlich auf den nur in der Agrikultur vorkommenden von ihm auch auf die Industrie übertragenen Fall ein, wo das net produce auf Kosten des gross produce vermehrt wird.

In nuce111 war aber hiermit die ganze abgeschmackte Populationstheorie über den Haufen geworfen, namentlich auch die Phrase der Vulgärökonomen, daß die Arbeiter sich bestreben müssen to keep their multiplication below the standard of the accumulation of capital112. Umgekehrt folgt aus B[artons] und R[icardo]s Darstellung, daß ein solches keeping down of the labouring population, diminishing the supply of labour, and, consequently, raising its price, would only accelerate the application of machinery, the conversion of circulating into fixed capital, and, hence, make the population artificially „redundant"; that redundancy existing, generally, not in regard to the quantity of subsistence, but the means of employment, the actual demand for labour113.

||749| Der Fehler oder Mangel von Barton besteht darin, daß er die organische Differenzierung oder Komposition nur in der Form auffaßt, worin sie im Zirkulationsprozeß erscheint – als fixes und zirkulierendes Kapital – ein Unterschied, schon von den Physiokraten entdeckt, von A. Smith weiter entwickelt und nach ihm Vorurteil der Ökonomen geworden: sofern Vorurteil, daß sie nur diese Differenz – die ihnen überliefert war – in der organischen Komposition des Kapitals sehen. Dieser aus dem Zirkulationsprozeß entspringende Unterschied hat bedeutenden Einfluß auf die Reproduktion des Reichtums überhaupt, also auch auf den Teil desselben, der labouring funds114 bildet. Aber das ist hier nicht das Entscheidende. Als fixes Kapital unterscheiden sich Maschinerie, Gebäulichkeiten, Zuchtvieh etc. vom zirkulierenden Kapital direkt nicht durch irgendeine Beziehung zum Arbeitslohn, sondern nur durch die Weise ihrer Zirkulation und Reproduktion.

Das direkte Verhältnis der verschiednen Bestandteile des Kapitals zur lebendigen Arbeit hängt nicht mit den Phänomenen des Zirkulationsprozesses zusammen, entspringt nicht daraus, sondern aus dem unmittelbaren Produktionsprozeß, und ist das Verhältnis von konstantem und variablem Kapital, deren Unterschied nur auf ihrem Verhältnis zur lebendigen Arbeit begründet ist.

So sagt B[arton] z.B.: Die demand for labour hänge nicht vom fixen Kapital ab, sondern nur vom zirkulierenden Kapital. Aber ein Teil des zirkulierenden Kapitals, Rohmaterial und matières instrumentales115, werden ebensowenig wie Maschinerie etc. gegen lebendige Arbeit ausgetauscht. In allen Industriezweigen, worin das Rohmaterial als Element des Verwertungsprozesses eingeht, bildet es – soweit wir bloß den Teil des fixen Kapitals betrachten, der in die Ware eingeht – den bedeutendsten Teil der Portion Kapital, die nicht in Arbeitslohn ausgelegt wird. Ein andrer Teil des zirkulierenden Kapitals, nämlich des Warenkapitals, besteht aus Konsumtionsartikeln, die in die Revenue der nicht produktiven Klasse eingehn (i.e. der Arbeiterklasse). Das Wachstum dieser beiden Teile des zirkulierenden Kapitals hat also nicht mehr Einfluß auf die Nachfrage nach Arbeit wie das des fixen Kapitals. Es kommt hinzu, daß der Teil des zirkulierenden Kapitals, der sich auflöst in matières brutes116 und matières instrumentales, im selben und noch größern Verhältnis zunimmt, wie der Teil desselben, der als Maschinerie etc. fixiert wird.

Ramsay hat auf der Unterscheidung von Barton fortgebaut. Er verbessert ihn, bleibt aber in seiner Vorstellungsweise stehn. Er reduziert in der Tat den Unterschied auf konstantes und variables Kapital, nennt aber nach wie vor das konstante Kapital fixes Kapital, obgleich er die Rohstoffe etc. dazurechnet, und das variable Kapital zirkulierendes Kapital, obgleich er alles zirkulierende Kapital davon ausschließt, das nicht direkt in Arbeitslohn ausgelegt wird. Darüber später, wenn wir zu Rams[ay] kommen. Es zeigt dies aber die Notwendigkeit des innern Fortgangs.

Ist der Unterschied von konstantem Kapital und variablem Kapital einmal gefaßt, der rein aus dem unmittelbaren Produktionsprozeß, aus dem Verhältnis der verschiednen Bestandteile des Kapitals zur lebendigen Arbeit hervorgeht, so zeigt sich auch, daß er an und für sich nichts zu tun mit der absoluten Masse der produzierten Konsumtionsartikel, obgleich viel mit der Art, worin sie realisiert werden. This way, however, of realizing the gross revenue in different commodities being not, as R[icardo] has it, and B[arton] intimates it, the cause, but the effect of the immanent laws of capitalistic production, leading to a diminishing proportion, if compared with the total amount of produce, of that part of it which forms the funds for the reproduction of the labouring class.117 Besteht ein großer Teil des Kapitals aus Maschinerie, Rohstoffen, matières instrumentales etc., so wird von der Gesamtheit der Arbeiterklasse ein geringer Teil mit Reproduktion der Lebensmittel beschäftigt sein, ||750| die in die Konsumtion der Arbeiter eingehn. Aber diese relative diminution118 in der Reproduktion des variablen Kapitals ist nicht der Grund der relativen decrease in the demand for labour119, sondern umgekehrt seine Wirkung. Ebenso: Ein größerer120 Teil der mit der Produktion der in die Revenue überhaupt eingehenden Konsumtionsartikel beschäftigten Arbeiter wird Konsumtionsartikel produzieren, die in den Konsum, the expenditure of revenue der capitalists, landlords and their retainers (state, church etc.)121 eingehn, als der für die Revenue der Arbeiter bestimmten Artikel. Aber dies ist wieder Wirkung, nicht Ursache. Mit einer Änderung des sozialen Verhältnisses von Arbeitern und Kapitalisten, einer Revolutionierung der die kapitalistische Produktion beherrschenden Verhältnisse würde sich dies sofort ändern. The revenue would be „realized in different commodities“, to use an expression of Ric[ardo].122

Es ist nichts hierzu Nötigendes in den sozusagen physischen Bedingungen der Produktion da. The workmen, if domineering, if allowed to produce for themselves, would only soon, and without any great exertion, bring up the capital (to use a phrase of the econ[omic] vulgarrians) up to the standard of their wants.123 Dies ist der sehr große Unterschied: Ob die vorhandnen Produktionsmittel ihnen als Kapital gegenüberstehn, und daher nur soweit von ihnen angewendet werden können als nötig, um den surplus value and the surplus produce for their employers124 zu vermehren, ob diese Produktionsmittel sie beschäftigen, oder ob sie, als Subjekte, die Produktionsmittel – im Akkusativ – anwenden, um Reichtum für sich selbst zu erzeugen. Natürlich ist dabei vorausgesetzt, daß die kapitalistische Produktion bereits die Produktivkräfte der Arbeit überhaupt zu der nötigen Höhe entwickelt hat, worauf diese Revolution eintreten kann.

{Nimm das Beispiel von 1862 (Herbst jetzt). Die Not der Lancashire labourers out of employment125. Andrerseits on the London money-market „the difficulty of finding employment for money“126, wodurch Bildung von Schwindelgesellschaften fast nötig geworden, da es schwer, 2 p. c. für Geld zu erhalten. Nach R[icardo]s Theorie – da auf der einen Seite das Kapital in London, andrerseits unbeschäftigte Arbeitskräfte in Manchester – „some other employment ought to have been opened“127.}

[b) Barton über die Bewegung des Arbeitslohns und das Wachstum der Bevölkerung]

B[arton] setzt weiter auseinander, daß Akkumulation des Kapitals nur langsam die demand for labour128 steigen macht, wenn nicht die Bevölkerung vorher so sehr gewachsen ist, daß die rate of wages129 niedrig.

„Das Verhältnis, welches der Arbeitslohn zu einer gegebenen Zeit zum Gesamtprodukt der Arbeit einnimmt, bestimmt die Anwendung von Kapital in der einen“ (fixed) „oder der anderen“ (circulating) „Form.“ (p. 17.)
„Fällt der Arbeitslohn, während der Preis der Waren stationär bleibt, oder steigt der Warenpreis, während der Arbeitslohn derselbe bleibt, so wächst der Profit des Anwenders, und er wird veranlaßt, mehr Arbeiter zu beschäftigen. Steigen dagegen Löhne im Verhältnis zu Waren, so hält der Manufakturist so wenig Arbeiter als möglich und sucht alles durch Maschinerie zu machen.“ (p. 17, 18.)
„Wir haben ausreichende Beweise dafür, daß die Bevölkerung viel langsamer bei einem graduellen Steigen des Lohnes während der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts zunahm als während der zweiten Hälfte desselben, wo der Realpreis der Arbeit rasch fiel.“ (p. 25.)
„Ein Steigen des Arbeitslohns vermehrt von selbst niemals die Arbeiterbevölkerung; ein Fallen des Lohnes kann sie sehr schnell wachsen machen. Z. B. der Engländer sinke in seinen Forderungen zum Irländer [herab]. So wird der Fabrikant mehr anwenden im Verhältnis zu den verminderten Erhaltungskosten.“ (l. c. p. 26.)
„Es ist weit mehr die Schwierigkeit, Beschäftigung zu finden, als die ungenügende Höhe des Lohnes, die vom Heiraten abhält.“ (p. 27.)
„Man darf zugeben, daß jede Vermehrung des Reichtums die Tendenz hat, eine neue Nachfrage nach Arbeit zu schaffen, aber da die Arbeit von allen Waren die größte Zeitlänge zu ihrer Produktion erheischt“

{aus demselben Grunde kann sich die rate of wages lange unter dem average130 halten, weil von allen Waren labour am schwersten to withdraw from the market and thus to bring down to the level of the actual demand131}

„wird sie von allen Waren |75| am meisten durch ein Wachsen der Nachfrage im Preise gesteigert, und da jedes Steigen des Arbeitslohns zehnmal so große Verringerung des Profits erzeugt, so klar, daß die Vermehrung des Kapitals nur langsam wirken kann auf Vermehrung der effektiven Nachfrage nach Arbeit, wenn ihr nicht eine solche Vermehrung der Bevölkerung vorhergeht, die die Rate des Arbeitslohns tief hält.“ (p. 28.)

B[arton] stellt hier verschiedene Sätze auf:

Erstens: Es ist nicht das Steigen des Arbeitslohns, das an sich die Arbeiterbevölkerung vermehrt, wohl aber kann ein Fallen des Arbeitslohns sie sehr leicht und rasch steigen machen. Beweis: Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts graduelles Steigen des Arbeitslohns, langsame Bewegung der Population, dagegen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts großes Sinken des realen Arbeitslohns, rascher Progreß der labouring population132. Ursache: Es ist nicht die insufficient rate of wages133, der die marriages134 verhindert, sondern die difficulty of finding employment135.

Zweitens: Die facility136 aber, of finding employment137, steht im umgekehrten Verhältnis zur Rate des Arbeitslohns. Denn im umgekehrten Verhältnis zur Höhe oder Niedrigkeit des Arbeitslohns wird das Kapital in fixes oder zirkulierendes verwandelt, d. h. in solches, das Arbeit employs138 oder in solches, das does not employ it139. Ist der Lohn niedrig, so die Nachfrage nach Arbeit groß, weil es dann profitlich für den employer140, viel Arbeit anzuwenden, und er mit demselben zirkulierenden Kapital mehr anwenden kann. Ist der Lohn hoch, so hält der manufacturer so wenig hands als möglich und sucht alles durch Maschinerie zu machen.

Drittens: Die Akkumulation des Kapitals für sich allein erhöht nur langsam die Nachfrage nach Arbeit, weil jedes Steigen dieser Nachfrage die Arbeit, if rare141, rasch steigen und den Profit in 10× höherem Grad, als sie steigt, fallen macht. Rasch kann die Akkumulation nur auf Nachfrage von Arbeit wirken, wenn vor der Akkumulation eine große Vermehrung der Arbeiterbevölkerung vorhergegangen, der Arbeitslohn daher auf sehr niedriger Rate steht und selbst ein Steigen desselben ihn niedrig läßt, weil die Nachfrage mehr unbeschäftigte Hände absorbiert, als um vollbeschäftigte konkurriert.

Dies alles ist, cum grano salis142, richtig für die völlig entwickelte kapitalistische Produktion. Aber es erklärt ihre Entwicklung selbst nicht.

Und daher widerspricht auch der historische Beweis von B[arton] dem, was er beweisen soll.

In des 18. Jahrhunderts erster Hälfte Arbeitslohn graduell steigend, Bevölkerung langsam wachsend und keine Maschinerie, auch, relativ zu der folgenden Hälfte, wenig sonstiges capital fixe.

In des 18. Jahrhunderts zweiter Hälfte dagegen Arbeitslohn beständig fallend, Bevölkerung erstaunlich wachsend – und Maschinerie. Aber es war eben die Maschinerie, die einesteils die vorhandne Bevölkerung überzählig machte und so den Arbeitslohn senkte, andrerseits, infolge der raschen Entwicklung des Weltmarkts, sie wieder absorbierte, sie wieder redundant143 machte und wieder absorbierte, während sie andrerseits die Akkumulation des Kapitals außerordentlich beschleunigte und, der Masse nach, das variable Kapital vermehrte, obgleich es relativ, sowohl gegen den Gesamtwert des Produkts als gegen die Arbeitermasse, die es beschäftigte, fiel. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dagegen noch nicht große Industrie, sondern auf Teilung der Arbeit gegründete Manufaktur. Der Hauptbestandteil des Kapitals blieb das in variables, in Arbeitslohn ausgelegte. Die Produktivkraft der Arbeit entwickelte sich aber langsam, verglichen mit der zweiten Hälfte. Mit der Akkumulation des Kapitals stieg fast proportionell die Nachfrage nach Arbeit, also der Arbeitslohn. England war noch essentiell agricultural nation144, und es fuhr fort (entwickelte sich selbst noch), eine sehr ausgedehnte von der Ackerbaubevölkerung betriebne home-manufacture145 (für Spinnen und Weben) [zu betreiben]. Ein bloß pullulierendes Proletariat konnte noch nicht entstehn, so wenig als es schon industrielle Millionäre gab. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts herrschte relativ das variable, in der zweiten das fixe Kapital vor; aber für letztres ist große Masse von Menschenmaterial nötig. Seiner Einführung im großen must be preceded by an increase of population146. Der ganze Sachverlauf aber widerspricht der Darstellung des B[arton], soweit als es sich zeigt, daß hier überhaupt ein change147 der Produktionsweise vorging; die Gesetze, die der großen Industrie entsprechen, sind nicht identisch mit denen, die der Manufaktur ||752| entsprechen. Letztre bildet nur eine Entwicklungsphase zu der ersten.

Interessant aber hier einige der historischen Anführungen B[arton]s, teils wegen der Bewegung des Arbeitslohns, teils wegen der der Getreidepreise, verglichen die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts in England mit der zweiten.

„Die folgende Tabelle zeigt" („die wages148 stiegen von der Mitte des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts, denn der Kornpreis fiel während dieser Zeit nicht weniger als a id="S587"35%") „das Verhältnis der Löhne der Landarbeiter zu den Kornpreisen während der letzten 70 Jahre.

Periode Wochenlohn Weizenpreis
pro Quarter
Arbeitslohn in
Pinten Weizen
1742–1752 6 sh. 0 d. 30 sh. 0 d. 102
1761–1770 7 6 42 6 90
1780–1790 8 0 51 2 80
1795–1799 9 0 70 8 65
1800–1808 11 0 86 8 60*

(p. 25, 26.)

„Aus einer Tafel der Zahl der Bills für die Einhegung von Land, die in jeder Session seit der Revolution angenommen wurden, gegeben im Bericht der Lords über die Armengesetze" (1816?), „sieht man, daß in den 66 Jahren von 1688–1754 123 Bills, in den 69149 Jahren von 1754 bis 1813 dagegen 3315. Der Fortschritt der Bodenkultur ungefähr 25× rascher während der letztern Periode als während der früheren. Aber in den ersten 66 Jahren wurde beständig mehr und mehr Korn für den Export angebaut, während in dem größten Teil der letzten 69 Jahre alles konsumiert, was früher exportiert, aber zugleich importiert eine zunehmende und zuletzt eine sehr große Menge für unsre eigne Konsumtion ... Das Wachstum der Bevölkerung in der ersten Periode verglichen mit der letztern also noch langsamer, als der Fortschritt der Bodenkultur anzuzeigen scheint." (p. 11, 12.)

„1688 die Population in England und Wales nach Gregory King, der sie nach der Zahl der Häuser schätzte, 51/₈ Millionen. 1780 nach Malthus die Population 7 700 000. Also gewachsen in 92 Jahren [um] 2 200 000; in den folgenden 30 Jahren wuchs sie [um] mehr als 2 700 000. Aber von dem ersten Wachstum wahrscheinlich, daß der größere Teil stattfand von 1750–1780." (p. 13.)

B[arton] berechnet nach guten Quellen, daß

„1750 die Zahl der Einwohner 5 946 000, was einen Zuwachs ausmacht seit der Revolution [1688] von 446 000 oder 7200 per annum". (p. 14.)

„Nach der niedrigsten Schätzung ging dann der Fortschritt der Bevölkerung 10× rascher vor sich in den letzten Jahren als vor einem Jahrhundert. Aber unmöglich zu glauben, daß die Akkumulation des Kapitals zehnmal größer." (p. 14.)

Die Frage ist nicht, wieviel Quantum Lebensmittel jährlich produziert wird, sondern wie großer Teil lebendiger Arbeit in die Produktion des fixen und zirkulierenden Kapitals jährlich eingeht. Danach bestimmt sich die Größe des variablen Kapitals im Verhältnis zum konstanten.

B[arton] erklärt sich die remarkable increase150 der Population in den letzten 60–50 years fast in ganz Europa aus der increased productiveness der American mines151, indem dieser Überfluß an precious metals152 die Warenpreise in höherem Grad erhöht als den Arbeitslohn, in fact153 also den letztern gesenkt habe. So Profitrate gestiegen. (p.29–35.) [XIII–752||